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LEADER-Region

Der Rhein-Sieg-Kreis startet mit sieben Kommunen in die Bewerbung als LEADER-Region „Vom Bergischen zur Sieg“!



LEADER-Bewerbung des Kreises leider nicht erfolgreich

Mit großem Bedauern haben der Rhein-Sieg-Kreis und die Kommunen im östlichen Rhein-Sieg-Kreis (Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Hennef, Eitorf und Windeck) die Mitteilung durch Landesumweltminister Johannes Remmel zur Kenntnis genommen, dass ihre Bewerbung als neue LEADER-Region “Vom Bergischen zur Sieg“ vom 16. Februar 2015 im Rahmen des nordrhein-westfälischen Programms "Ländlicher Raum" leider nicht erfolgreich gewesen ist. Minister Johannes Remmel hat dies am 21.05.2015 Landrat Sebastian Schuster schriftlich mitgeteilt.

Gleichwohl hat Minister Remmel in seinem Schreiben erklärt, dass er bemüht sei, auch unsere Region in nächster Zeit konkret zu unterstützen. Grundsätzlich sei eine Unterstützung zur Weiterentwicklung unserer LEADER-Konzeption möglich. Derzeit bemühe er sich um Umschichtungen von europäischen Mitteln in der laufenden Förderperiode, wie auch um weitere geeignete Maßnahmen. Über den positiven Ausgang solcher Bemühungen könne aber leider zur Zeit noch keine Aussage getroffen werden.


LEADER-Bewerbung fristgerecht beim Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW eingereicht

Die kompletten LEADER-Bewerbungsunterlagen der Region „Vom Bergischen zur Sieg“, hierzu gehörte insbesondere die Regionale Entwicklungsstrategie sind am 16.02.2015 beim zuständigen Ministerium in Düsseldorf fristgerecht eingereicht worden.

Die Kurzfassung der Regionalen Entwicklungsstrategie kann hier eingesehen werden. Ebenfalls ist der regionale Beteiligungsprozess von August 2014 bis Februar 2015, der letztendlich zu der Regionalen Entwicklungsstrategie geführt hat, hier noch einmal dargestellt. An dieser Stelle ist allen Bürgerinnen und Bürgern, örtlichen Vereinen und Organisationen, Mitarbeitern der 7 Stadt- und Gemeindeverwaltungen und politischen Mandatsträgern sowie regionalen Behörden und Institutionen zu danken, die äußerst aktiv, engagiert und konstruktiv an dem breit angelegten Beteiligungsprozess mitgewirkt haben, der Dank der professionellen Unterstützung des Büros Grontmij GmbH auch zu einem sehr guten Ergebnis geführt worden ist.

Nach Auskunft des Ministeriums sind dort insgesamt 43 LEADER-Bewerbungen eingegangen. Mit einer Entscheidung, welche Regionen vom Land NRW ausgewählt werden, ist bis etwa Juni 2015 zu rechnen. Die Region „Vom Bergischen zur Sieg“ hofft auf einen Erfolg ihrer Bewerbung. Im Erfolgsfalle ist an die folgende zukünftige Organisation der regionalen Partnerschaft und weiteren Zusammenarbeit als LEADER-Region gedacht (siehe hier das zukünftige Organigramm). Sobald die Entscheidung des Landes NRW vorliegt, wird diese auch hier bekanntgegeben.



Ergebnisvermerk zur Strategiewerkstatt zur LEADER-Bewerbung der Region „Vom Bergischen zur Sieg“ am 21.10.2014 in Much

Die sieben Kommunen Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth im Bergischen Rhein-Sieg-Kreis sowie Eitorf, Hennef und Windeck im Siegtal bewerben sich gemeinsam als Region „Vom Bergischen zur Sieg“ um die Anerkennung als sogenannte LEADER-Region für die neue EU-Förderperiode 2014-2020. Der Rhein-Sieg-Kreis unterstützt sie dabei. Das EU-Programm LEADER fördert ländliche Regionen bei Investitionen in deren wirtschaftliche Entwicklung. Das Land NRW wird die Anzahl der LEADER-Regionen von bislang zwölf deutlich aufstocken und stellt hierfür erhebliche finanzielle Fördermittel bereit. Die Region „Vom Bergischen zur Sieg“ will sich als eine dieser neuen LEADER-Regionen positionieren und sich damit für die Zukunft rüsten. Dafür muss sie sich zunächst in einem nun laufenden Wettbewerb der Bewerberregionen durchsetzen. Zentrales Element der Bewerbung ist eine „Lokale Entwicklungsstrategie“, die bis Ende des Jahres erstellt werden wird.

  • Zur Auftaktveranstaltung am 17.09.2014 in der Meys Fabrik in Hennef finden Sie hier den Ergebnis-Vermerk. 
  • Den Themensteckbrief für konkrete LEADER-Projekte gibt es hier
  • Den vorgesehenen Projektablauf und Beteiligungsprozess können Sie hier einsehen.

