Landschaftsplan Nr. 2 "Bornheim"

2. Änderungsverfahren abgeschlossen - FFH-Gebiete eingearbeitet

Beschreibung des Plangebietes:

Das Plangebiet hat eine Größe von etwa 82 km² und umfaßt damit das gesamte Gebiet der Stadt Bornheim außerhalb der bebauten Bereiche. Das Gebiet des LP Nr. 2 wird geprägt vom Ville-Rücken im Westen, dem Löß bedeckten Villeabhang und der vorgelagerten Terrassenlandschaft der Rheinniederung. Diese Raumeinheiten wurden durch tektonische Vorgänge im Untergrund (Rhein- und Erftbecken sanken im Vergleich zum Ville-Rücken stärker ein) und durch das Wechselspiel von Warm- und Kaltzeiten während des Pleistozäns geschaffen. Insbesondere die Terrassenlandschaft wurde in diesem Zeitraum durch den Rhein geformt, der sich schrittweise bei stetiger Verlagerung seines Laufes immer tiefer in sein eigenes Kiesbett eintiefte. Hierbei blieben Verebnungen der Mittel- und Niederterrasse und die sie voneinander trennende Geländestufe (sog. Terrassenkante) zurück. Weitere Relikte aus vergangener Zeit sind die in die Terrassenfläche eingebetteten langgestreckten Senken, die sog. Alluvialrinnen. Es handelt sich dabei um Überreste alter Seitenarme des Rheines.
 

Verfahrensablauf

Der vom Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises am 29.06.1995 als Satzung beschlossene Landschaftsplan Nr. 2 "Bornheim" (LP Nr. 2) ist nach Genehmigung durch die Bezirksregierung am 06.07.1996 in Kraft getreten.

Im Zuge der 1. Änderung des Landschaftsplanes wurden die innerhalb des Plangebietes liegenden, der Europäischen Union als FFH-Gebiete gemeldeten Bereiche als Naturschutzgebiete festgesetzt (siehe Kapitel 1. Änderung). Die 1. Änderung erstreckte sich nur auf einen Teilbereich des Plangebietes und ist am 05. Juli 2005 in Kraft getreten. In den übrigen Planbereichen gilt weiterhin der seit dem 06.07.1996 rechtskräftige Landschaftsplan.
Im Rahmen der 2. Änderung des Landschaftsplanes wurden sechs bis dahin als Naturdenkmale ausgewiesene Einzelbäume (Festsetzungen 2.3-1 , 2.3-2, 2.3-6 und 2.3-10) aus der Naturdenkmalliste gestrichen. Die Bäume sind keine Naturdenkmale mehr. Die 2. Änderung des Landschaftsplanes ist am 16.06.2006 in Kraft getreten.
 

Gesamtfassung des Landschaftsplanes Nr. 2 - Stand 2. Änderung (August 2007)


Zur besseren Lesbarkeit hat der Rhein-Sieg-Kreis den ursprünglich nur analog vorliegenden Landschaftsplan in der Fassung vom 29. 6.1995 unter Einarbeitung der zwischenzeitlich erfolgten Landschaftsplanänderungen (siehe oben) digitalisieren lassen. Es handelt sich hierbei um eine nachrichtliche Darstellung. Zur besseren Lesbarkeit wurden, entgegen der ursprünglichen Fassung, die Entwicklungsziele und Festsetzungen auf unterschiedlichen Karten dargestellt. In den Festsetzungskarten sind die entfallenen Naturdenkmale (sechs Bäume, siehe oben) bereits nicht mehr dargestellt. In die textliche Darstellung konnte die 2. Änderung jedoch noch nicht eingearbeitet werden; sie enthalten daher noch die betroffenen Naturdenkmal-Festsetzungen im Text, obwohl diese keine Gültigkeit mehr haben.
Der Landschaftsplan besteht nunmehr aus der Entwicklungskarte, der Festsetzungskarte sowie einem Textteil. Nachrichtlich ist eine Anlagenkarte beigefügt. Auf dieser ist der Bereich der 1. Änderung mit FFH-Gebietsvorschlag dargestellt.
 

