Gewalt ist keine Privatsache

Häusliche Gewalt, Runder Tisch gegen häusliche Gewalt, Wohnungswegweisung, Opferschutz, Opferhilfehandbuch

Gewalt ist keine Privatsache

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt im Rhein-Sieg-Kreis

Was durch die Frauenbewegung vor 30 Jahren in Deutschland mit der Gründung von Frauenhäusern und gewalt_privFrauenberatungsstellen in Gang gesetzt wurde, findet durch die Verabschiedung des Gewaltschutzgesetzes 2002 den rechtlichen Rahmen für die Ächtung häuslicher Gewalt. Mit der Einführung der Wohnungsverweisung im Polizeirecht schuf die Landesregierung die für die Polizei erforderlichen Interventionsmöglichkeiten um Gewalttäter für eine Woche aus der Wohnung zu verweisen.

Die opfergerechte Umsetzung dieser gesetzlichen Grundlagen erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit aller an der Interventionskette zur häuslichen Gewalt beteiligten Institutionen.

Seit 2002 arbeitet im Rhein-Sieg-Kreis „Runder Tisch gegen häusliche Gewalt“ mit dem Ziel die örtlich beteiligten Institutionen zu vernetzen, die Kooperation zu verbessern und die Öffentlichkeit zusensibilisieren.

Eine viersprachige Broschüre „Information häusliche Gewalt“ informiert über:
die Rechte der Betroffenen,
die Schutzmöglichkeiten durch die Polizei,
Hinweise wie Sicherheitsmaßnahmen selbst getroffen werden können und
wo Beratung und Unterstützung zu finden sind.

Ein Informationskärtchen Ich bin die Treppe runtergefallen und habe mich verletzt in Scheckkartengröße gibt kurz und knapp Tipps zu häuslicher Gewalt und auch für die Sicherheit.

„Trennung – ein erhöhtes Risiko für Gewalt. Hilfen für Frauen im Rhein-Sieg-Kreis“  Prof. Dr. Barbara Kavemann referierte bei einer Fachveranstaltung für die Mitglieder des „Runden Tisches“ zum Thema Trennung in Gewaltbeziehungen. Sie stellte dar, dass eine Trennung in Gewaltbeziehungen ein erhöhtes Risiko für Gewalt beinhaltet. Für Frauen in dieser gefährlichen Situation ist es besonders wichtig, Sachinformationen zu erhalten. Mit dem Informationsflyer „Trennung – ein erhöhtes Risiko für Gewalt. Hilfen für Frauen im Rhein-Sieg-Kreis“ entspricht der „Runde Tisch“ diesem spezifischen Bedarf.

Die Broschüre Zwangsheirat – wenn andere entscheiden, wen man lieben soll informiert über Zwangsheirat, Gründe, wenn ich einen Verdacht habe, vorbeugenden Maßnahmen und Beratungsstellen die weiterhelfen.

Hier finden Sie Informationen über den Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Rhein-Sieg-Kreis!

Alle Broschüren sind bei der Gleichstellungsstelle des Rhein-Sieg-Kreises, bei den Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden im Rhein-Sieg-Kreis und bei den Frauenberatungsstellen kostenlos erhältlich.

 

Hilfetelefon: 08000-116 016

Von Gewalt betroffene oder bedrohte Frauen, Angehörige, Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte können sich an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen wenden.
Sie erhalten eine Erstberatung und werden über regionale Unterstützungseinrichtungen informiert.

Das Telefon steht Ihnen rund um die Uhr anonym und vertraulich zur Verfügung, es ist kostenlos, barrierefrei und bietet mehrsprachige Beratung mit Hilfe von Dolmetscherinnen an.

Außerdem gibt es ein Onlinehilfeangebot: www.hilfetelefon.de


Arbeitskreis Opferschutz Bonn / Rhein-Sieg

Dies ist ein Zusammenschluss interschiedlicher Institutionen und Fachkräfte aus dem Raum Bonn / Rhein-Sieg, die mit Opfern arbeiten oder sich für deren Belange einsetzen. Gemeinsames Anliegen ist es, Opfer von Gewalttaten besser zu schützen und Hilfestrukturen zu verbessern.

Zur Information und Sensibilisierung über die Situation von Opfern fand am 15. November 2003 in Königswinter ein Symposium Opferschutz in der Region Bonn/Rhein-Sieg statt.
Gegenstand waren die Inhalte:
Überfall- und Unfallhilfe,
Möglichkeiten und Grenzen der Diagnostik und Therapie betroffener Kinder und
Jugendlicher und psychotherapeutische Möglichkeiten bei posttraumatischen Belastungsstörungen.
DieDokumentation des Symposiums Opferschutz in der Region Bonn/Rhein-Sieg steht Ihnen als pdf - Datei zur Verfügung.

Das Projekt Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat - ASS nimmt auf die Situation von Opfern sexueller Gewalt und deren Verfassung Rücksicht, gleichzeitig ermöglicht es aber eine spätere Strafverfolgung.
Opfer einer Sexualstraftat befinden sich in einer körperlich und psychisch schwierigen Situation. Dank ASS müssen sie nicht sofort die Frage beantworten, will ich Anzeige erstatten und trotzdem können die Spuren der Sexualstraftat gesichert werden.

Die wichtigen Infos erhalten Sie im Flyer!

Aktuell hat der Arbeitskreis Opferschutz Bonn / Rhein-Sieg ein Opferhilfehandbuch für die Region erstellt. Das Opferhilfehandbuch stellt die Hilfsangebote für Opfer und Angehörige – aber auch für Fachkräfte - unterschiedlicher Gewalttaten, Unfällen oder anderer Traumatisierungen in gebündelter, anschaulicher und übersichtlicher Form dar.

 

Kölner Hilfe bei Gewalt

Sind Sie in Ihrem persönlichen Umfeld von Gewalt betroffen?

Werden Sie unterdrückt?

REDEN!!!

Hilfe erfahren Sie auf der Seite des Kölner Netzwerkes gegen häusliche Gewalt !

In 10 verschiedenen Sprachen bietet die Internetseite Infomation und Hilfestellung an.