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Informationen und Dienstleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Rhein-Sieg-Kreis
Der Rhein-Sieg-Kreis ist seit dem 01.01.1996 als sogenannter „Aufgabenträger“ für den öffentlichen Personennahverkehr (Bus, Stadtbahn, Anruf-Sammeltaxi) zuständig. Somit ist der Rhein-Sieg-Kreis für Planung, Organisation und Ausgestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verantwortlich. Maßgeblich für die „angemessene Bedienung mit öffentlichen Verkehrsmitteln“ im Kreisgebiet ist der vom Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises beschlossene "Nahverkehrsplan".Daneben fördert der Rhein-Sieg-Kreis die Fahrzeugbeschaffung, d.h. er verteilt die Landesmittel zur Beschaffung von neuen Bussen im Linienverkehr an die jeweiligen Verkehrsunternehmen. Die wesentlichen rechtlichen Grundlagen hierfür bilden das Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVG NRW) und das Personenbeförderungsgesetz (PBefG).
Planungsziele des Rhein-Sieg-Kreises im öffentlichen Personennahverkehr - Nahverkehrsplan
Der Nahverkehrsplan des Rhein-Sieg-Kreises definiert den Rahmen und die gewünschte Entwicklungsrichtung für die zukünftige Planung und Gestaltung des ÖPNV im Rhein-Sieg-Kreis. Der Nahverkehrsplan soll dazu beitragen, das erreichte Niveau des ÖPNV im Rhein-Sieg-Kreis zu halten, auszubauen sowie dessen Finanzierung zu sichern. ÖPNV ist eine öffentliche Dienstleistung und steht unter der Vorgabe einer sparsamen und effizienten Mittelverwendung. Daher müssen bei der Entscheidung über die Art und den Umfang der Leistung auch Kostenbetrachtungen einbezogen werden, die mit dem Haushalt des Rhein-Sieg-Kreises in Einklang gebracht werden müssen.Gleichzeitig integriert und harmonisiert der Nahverkehrsplan die unterschiedlichen Aktivitäten von Kreis, Städten und Gemeinden damit der Bevölkerung ein angemessenes, dem Bedarf entsprechendes ÖPNV-Angebot zur Verfügung steht. Auf diese Weise wird die Mobilität der Bevölkerung sichergestellt. Lebensqualität und Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Rhein-Sieg-Kreis werden erhalten bzw. verbessert.
Sie können den Nahverkehrsplan 2003-2007 des Rhein-Sieg-Kreises in der rechten Spalte als pdf-Datei abrufen.
Der Nahverkehrsplan des Rhein-Sieg-Kreises befindet sich zurzeit in seiner zweiten Fortschreibungsphase. Entsprechend der unterschiedlich schnell fortgeschrittenen Planung werden die umsetzungsreifen neuen Konzepte sukzessive realisiert:
Neues Busnetz für den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wird das Busnetz im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis neu geordnet. Hierfür haben die politischen Gremien des Rhein-Sieg-Kreises im Juni 2009 die erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Die wichtigste Neuerung ist die Einführung der Betriebsform „TaxiBus“. TaxiBusse fahren wie normale Buslinien nach Fahrplan auf festgelegten Linienwegen mit Haltestellen. Es gelten die normalen VRS-Tarife. Der einzige Unterschied ist, dass eine Fahrt mit dem TaxiBus telefonisch unter der Nummer 01804 - 151515 vorangemeldet werden muss. Dadurch verkehren die TaxiBusse nur dann, wenn tatsächlich Bedarf besteht – was es wiederum ermöglicht, das Nahverkehrsangebot auf Strecken auszudehnen, die für einen normalen Busverkehr nicht genügend Nachfrage aufweisen würden. Darüber hinaus erhalten mehrere Buslinien im Dezember neue Linienwege oder Fahrpläne. Die beiden wesentlichen Ziele sind dabei ein systematischeres Angebot und die Optimierung von Anschlussbeziehungen.
