Rheinischer Kunstpreis - Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises

Ausschreibung des Rheinischen Kunstpreises 2018

Rheinischer Kunstpreis 2018Der RHEINISCHE KUNSTPREIS wird zum neunten Mal ausgeschrieben: In Zusammenarbeit mit dem LVR-Landesmuseum Bonn zeichnet der Rhein-Sieg-Kreis hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst aus. Der Preis dient auch der Förderung der kulturellen Entwicklung und Integration des Rheinlandes sowie der europäischen Partnerregion des Rhein-Sieg-Kreises als Bestandteil des gemeinsamen europäischen Kulturraumes.

Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält die Preisträgerin oder der Preisträger eine Einzelausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn mit Katalog.

Teilnahmeberechtigt sind bildende Künstlerinnen und Künstler, die im Rheinland (Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland und die Kreise Neuwied, Ahrweiler, Altenkirchen [Westerwald], Mayen-Koblenz, Westerwald, Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn sowie die Stadt Koblenz) oder in der europäischen Partnerregion des Rhein-Sieg-Kreises (Kreis Boleslawiec in Polen) geboren sind oder dort wohnen.

Eine Übersichtskarte des Ausschreibungsgebietes finden Sie hier.

Hier haben wir alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb zusammengestellt.

Bitte reichen Sie mit Ihrer Bewerbung auch das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular ein und richten Ihre Bewerbung bitte an:

Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises
Kultur- und Sportamt
Postfach 1551
53705 Siegburg
 

Die Bewerbungsfrist endet am 2. Oktober 2018.

Masoud Sadedin - Träger des Rheinischen Kunstpreises 2016

Am 5. Dezember 2016 hatte eine Jury unter Vorsitz von Frau Dr. Gabriele Uelsberg, der Direktorin des LVR-Landesmuseums Bonn, den in Troisdorf lebenden Künstler zum achten Träger des Rheinischen Kunstpreises gekürt. In der Begründung hieß es:

Der achte Rheinische Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises geht an einen unbekannten Bekannten. Masoud Sadedin lebt und arbeitet im Rhein-Sieg-Kreis. Er wurde 1956 in Semnan im Iran geboren. Dort absolvierte er die Ausbildung zur Bildenden Kunst in Teheran mit Abschluss 1980. 1986 emigrierte er nach Deutschland.

Neben den Zeichnungen, die ihn lebenslang begleiteten, sind es seine Ölgemälde, die die Jury überzeugten und die sie gleichsam neu entdecken konnten, denn Sadedin war bislang eher zurückhaltend mit Präsentationen zu seinem Werk. Dabei sind seine Gemälde mehr als sehenswert. Sadedins Thema ist der Mensch und sind die Spuren, die er hinterlässt. Er selbst formuliert:

„Ich versuche in meinen Werken gewisse Stimmungen menschlicher Situationen darzustellen. Die Umgebung soll die Atmosphäre des Gesamtwerks bzw. den Ausdruck der Dargestellten unterstützen. Die Personen selbst sind meist in einer einfachen Haltung wiedergegeben. Trotzdem sorgt der Malprozess für eine Bildstimmung, in der eine andere Realität, eine verfremdete Realität spürbar wird. Das entnommene Motiv aus der Alltäglichkeit verwandelt sich zu einem Moment der Malerei.“

Wie auf einer Theaterbühne inszeniert Masoud Sadedin die dargestellten Personen, die weniger als Porträts denn als Haltunggebende zu verstehen sind. Seine Modelle, die er im ersten Schritt fotografiert und dann in Gemälde umsetzt, befassen sich oft mit Gegenständen wie Malutensilien, Zollstock oder einem Tuch. Sie sind in etwas vertieft, was der Betrachter kaum entschlüsseln kann.

Oder sie fixieren mit ihrem Blick etwas, das sich dem Betrachter nicht zeigt. Sie stehen oder sitzen dabei meist still, ihre sparsamen Handlungen dienen allein der (Selbst-)Beobachtung.

Neben dem Realismus, der seinen Arbeiten eigen ist, entwickelt Masoud Sadedin aber auch eine sehr prägnante Farbmalerei, die die Darstellung aus dem realen Bereich heraus zu reiner Malerei werden lässt. Hierin offenbaren sich seine sichtbare Lust an der Malerei, der lockere Pinselduktus und das ausgefeilte Spiel mit Valeurs. Die Konstruktionen von Räumen in seinen Gemälden geben den dargestellten Personen Struktur und Halt und stellen gleichzeitig die Sicherheit von Raum auch wieder in Frage.

Es sind Themen aus seiner eigenen Lebensgeschichte, die ihn beeinflussen. Masoud Sadedin mag keine Kunst, die andere belehrt oder – wie die politische Kunst – den Zeitgeist bedient. Für ihn ist Kunst das Mittel zum Begreifen und damit zeitlos.


Um den zum achten Mal vergebenen Rheinischen Kunstpreis hatten sich 361 Künstlerinnen und Künstler beworben.

 

Bisherige Träger des Rheinischen Kunstpreises

Die in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstlerin Zipora Rafaelov erhielt für ihre unangefochtene Position in der Rheinischen Kunstszene im Jahr 2014 den Rheinischen Kunstpreis. Weitere Angaben zu Zipora Rafaelov finden Sie auf der Homepage der Künstlerin.

Ulrike Rosenbach wurde 2012 mit dem Rheinischen Kunstpreis ausgezeichnet. Die Video- und Performance-Künstlerin erhielt die Auszeichnung für ihr Lebenswerk. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der in Nettersheim-Roderath lebenden Künstlerin.
 
Träger des  Rheinischen Kunstpreises 2010  ist der in Düsseldorf  lebende und arbeitende Fotokünstler Elger Esser. Hier   finden  Sie Einblicke in Bilder, biografische Angaben und Texte  zum Werk des Künstlers; bitte besuchen Sie auch die Homepage von Elger Esser.
 
Der Düsseldorfer Künstler Christoph Pöggeler wurde mit dem Rheinischen Kunstpreis 2008 ausgezeichnet. Hier finden Sie Bilder, biografische Angaben und Texte zum Werk des Künstlers; bitte besuchen Sie auch die Homepage von Christoph Pöggeler.
 
Den Rheinischen Kunstpreis 2006 erhielt die in Düsseldorf lebende und arbeitende Koreanerin Yun Lee. Einen Einblick in Texte zum Werk, biografische Angaben und Bilder erhalten Sie hier; bitte besuchen Sie auch die Homepage der Künstlerin.

Der Rheinische Kunstpreis 2004 des Rhein-Sieg-Kreises wurde der Künstlerin Gabriele Pütz aus Bad Honnef zuerkannt. Hier erhalten Sie Einblick in Bilder, biografische Angaben und Texte zum Werk der Künstlerin; besuchen Sie bitte auch die Homepage von Gabriele Pütz.

Trägerin des Rheinischen Kunstpreises 2002 ist die in Köln lebende und arbeitende Künstlerin Sonia Knopp. Ihre Homepage finden Sie hier.