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Landesförderprogramm "EinTopf"

Durch die Teilnahme des Rhein-Sieg-Kreises und der Stadt Bonn am Landesförderprogramm "EinTopf" werden regionale Koordinierungs- und Strukturentwicklungsleistungen im Übergang Schule-Beruf erbracht. Diese Aufgaben werden in beiden Gebietskörperschaften unter Einbeziehung der Jugendberufshilfe von den Regionalen Bildungsbüros wahrgenommen.
Im Rahmen des Programms werden frühzeitig abgestimmte und möglichst einheitliche Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Schülerinnen und Schüler entwickelt, die ohne gezielte individuelle Förderung in der Sekundarstufe I voraussichtlich nicht die erforderliche Ausbildungsreife erhalten würden.

„EinTopf“ zielt konkret darauf ab

  • einheitliche Kriterien zur Ermittlung der Förderbedarfe und verlässliche Instrumente und Strukturen zur Umsetzung der individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern ab der 8. Klasse an Haupt- und Förderschulen zu entwickeln,
  • die Schüler und Schülerinnen durch ein individuelles Arrangement aufeinander abgestimmter Förderangebote zu unterstützen, die Ausbildungsreife zu erlangen und damit ihre Chance für den direkten Übergang in ein Ausbildungsverhältnis zu erhöhen,
  • für die Jugendlichen, die den direkten Übergang nicht schaffen, eine passgenaue Überleitung in eine geeignete schulische Qualifizierung oder berufsvorbereitende Fördermaßnahme auf Grundlage einer verbindlichen Zusammenarbeit der beteiligten Akteure einzuleiten,
  • basierend auf der erfassten individuellen Bedarfsfeststellung gezielte regionale Fördermodule und -maßnahmen zu konzipieren.

Parallel wird seitens des Regionalen Bildungsbüros ein Angebotspool aufgebaut mit dem Ziel, die vorhandenen regionalen Angebote zu erfassen, die für eine individuelle Förderung herangezogen werden könnten. Es entsteht so für Schulen eine abrufbare, transparente Zusammenstellung der regionalen Angebotsstruktur aus den Themenfeldern, schulische und außerschulische Bildungsunterstützung, Berufsorientierung, berufliche Angebote, Freizeitaktivität und Training von Schlüsselkompetenzen.

Das Landesförderprogramm, welches durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert wird, ermöglicht eine personelle Verstärkung des Regionalen Bildungsbüros durch eine Fachkraft, die für die Projektbegleitung und Koordination verantwortlich ist. Die erste Phase des Programms (Einstieg und Aufbau) endete im April 2011. Die zweite Phase (Ausbau und Weiterentwicklung) läuft seit Mai 2011.