Fünf Neue TaxiBus-Linien
Fünf neue TaxiBus-Linien verkehren ab Dezember auf folgenden Relationen:
- Linie 680 Duisdorf – Impekoven – Oedekoven
- Linie 814 Rheinbach – Monte Mare – Loch – Queckenberg – Sürst-Hardt
- Linie 859 Alt-Meckenheim – Meckenheim Industriepark – Lüftelberg
- Linie 881 Pech – Villiprott – Villip – Holzem – Berkum – Züllighoven
- Linie 882 Bornheim – Heimerzheim
Alle fünf Linien fahren montags bis freitags zwischen 6:30 Uhr und 21:30 Uhr im Stundentakt, samstags zwischen 7:30 Uhr und 21:30 Uhr ebenfalls im Stundentakt und sonntags zwischen 9:30 Uhr und 21:30 Uhr im Zweistundentakt. Auf der Linie 859 kommen in der Hauptverkehrszeit Busse zum Einsatz, alle anderen Linien fahren ausschließlich als TaxiBus.
Auf den bestehenden Buslinien 805, 846 und 858 werden einzelne schwach nachgefragte Fahrten auf TaxiBus-Bedienung umgestellt. Gleichzeitig kommen auf diesen Linien in den Tagesrandlagen und am Wochenende aber auch ergänzende TaxiBus-Fahrten neu hinzu. Dabei gilt ebenfalls das Credo, an allen Wochentagen bis mindestens 21:30 Uhr ein vertaktetes Angebot zur Verfügung zu stellen. Auf der Linie 858 wird durch zusätzliche TaxiBus-Fahrten abends Anschluss an alle Züge der Linie RB23 aus Bonn hergestellt.
Linie 817 und 818: Neues Netz für Bornheim
Ab Dezember fährt die neue Linie 817 von Hersel über Bornheim nach Brenig. Am Bahnhof Roisdorf erfolgt dabei eine direkte Verknüpfung mit dem Schienenverkehr nach Köln und Bonn. Der Fahrplan sieht montags bis samstags einen Stundentakt und sonntags einen Zweistundentakt vor, wobei am Wochenende TaxiBusse zum Einsatz kommen.
Durch die Einführung der Linie 817 kann die Linie 818 zwischen Bornheim und Dersdorf in Zukunft auf direktem Weg geführt werden, d.h. nicht mehr über Brenig. Durch diese Maßnahme kommt es zu Fahrzeitverkürzungen von knapp zehn Minuten. Samstagnachmittags und sonntags werden auf der Linie 818 TaxiBus-Fahrten zusätzlich zum bestehenden Ange-bot eingerichtet, so dass zukünftig an allen Tagen bis 21:30 Uhr ein Angebot zur Verfügung steht.
Zusammenführung der Linien 843 und 859
Die Linie 843 bindet ab Dezember auch den Bahnhof Meckenheim Industriepark an. Dadurch können die Fahrten der Linie 859 auf dem Abschnitt Le-Mée-Platz – Meckenheim Industriepark in die Linie 843 integriert werden. Der Bahnhof wird weiterhin in den Hauptverkehrszeiten alle 15 und tagsüber alle 30 Minuten angefahren. Unter der Liniennummer 859 verbleiben ab Dezember nur noch die Fahrten zwischen Lüftelberg und dem Bahnhof Meckenheim Industriepark.
In Bonn fahren alle Fahrten der Linie 843 zukünftig über Rathaus Hardtberg und nicht mehr über Lengsdorf.
Weitere Fahrplanänderungen
Mehrere Linien erhalten trotz unverändertem Linienweg zum Fahrplanwechsel neue Fahrpläne. Ziel ist eine verbesserte Vertaktung und die Abstimmung parallel geführter Linien. Im Einzelnen sind folgende Linien betroffen:
- Die Linien 800, 843 und 845 werden auf Bonner Stadtgebiet zu einem gemeinsamen 20-Minuten-Takt abgestimmt. Auf allen Linien gibt es darüber hinaus weiterhin zusätzliche Fahrten zu den Schul- und Hauptverkehrszeiten. In Bonn werden nur noch ausgewählte Haltestellen bedient, so dass es zu einer Beschleunigung kommt.
- Die beiden Linien 856 und 857 werden zeitlich so versetzt, dass zwischen Bad Godesberg und Berkum den ganzen Tag über ein angenäherter Halbstundentakt entsteht. Bislang fahren die Linien teilweise nahezu zeitgleich.
