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Beschäftigte

Trotz seiner zweifachen strukturpolitischen Belastung – Berlin-Umzug von Parlament und Teilen der Regierung sowie Arbeitsplatzabbau in der Industrie – kann der Rhein-Sieg-Kreis eine außerordentlich positive Arbeitsplatzbilanz aufweisen.

Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 1991 auf Landes- wie auf Bundesebene deutlich zurückgegangen (NRW: -3,9 Prozent, D: -5,9 Prozent) ist, konnte sie im gleichen Zeitraum im Rhein-Sieg-Kreis um +15,2 Prozent gesteigert werden. Dabei weisen 14 der insgesamt 19 kreisangehörigen Städte und Gemeinden eine expansive Arbeitsplatzentwicklung auf.

Hinter dem positiven Beschäftigungssaldo im Kreisgebiet verbergen sich erhebliche strukturelle Veränderungsprozesse, die von einem deutlichen Wandel vom Industrie- zum Dienstleistungssektor geprägt sind. Während die Industrie seit Anfang der 90er Jahre rund 33 Prozent der Arbeitsplätze abgebaut hat, sind die Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr um rund 38 Prozent und die übrigen Dienstleistungen sogar um über 82 Prozent gewachsen.

Die hohen Zuwachsraten im tertiären Sektor sind ein Beleg für Ausmaß und Tempo des sektoralen Strukturwandels an Rhein und Sieg. Sie dokumentieren zugleich den Erfolg des Rhein-Sieg-Kreises bei seiner Umstrukturierung zu einer Region mit einer zukunftsorientierter Wirtschaftsstruktur, in der moderne Dienstleistungsunternehmen mittlerweile zwei Drittel aller Arbeitsplätze stellen.


 

Statistische Daten zur Beschäftigtensituation (pdf):