Hinweise zum Bezug der Gesamtfassung des Landschaftsplanes Nr. 2


In der Spalte rechts können Sie die Gesamtfassung des Landschaftsplans Nr. 2 „Bornheim“ einsehen und herunterladen:
 
  • Textliche Darstellungen und Festsetzungen mit Erläuterungsbericht
     
  • Entwicklungskarte  (Maßstab 1:20.000)
     
  • Festsetzungskarten West und Ost  (Maßstab 1 : 10.000)
     
  • Anlagenkarte         (Maßstab 1:20.000)

 

Landschaftsplan Nr. 2 1. Änderung ( 5. Juli 2005)


 
Am 21. Mai 1992 beschlossen die Mitgliedsstaaten der EU die "Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen", („Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“ - kurz „FFH-Richtlinie“- siehe dazu "Landschaftsplanung im Rhein-Sieg-Kreis") . 

Mit dem Inkrafttreten der „FFH-Richtlinie“ im Juni 1992 ist erstmals ein umfassendes rechtliches Instrumentarium zum Lebensraum- und Artenschutz in der Europäischen Union geschaffen worden. Das europäische Schutzgebietssystem "Natura 2000" ist in Deutschland mit der Umsetzung in nationales Recht im April 1998 rechtsverbindlich und schließt außer den FFH-Gebieten auch die Gebiete nach der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) des Rates vom 2. April 1979 zur "Erhaltung der wildlebenden Vogelarten" mit ein.

Die “FFH-Richtlinie” gab die Kriterien vor, nach denen das Land Nordrhein-Westfalen via Bundesregierung die sogenannten „FFH-Gebiete“ nach Brüssel meldete. Anlass für die 1. Änderung des Landschaftsplans Nr. 2 ist die naturschutzrechtliche Sicherung des vom Land Nordrhein-Westfalen an die EU im Rahmen der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21.05.1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. L 206/7 vom 22.07.1992) („FFH-Richtlinie“) gemeldeten FFH-Gebietes „Villewälder bei Bornheim“ (DE-5207-304).

Am 27. Juni 2002 faßte der Kreistag den Änderungsbeschluss für den Landschaftsplan Nr. 2.

Die 1. Änderung bezieht sich ausschließlich auf die in der Entwicklungs- und Festsetzungskarte durch „Grenze des Änderungsbereiches“ abgegrenzten Flächen des Änderungsbereiches. Die 1. Änderung dient der Umsetzung der „FFH-Richtlinie“ 92/43/EWG des Rates vom 21.05.1992. Sie trat am 5. Juli 2005 in Kraft.

 

Hinweise zum Bezug des Landschaftsplanes - Stand 1. Änderung

In der Spalte rechts können Sie die 1. Änderung des Landschaftsplans Nr. 2 „Bornheim“ einsehen und herunterladen:
 
  • Textliche Darstellungen und Festsetzungen mit Erläuterungsbericht
     
  • Entwicklungs- und Festsetzungskarte des Änderungsbereiches (Maßstab 1 : 10.000)
     
  • Anlagenkarte  (Maßstab 1:20.000)

 

Landschaftsplan Nr. 2 2. Änderung


Im Rahmen der 2. Änderung des Landschaftsplanes wurden sechs bis dahin als Naturdenkmale ausgewiesene Einzelbäume (Festsetzungen 2.3-1 , 2.3-2, 2.3-6 und 2.3-10) aus der Naturdenkmalliste gestrichen. Die Bäume sind keine Naturdenkmale mehr. Die 2. Änderung des Landschaftsplanes ist am 16.06.2006 in Kraft getreten. Der Text der 1. Änderung wurde nicht geändert (siehe oben).