- Die Linie 855 erhält nachmittags einen klaren Halbstundentakt anstelle der bislang unregelmäßig verteilten zwei Fahrten pro Stunde. Die Anschlüsse am Bahnhof Bad Godesberg werden dadurch wesentlich verbessert.
Im Wesentlichen unverändert bleiben die Linien 604, 605, 633, 634, 802, 806, 828, 840, 842, 844, 848, 849 und 986.
Bei den Anruf-Sammeltaxi-Verkehren (AST) gibt es folgende Änderungen:
- Das AST Bornheim (Linie 790) verkehrt zukünftig je nach Relation im Stunden- oder Zweistundentakt anstelle der heute unsystematischen Bedienung.
- Das Angebot des AST Meckenheim (Linie 880) wird in Rückkopplung zu den neuen Bus- und TaxiBus-Fahrten auf den Linien 858 und 859 reduziert.
- Das AST Wachtberg (Linie 881) wird durch die neue TaxiBus-Linie 881 sowie zusätzliche abendliche Busfahrten auf den Linien 855 und 857 vollständig ersetzt. Zukünftig findet am Wochenende die letzte Abfahrt auf beiden Linien gegen 1:30 Uhr ab Bad Godesberg statt. AST-Fahrten von Meckenheim nach Wachtberg sowie von Wachtberg nach Bad Godesberg werden weiterhin unter der Liniennummer 880 angeboten.
- Das AST Swisttal (Linie 882) wird durch die neue TaxiBus-Linie 882 sowie das verbesserte Angebot auf den Buslinien 805 und 846 ersetzt.
- Das AST Alfter (Linie 883) bleibt im Wesentlichen unverändert. Die Abfahrtzeiten werden aber besser an die Stadtbahnlinie 18 angepasst.
- Das AST Rheinbach (Linie 884) wird in Rückkopplung zu den neuen Bus- und Taxi-Bus-Fahrten auf den Linien 805, 814 und 846 reduziert.
Alle linksrheinischen AST-Verkehre werden zukünftig wie auch die neuen TaxiBus-Fahrten über die Dispositionszentrale der RVK organisiert. Dadurch ändern sich die Telefonnummern: Eine Anmeldung ist ab dem 13. Dezember einheitlich in allen Orten nur noch unter 01804 - 151515 möglich. Die Kosten für einen Anruf betragen pauschal 20 Cent aus dem Telekom-Festnetz, Mobilfunk abweichend.
Projektleitung
Rhein-Sieg-Kreis, Planungsamt
Umsetzungszeitpunkt
13. Dezember 2009
Fahrpläne finden Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt im Internet unter http://www.vrs-info.de
Neues Busnetz für Niederkassel ab dem 13.12.2009:
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 wird in Niederkassel ein neu strukturiertes Busnetz eingeführt. Mit dieser Maßnahme soll das Angebot für Sie wesentlich attraktiver gestaltet werden als heute. Dabei profitieren gleichzeitig auch die Nutzer der Linien 501 und 503 in Troisdorf und Siegburg. Die Umsetzung des Konzeptes wurde am 17. September im Kreistag einstimmig beschlossen.
Folgende Ziele liegen der Planung für das neue Netz zugrunde:
Verbesserte Abstimmung mit dem Schienenverkehr
Die S-Bahn-Linien S12 und S13 fahren unter der Woche tagsüber alle 20 Minuten. Dagegen waren auf den Buslinien bislang 15- oder 30-Minuten-Takte die Regel. Aus diesem Grund ließen sich keine systematischen Verknüpfungen zwischen Bus- und Schienennetz herstel-len. Im Rahmen der Neustrukturierung wird der Takt der Buslinien daher dem der S-Bahn angeglichen. Folge: Merkbare und regelmäßige Anschlüsse, ohne dass Sie immer einen Fahrplan zur Hand haben müssen. Viele Relationen werden gleichzeitig von einem 30-Minuten-Takt auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet.
