Demographischer Wandel bei kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Bonn/Rhein-Sieg
Aktuelle Studie fertig gestellt
Jedes zweite klein- und mittelständische Unternehmen in der Region Bonn / Rhein-Sieg fühlt sich nicht ausreichend über die Auswirkungen des demografischen Wandels informiert.
Das ist ein zentrales Ergebnis der gerade abgeschlossenen, repräsentativen Untersuchung der Management consult GmbH bei über 700 klein- und mittelständischen Unternehmen in der Region Bonn / Rhein-Sieg zu den Chancen und Risiken des demografischen Wandels.
Ein Ziel der in Kooperation mit der IHK Bonn, der Wirtschaftsförderung Bonn und Rhein-Sieg sowie der Regionalagentur Rhein-Sieg durchgeführten Untersuchung lag darin, die Erwartungshaltung, die Anforderungen und die wirtschaftlichen Chancen für die Unternehmerschaft in der Region Bonn / Rhein - Sieg aufgrund des demografischen Wandels aufzuzeigen.
„Gut 40% der befragten Unternehmen gaben immerhin an, dass sie aufgrund des demografischen Wandels konkrete Konsequenzen für ihr Unternehmen erwarten. Die Konsequenzen beziehen sich z.B. auf die Personalstruktur des Unternehmens, auf den drohenden Know-how Verlust durch das Ausscheiden von älteren Mitarbeitern oder auf die notwendigen Anpassungsprozesse an die zukünftig veränderte Altersstruktur der Kundschaft“, so Sarah Kudermann, die verantwortliche Projektleiterin bei der Management consult GmbH.
Fast jedes vierte der befragten Unternehmen wünscht sich mehr Aufklärung über geeignete „Gegenmaßnahmen“ zur Bewältigung des demografischen Wandels. Gut die Hälfte der Unternehmen erwartet hier eine gezieltere Aufklärungsarbeit durch das Land, den Bund und die Kammern. Verstärkt nachgefragt werden auch entsprechende Beratungsangebote.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen ebenfalls, dass das wirtschaftliche Potenzial einer zunehmend älteren Kundschaft von den Unternehmen der Region durchaus erkannt wird. Die größte Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region Bonn / Rhein-Sieg ist bereits jetzt die Gruppe der über 45 Jährigen. Allerdings hat erst ein Fünftel der befragten Unternehmen hierauf schon mit einer geänderten Kommunikations- und Produktpolitik reagiert. „Gerade dies zeigt deutlich, dass durch ein spezifisches Marketing die wirtschaftlichen Potentiale des demografischen Wandels von den Unternehmen noch stärker genutzt werden können“, so Sarah Kudermann.
Der demografische Wandel verändert auch die Alterstruktur der Unternehmen: Die Mitarbeiter werden zunehmend älter, junge Fachkräfte sind zukünftig noch schwieriger zu finden.
Die befragten Unternehmen der Region Bonn / Rhein-Sieg schätzen mehrheitlich die Erfahrung und das Wissen ihrer älteren Beschäftigten. Fast jedes zweite Unternehmen bewertet gerade die Erfahrung älterer Beschäftigten als wichtigen Wertschöpfungsbeitrag. Als eine Herausforderung des demografischen Wandels ist hierbei die systematische Weitergabe des Fachwissens von älteren Mitarbeitern. Hier fehlt es den Unternehmen der Region noch an zukunftsgerichteten Lösungen.
Die komplette Studie finden Sie hier zum Download (pdf 2,5 mb)
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