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… Veranstaltungen
Sonntag, 07.03.2010, 17.00 Uhr
Exkursion zur Synagoge Köln mit anschließendem Essen in der Koscheren Kantine Weiß
(Führung mit Israel Meller, Köln)
Sonntag, 21.03.2010, 14.45 Uhr
Prof. Dr. Yizhak Ahren, Köln: Kaschrut und Schächten
(Vortrag in der "Gedenkstätte Landjuden an der Sieg" in Windeck-Rosbach)
Sonntag, 18.04.2010, 14.45 Uhr
Dr. Holger Weitenhagen, Siegburg: Die "Entjudungspolitik" in der evangelischen Kirche im Dritten Reich
(Vortrag in der "Gedenkstätte Landjuden an der Sieg" in Windeck-Rosbach)
Mittwoch, 21.04.2010, 17.00 Uhr
Naftali Fürst, Haifa/Israel, und Annette Hirzel, Königswinter:
Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens. Eine Familie überlebt den Holocaust
(Zeitzeugengespräch und Lesung im Kreishaus in Siegburg)
Donnerstag, 22.04.2010, 8.00 - ca. 18.30 Uhr
Exkursion "Magenza - das jüdische Mainz"
(mit Dr. Claudia Maria Arndt, Siegburg, und Dr. h.c. Johannes Gerster, Mainz)
Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im gedruckten Programm sowie im Kreisarchiv unter Tel. 02241 / 132928 oder Fax 02241 / 133271 oder E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de)
Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"
Aufbau und ZieleAnlässlich des 50. Jahrestages der so genannten "Reichskristallnacht" hat der Rhein-Sieg-Kreis 1988 die Einrichtung einer Gedenkstätte beschlossen, die den Zugang zu einer umfangreichen Dokumentation des jüdischen Lebens an der Sieg bietet. Gleichzeitig soll damit ein Beitrag zur Erinnerungsarbeit und öffentlichen Auseinandersetzung mit einem der verheerendsten Kapitel deutscher Geschichte geleistet werden. Hilde Seligmann stellte dazu das Haus ihres verstorbenen Schwiegervaters, des jüdischen Altwarenhändlers Max Seligmann, zur Verfügung. Das ehemalige, ca. 200 Jahre alte Wohnhaus der Familie in der Bergstraße in Windeck-Rosbach wurde am 28. August 1994 seiner neuen Nutzung als Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg" der Öffentlichkeit übergeben.

In den elf Räumen des zweigeschossigen Fachwerkhauses und der mit Originaleinrichtung erhaltenen Werkstatt werden Religion und Kultur, Arbeit und Alltag, aber auch Verfolgung und Vernichtung der ehemals in der Siegregion lebenden Juden erläutert. Ein eigens erstellter Neubau bietet als Vortragsraum Platz für Veranstaltungen und Einführungen in die Thematik sowie für die Arbeit mit Schulklassen und anderen Gruppen.
Die wissenschaftliche und personelle Betreuung der Gedenkstätte sowie die weitere Erforschung und Aufbereitung jüdischer Geschichte im Siegraum liegen in der Hand des Archivs des Rhein-Sieg-Kreises. Unterstützt wird das Projekt durch den "Förderverein Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V.".

Themen
Ausgehend von der wechselvollen Geschichte der Familie Seligmann beschreibt die Dauerausstellung in einer umfangreichen Sammlung von Bild- und Textmaterial Entstehung und Blütezeit der jüdischen Gemeinden entlang der Sieg sowie ihre völlige Zerstörung während der Zeit des Nationalsozialismus.
Folgende Themen werden am Beispiel lokaler Quellen und Ereignisse erläutert:
- Jüdische Religion
Geschichte der Stifterfamilie Seligmann
- Juden an der oberen Sieg
- Juden im Bröltal
- Juden an der unteren Sieg
- "Landjuden" - wirtschaftliche und soziale Stellung
- Holocaust: Zeit der Verfolgung und Vernichtung 1933-1945
- Jüdische Friedhöfe
Stifterfamilie
Seit Beginn des 19. Jahrhundert waren Mitglieder der Familie Seligmann in Rosbach ansässig. Moses Seligmann hatte 1888 maßgeblichen Anteil an der Gründung der Rosbacher Synagogengemeinde.
Zahlreiche Dokumente und Fotos, die die Stifterin Hilde Seligmann zur Errichtung der Gedenkstätte im Haus ihrer Schwiegereltern zur Verfügung stellte, erzählen die Geschichte dieser Familie.Anschrift
Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"
Öffnungszeiten
Jeden Mittwoch von 14.00 bis 16.00 Uhr sowie
Kontakt
Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg"
So finden Sie uns
Öffentliche Verkehrsmittel:
PKW-Anreise:
In Rosbach ist die Gedenkstätte ausgeschildert. Parkplätze für PKW sind vorhanden.