Verbesserte Anbindung in Richtung Köln
Im Gegensatz zu den anderen Städten in der Nachbarschaft von Köln und Bonn verfügt Niederkassel über keinen eigenen Schienenanschluss. Daher ist eine gute Busanbindung von elementarer Bedeutung. Diese war bislang aber nur in Richtung Bonn gegeben. In Richtung Köln fehlte dagegen eine attraktive Verknüpfung mit dem S-Bahn-Netz. So waren rund 21.000 Einwohner in den südlichen Stadteilen nur in der Hauptverkehrszeit und dann auch nur im Stundentakt mit dem Bahnhof Wahn verbunden. Rund 13.000 Einwohner in den nördlichen Stadtteilen besaßen zwar eine ganztägige Anbindung nach Wahn, deren 30-Minuten-Takt jedoch nicht kompatibel zum S-Bahn-Netz war. Mit dem neuen Netz werden nun alle Ortsteile außer Uckendorf und Stockem tagsüber durchgehend alle 20 Minuten an die S-Bahn in Wahn angeschlossen. Uckendorf und Stockem erhalten eine verbesserte Anbindung an den S-Bahnhof Spich, in den Hauptverkehrszeiten ebenfalls im 20-Minuten-Takt.
Verbesserte Übersichtlichkeit
Das bisherige Busnetz war von relativ vielen Linien gekennzeichnet. Diese verkehrten allerdings im Regelfall nur alle 30 oder alle 60 Minuten und konnten sich auf parallelen Abschnitten untereinander nicht immer sinnvoll ergänzen. Im neuen Netz gibt es dagegen statt bislang sieben Linien nur noch vier Linien, diese aber mit erheblich dichterem Angebot im 20-Minuten-Grundtakt. Folge: Das Netz ist für die Fahrgäste übersichtlicher und leichter nutzbar. Im Vergleich zum alten Netz kommt es gleichzeitig zu einer Leistungsausweitung. Jeden Tag legen die Busse dabei durchschnittlich 200 km mehr zurück als vorher.
Verbessertes Schnellbusangebot
Der Schnellbus SB 55 zwischen Lülsdorf und Bonn verkehrte bislang nur jeweils viermal pro Richtung, morgens nach Bonn und nachmittags nach Lülsdorf. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Angebot nun ganztags in beiden Richtungen und außerdem auch am Wochenende angeboten.
Verbessertes Angebot im Spätverkehr
Um veränderten Verkehrsgewohnheiten gerecht zu werden, wird der Betriebsschluss am Wochenende sowohl aus Richtung Köln als auch aus Richtung Bonn um etwa eine Stunde nach hinten verschoben. Die letzte Rückfahrt aus Bonn ist am Wochenende neu um 2:31 Uhr ab Hauptbahnhof möglich. Für Fahrgäste aus Köln wird in Wahn Anschluss an die letzte Fahrt der S12 hergestellt, die den Kölner Hauptbahnhof am Wochenende um 1:31 Uhr verlässt und um 1:46 Uhr in Wahn ankommt.
Maßnahmen
Ab dem 13. Dezember verkehren in Niederkassel folgende Buslinien:
Linie 164/501 Siegburg – Troisdorf – Rheidt – Niederkassel – Ranzel – Lülsdorf – Zündorf – Bahnhof Wahn
Linienweg: Die Linie 501 wird mit der Linie 164 vereinigt, d.h. von Zündorf bis zum Bahnhof Wahn verlängert. Zwischen Mondorf und Bergheim verkehrt die Linie zukünftig in beiden Richtungen einheitlich über die Haltestellen Bergheim Grundschule, Bergheim Industriegebiet, Mondorf Rosenthalstraße und Mondorf Ahrstraße. Die Haltestellen Mondorf Kirche und Mondorf Bergheimer Straße werden daher nicht mehr bedient.
Fahrplan: Montags bis freitags fährt die Linie tagsüber durchgehend alle 20 Minuten. Zwischen Mondorf und Ranzel ergibt sich zusammen mit der Linie 163/550 sogar ein angenäherter 10-Minuten-Takt. Morgens wird das Angebot zwischen Mondorf und Wahn ebenfalls auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet, nachmittags in der Gegenrichtung zwischen Wahn und Lülsdorf. Dazu kommen Zusatzfahrten zu den Schulanfangs- und Endzeiten. Abends und am Wochenende gilt ein 30- oder 60-Minuten-Takt.
