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Antragsformulare

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Augen auf beim Fahrzeugverkauf

Obwohl der Verkauf eines Fahrzeuges beinahe zum täglichen Leben gehört, kann damit viel Verdruss verbunden sein. Besonders groß ist der Ärger für den Verkäufer, wenn der Käufer seiner gesetzlichen und gegebenenfalls auch vertraglich vereinbarten Verpflichtung nicht nachkommt, das Fahrzeug ab- oder umzumelden.

Viele kennen das Kleingedruckte auf der Rückseite des Fahrzeugscheines nicht und sind sich der Risiken nicht bewusst, die nach einem Fahrzeug-Verkauf auf sie zukommen können, wenn die vorgeschriebenen Formalitäten nicht beachtet werden. Leider sind diese Hinweise auf der seit 01.10.2005 von den Zulassungsbehörden auszustellenden Zulassungsbescheinigung Teil I aus Platzgründen nicht mehr enthalten. Die Mitarbeiter der Zulassungsstelle müssen sich täglich mit derart unerfreulichen Vorgängen beschäftigen. So sind häufig die Eigentümer froh, ihr schrottreifes Auto für wenige Hundert Euro verkauft und so die teure Entsorgung gespart zu haben. Viele wähnen sich auf der sicheren Seite, hat sich der Käufer im Kaufvertrag doch verpflichtet, das Fahrzeug innerhalb weniger Tage um- oder abzumelden.
Die Verpflichtung, sich auch die Übergabe des Fahrzeugbriefes und des -scheines bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II vom Käufer bestätigen zu lassen, sind den Haltern vielfach nicht bekannt. Kommt der Käufer seiner Ummeldepflicht nicht nach, verlangt das Finanzamt u. U. weiterhin vom bisherigen Halter die Kraftfahrzeugsteuer. Diese Forderung kann insbesondere bei Fahrzeugen ohne Katalysator den erzielten Kaufpreis leicht um ein vielfaches übersteigen. Besonders gravierende Folgen haben die Fälle, in denen die Angaben zum Käufer falsch sind oder das Fahrzeug gar zur Begehung von Straftaten genutzt wird. Viele erwarten dann Hilfe vom Straßenverkehrsamt, die aus rechtlichen aber vielfach auch aus tatsächlichen Gründen nicht geleistet werden kann.

Das braucht alles nicht zu sein, wenn die folgenden Ratschläge beachtet werden:
 
  1. Melden Sie Ihr Fahrzeug vor der Übergabe an den Käufer ab. Sollte das nicht möglich sein, vereinbaren Sie Übergabemodalitäten, die sicherstellen, dass Ihre Haltereigenschaft kurzfristig beendet wird.

     
  2. Lassen Sie sich einen Ausweis vorlegen. Prüfen und notieren Sie sehr sorgfältig die persönlichen Angaben zum Käufer. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Ausweisdokument vorgelegt wird, aus dem die Anschrift nicht ersichtlich ist. Sollten Zweifel an der Richtigkeit der Angaben bestehen, treten Sie vom Verkauf zurück.

     
  3. Lassen Sie sich die Übergabe der Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II bzw. des Fahrzeugbriefes und des -scheines vom Käufer schriftlich bestätigen. Ein entsprechendes Formular, dass ausgefüllt und ausgedruckt und gleichzeitig als Veräußerungsanzeige genutzt werden kann, finden sie hier.

     
  4. Benachrichtigen Sie unverzüglich das Straßenverkehrsamt und Ihre Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung über den Verkauf mit den persönlichen Angaben zum Käufer. Hierzu kann die o. a. Veräußerungsanzeige genutzt werden. Dies kann auch per Telefax erfolgen. Die Fax-Nummern lauten für die
 
  • Hauptstelle Siegburg 02241 / 132081 und für die
     
  • Außenstelle Meckenheim 02225 / 94095012

  Nutzen Sie aber auch die zentrale E-Mail-Anschrift des Straßenverkehrsamtes:

  strassenverkehrsamt@rhein-sieg-kreis.de

 

 

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