Ordenswesen / Verdienstorden

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die staatliche Anerkennung von Rettungstaten

Immer wieder gibt es Gelegenheiten, bei denen sich Personen in besonderer Weise für ihre Mitmenschen oder die Allgemeinheit einsetzen. Um diese freiwilligen Leistungen in angemessener Form zu würdigen, haben sowohl die Bundesrepublik Deutschland als auch das Land Nordrhein-Westfalen verschiedene Verfahren festgelegt. Auf dieser Seite finden Sie daher Links zu den übergeordneten Behörden, auf denen Sie sich über die entsprechenden Auszeichnungen informieren können.
 

Hinweise zum Verfahren zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Verdienstorden der Bundesrepublik DeutschlandDer Landrat des Rhein-Sieg-Kreises kann als untere staatliche Verwaltungsbehörde beim Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen anregen, verdiente Mitbürgerinnen und Mitbürger des Kreises dem Bundespräsidenten zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vorzuschlagen. Um dabei ein breites Spektrum von Persönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu berücksichtigen, bedarf es entsprechender Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern. Anregungen können daher direkt an den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises  gerichtet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Anregung gegenüber den Stadt- bzw. Gemeindebürgermeistern, den Landesbehörden (Bezirksregierungen, Fachministerien, Staatskanzlei) oder dem Bundespräsidenten direkt vorzubringen.

In einem formlosen Anregungsschreiben sollten alle bekannten persönlichen Daten des/der Vorgeschlagenen (Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort, Wohnort sowie Beruf und eventueller Eintritt in den Ruhestand) angegeben werden, soweit diese bekannt sind. Außerdem sollte möglichst konkret dargelegt werden, welche besonderen Verdienste der Anregung zugrunde liegen (mit Zeitangaben) und wer zu diesen besonderen Verdiensten sachdienliche Angaben machen kann (Angabe von Referenzadressen).

Sollte eine Anregung aufgrund von Verdiensten auf Vereins-, Verbands-, Körperschafts- oder einer sonstigen internen Ebene erfolgen, wäre es hilfreich, wenn Informationen über etwaige institutionelle Auszeichnugen (z. B. Ehrenmitgliedschaft im Verein etc.) gemacht werden. Ebenso sollten Angaben darüber enthalten sein, ob und welche Auszeichnung(en) der/die Vorgeschlagene bereits erhalten hat sowie die Angabe des Zeitpunktes der Auszeichnung.

Zur zeitlichen Verkürzung des Verfahrens wird empfohlen, die Anregung unmittelbar an den Bürgermeister oder den Landrat zu richten, da von dort oftmals zahlreiche Stellungnahmen einzuholen sind, was üblicherweise einige Zeit in Anspruch nimmt.

Da im Zusammenhang mit den Auszeichnungen zumeist personenbezogene Informationen Preis gegeben werden, sollten alle Schriftstücke mit dem Hinweis "Vertraulich" gekennzeichnet werden, damit die Wahrung des Datenschutzes sichergestellt bleibt.

Wer seine eigene Anregung vorschlägt, kann nicht mit einer Ordensverleihung rechnen.

Die Entscheidung, ob eine vorgeschlagene Person auszeichnungswürdig ist, obliegt dem Bundespräsidenten.
 

Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, Foto: Uwe BrücknerDer Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen wurde am 11. März 1986 gestiftet. Mit ihm sollen Bürgerinnen und Bürger aus allen Bevölkerungsgruppen geehrt werden, die außerordentliche Verdienste, ganz gleich in welchen Lebensbereichen, für die Allgemeinheit erworben haben. Die Zahl der Landesorden ist auf 2.500 begrenzt.

Für das Verfahren zur Verleihung des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen gelten im Wesentlichen die gleichen Kriterien wie für die Vergabe des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.                                                                                                               
Die Entscheidung, ob eine vorgeschlagene Person auszeichnungswürdig ist,
obliegt der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.
                                                                                                                                              
Foto: Uwe Brückner
 

 

Staatliche Anerkennung von Rettungstaten

Die Rettung oder versuchte Rettung von Menschen wird durch die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen namens der Landesregierung im Rahmen des Gesetzes über die staatliche Anerkennung von Rettungstaten (RettungstatenG) i. d. F. vom 30. März 2004 i. V. m. der Verordnung zur Ausführung des RettungstatenG (RettungstatenVO NRW) vom 27. April 2004 besonders gewürdigt.

Dabei gibt es zwei Formen der Auszeichnung: die Rettungsmedaille und die öffentliche Belobigung.

Die Rettungsmedaille kann - auch mehrfach - an Personen verliehen werden, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens einen Menschen aus Lebensgefahr gerettet oder eine drohende Gefahr für die Allgemeinheit abgewendet haben.

Eine öffentliche Belobigung kann ausgesprochen werden, wenn die Rettungstat ohne Einsatz des eigenen Lebens ausgeführt worden ist oder trotz Einsatz des eigenen Lebens nicht zur Lebensrettung geführt hat.

Ein Anspruch auf eine Auszeichnung besteht nicht.

Weitere Informationen über die staatliche Anerkennung von Rettungstaten
 

Ansprechpartner

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Tel.: 02241/13-2116