Hinweis: Aus genehmigungsrechtlichen Gründen wird die Linie im Stadtgebiet Köln zukünftig mit der Nummer 164 ausgeschildert, im Rhein-Sieg-Kreis dagegen mit der Nummer 501. Die Fahrten verkehren aber selbstverständlich durchgehend.
Linie 503 Siegburg – Troisdorf – Spich – Uckendorf – Niederkassel – Ranzel – Lülsdorf Stahlenstraße
Linienweg: Unverändert
Fahrplan: Die bisherige Fahrplanlücke am Vormittag wird geschlossen. Montags bis freitags fährt die Linie zwischen Siegburg und Troisdorf Bahnhof den ganzen Tag über alle 20 Minuten. Zusammen mit der Linie 501 entsteht auf diesem Abschnitt so ein 10-Minuten-Takt. Zwischen Troisdorf Bahnhof und Lülsdorf fährt die Linie stündlich, wird aber morgens in Richtung Siegburg sowie an Schultagen nachmittags in beiden Richtungen ebenfalls auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet. Samstags werden sechs Fahrten pro Richtung nur zwischen Niederkassel und Spich angeboten. Ansonsten übernimmt abends und am Wochenende wie gehabt das Anruf-Sammeltaxi die Bedienung. Am Bahnhof Spich besteht zu allen Verkehrszeiten ein attraktiver Anschluss an die S-Bahnen in Richtung Köln und Siegburg.
Linie 163/550: Bonn Hbf – Rheidt – Niederkassel – Ranzel – Libur – Bahnhof Wahn
Linienweg: Die drei Linien 163, 504 und 550 werden miteinander vereinigt. Zwischen Bonn und Ranzel verkehrt diese neue Linie auf dem Weg der bisherigen Linie 550 und anschlie-ßend auf jenem der Linie 163 weiter nach Wahn. Fahrgäste der bisherigen Linie 163 zwischen Lülsdorf und Wahn können in Zukunft die Linie 164/501 nutzen, Fahrgäste der bisherigen Linie 550 zwischen Lülsdorf und Bonn die verbesserte Linie SB55. Für Fahrgäste der bisherigen Linie 504 aus Uckendorf steht die häufiger fahrende Linie 503 zur Verfügung, die in Spich an die S-Bahn anbindet.
Fahrplan: Das Angebot wird neu vertaktet und dabei stringent auf die S-Bahn am Bahnhof Wahn ausgerichtet. Von und nach Köln betragen die Umsteigzeiten grundsätzlich fünf Minuten. Montags bis freitags fährt die Linie tagsüber alle 20 Minuten, samstags tagsüber alle 30 Minuten sowie sonntags und abends alle 60 Minuten. An Schultagen erfolgt morgens zwischen Rheidt und Bonn eine Verdichtung auf einen 10-Minuten-Takt. Zusammen mit der Linie 501 entsteht zwischen Ranzel und Mondorf außerdem den ganzen Tag über ein angenäherter 10-Minuten-Takt.
Hinweis: Aus genehmigungsrechtlichen Gründen wird die Linie im Stadtgebiet Köln zukünftig mit der Nummer 163 ausgeschildert, im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn dagegen mit der Nummer 550. Die Fahrten verkehren aber selbstverständlich durchgehend.
Linie SB55 Bonn Hbf – Rheidt – Niederkassel – Ranzel – Lülsdorf Stahlenstraße
Linienweg: Unverändert. Zwischen Rheidt Nord und Lülsdorf Stahlenstraße werden jedoch in beiden Richtungen einheitlich alle Haltestellen außer Lülsdorf Schulzentrum angefahren.
Fahrplan: Die Linie verkehrt an allen Tagen mindestens im Stundentakt. Montags bis freitags wird das Angebot morgens in Richtung Bonn auf einen 20-Minuten-Takt verdichtet. An Schultagen gilt außerdem nachmittags ein 20-Minuten-Takt in beiden Fahrtrichtungen. Abends verkehrt die Linie nicht. Für Fahrgäste aus Bonn nach Lülsdorf wird stattdessen ein direkter Übergang zwischen den Linien 163/550 und 501 angeboten.
Bezüglich der Haltestellen kommt es zu folgenden Veränderungen:
- Die Haltestellen Mondorf Kirche und Mondorf Bergheimer Straße werden nicht mehr bedient, da die Linie 501 neu in beiden Richtungen über die Haltestellen Mondorf Ahrstraße und Mondorf Rosenthalstraße fährt.
- Die Zwischenendstation Rheidt Löwenburgstraße entfällt, da alle Fahrten der Linie 550 über Rheidt hinaus weiter bis Ranzel bzw. Wahn verkehren.
- Die Haltestelle Ranzel Gewerbegebiet kann aufgrund der Verknüpfung der Linien 163 und 550 nicht mehr bedient werden.
- Die Haltestelle Ranzel Schule der bisherigen Linie 163 heißt neu Ranzel Schulstraße, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Haltestelle in der Porzer Straße zu vermeiden.
Projektleitung
Rhein-Sieg-Kreis, Planungsamt, Abteilung 61.4
Umsetzungszeitpunkt
13. Dezember 2009
Fahrpläne finden Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt im Internet unter http://www.vrs-info.de
Liniengraphik - Buskonzept Niederkassel
Weitere wichtige Akteure im Nahverkehr des Rhein-Sieg-Kreises
Der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) beschreiten seit dem 01. Januar 2008 im Hinblick auf Planung, Betrieb und Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs einen gemeinsamen Weg.
Mit der Gründung des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (ZV NVR) haben die beiden Verbünde dazu in der konstituierenden Zweckverbandsversammlung am 19.12.2007 den Grundstein gelegt.
Während zuvor beide Verkehrsverbünde ihre Planungen und Bestellungen für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV; d.h. für S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress) auf die eigene Region ausrichteten, wird das Nahverkehrsangebot auf der Schiene nun für den gesamten Kooperationsraum geplant, organisiert und finanziert. D.h., der NVR ist nunmehr der Aufgabenträger für den SPNV und erstellt den entsprechenden Nahverkehrsplan – SPNV.
Gleichzeitig kommen Großprojekte wie zum Beispiel die Abwicklung der Fördermittel für die Nord-Süd-Stadtbahn in Köln auf den neuen Zweckverband zu.
Der gemeinsame Bereich reicht vom Oberbergischen bis zur deutsch-niederländisch-belgischen Grenze im Westen. In dieser Region leben fast 4,5 Millionen Menschen, deren Mobilitätsbedürfnis stetig wächst und das bereits seit Jahren nicht halt macht an Kreis- und Verwaltungsgrenzen.
Die operative Ausführung der Zweckverbandsaufgaben übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR).
Mit der Gründung des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland haben sich die Nahverkehrs-Verantwortlichen aus Aachen und der Region Rhein-Sieg auf einen gemeinsamen Weg begeben.
Die Verlagerung von Aufgaben und die damit einhergehende Bündelung von Kompetenzen wurde ausgelöst durch die Novellierung des Gesetzes über den öffentlichen Nahverkehr in NRW (ÖPNVG), das seit Januar 2008 in Kraft getreten ist.
Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) bleibt weiterhin bestehen und kümmert sich um die Tarifgestaltung, Einnahmeaufteilung sowie die Fahrgastinformation. Die Fahrplanauskunft für das gesamte Gebiet des VRS und somit auch für den Rhein-Sieg-Kreis finden Sie unter "Fahrpläne".
Für die konkrete Fahrplangestaltung sind die im Rhein-Sieg-Kreis verkehrenden Verkehrsunternehmen [Deutsche Bahn AG (DB AG), transregio EuRailCo (transregio), Oberbergische Verkehrsgesellschaft AG (OVAG) Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) und Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH (SWB) zuständig.
Bei Fragen zum Schülerverkehr sind zum einen die Verkehrsunternehmen zuständig, wenn die Schüler- und Schülerinnen im ÖPNV nach § 42 PBefG (d.h. „im normalen Linienverkehr“) befördert werden. Betrifft es Fragen im Bereich des sogenannten „freigestellten Schülerverkehrs“ wenden Sie sich bitte an die jeweils zuständigen Städte und Gemeinden bzw. den Schulträger.