Bei Fragen oder Anregungen zum LEADER-Prozess „Vom Bergischen zur Sieg“ stehen Ihnen folgende AnsprechpartnerInnen gern zur Verfügung:

Rhein-Sieg-Kreis
Hans-Peter Hohn, Tel. 02241-13-2777, hans-peter.hohn@rhein-sieg-kreis.de
Brigitte Kohlhaas, Tel. 02241-13-3659, brigitte.kohlhaas@rhein-sieg-kreis.de

Beratungsbüro Grontmij GmbH, Bonn:
Harald Wedel Tel. 0228-72631-23, harald.wedel@grontmij.de


Strategiewerkstatt zur LEADER-Bewerbung in Much am 21.10.2014
Die Strategie der Region „Vom Bergischen zur Sieg“ nimmt Formen an!

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Schon bei der Auftaktveranstaltung am 17.09.2014 in der Meys Fabrik in Hennef hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sich über LEADER informiert und viele Ideen und Projektvorschläge eingebracht. Am vergangenen Dienstag wurde nun in einer offenen Strategiewerkstatt die Zielrichtung der Entwicklungsstrategie diskutiert und verfeinert. Bürgermeister Norbert Büscher begrüßte die rd. 100 Anwesenden in der Aula des Schulzentrums Much. Er wies darauf hin, dass an Andrang von Regionen, die sich um eine LEADER-Förderung bewerben, stetig gestiegen ist, so dass ein harter Wettbewerb zu erwarten ist. Deshalb solle der Abend genutzt werden, um gemeinsam die Besonderheiten der Region herauszustellen und das hohe Engagement zu dokumentieren.

Harald Wedel vom begleitenden Büro Grontmij aus Bonn gab einleitend einen Überblick zum Stand der LEADER-Bewerbung. Auch nach der Auftaktveranstaltung waren zahlreiche Anregungen und Themenvorschläge von engagierten Akteuren eingegangen. Auf Grundlage dieser Beiträge und der Gebietsanalyse wurden die Stärken/Schwächen und die Chancen/Risiken der Region herausgearbeitet und den Anwesenden vorgestellt. Diese konnte dazu Ergänzungen und Anmerkungen einbringen. Das Büro präsentierte einen Vorschlag zum überordneten Zielsystem der Strategie. Der Vorschlag war auch vorab zur Information im Internet eingestellt worden. Hierzu brachten die Anwesenden in der anschließenden Feedback-Phase viele Meinungen und kreative Ergänzungs- und Änderungsvorschläge ein. Es bestand Einigkeit, dass dabei die Vielfalt der Region herausgestellt werden soll, die intakte Landschaft, die kulturellen Werte oder das besonders aktive Vereinsleben. Von anderen, stark ländlichen Regionen kann sich die Region „Vom Bergischen zur Sieg“ abheben durch die Nähe zum Wachstumsraum am Rhein mit Städten wie Bonn, Köln oder Siegburg. Hiervon profitiert die Region, z.B. durch Arbeitsmöglichkeiten, bietet den Städtern andererseits attraktive Wohn-, Natur-, Freizeit und Kulturangebote.

Auf die größte Zustimmung stieß die Leitmotto –Variante:
„Vitale Region mit hoher Lebensqualität in der Nähe zum Ballungsraum Bonn/Köln“.

Aber auch hier werden noch weitere Abwandlungen oder Verfeinerungen geprüft.
In der weiteren Arbeitsphase der Werkstatt bildeten sich thematische Tische zu 6 vorgesehenen Handlungsfeldern:
 Stärkung lebendiger Ortschaften mit bedarfsgerechten Versorgungsnetzen (einschl. Gesundheit).
 Bereitstellung guter Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.
 Ermöglichung von Mobilität und guter infrastruktureller Vernetzung.
 Generierung von Wertschöpfung aus regionalen Potenzialen (Energie, Produkte etc.).
 Sicherung einer hochwertigen Tourismus-, Kultur- und Umweltqualität.
 Stärkung von Jugend, Frauen, Familie und Ehrenamt.

In den intensiven Diskussionen an den Tischen wurden inhaltliche Akzente gesetzt wie z.B. Nutzung alter Gebäude (Fachwerkhäuser) als Schulungsorte für Kurse, z.B. für altes Handwerk, für Mundart etc., Gesundheitszentren in interkommunaler Trägerschaft, Freiräume für Kinder in den Orten, Dorfladen mit Treffpunkt, insb. Dienstleistungstauschbörse und „Oma/Opa-Dienst“ für Alleinerziehende, Querschnittsthema Barrierefreiheit und Inklusion (über die schulischen Aspekte hinaus), Kommunales Mobilitätsmanagement für Senioren, Gesundheitsprävention für Jugendliche, Jugendkulturförderung und Mitsprache, Service-Kräfte-Schule (Gastronomie) mit überkommunaler Ausstrahlung, gemeinsame „Ideenfabrik“ von Unternehmen, wohnortnaher Arbeitsplätze, insb. für Frauen, Vermarktungsinitiative Streuobst, Pilotanlage zur energetischen Verwertung von Reststoffen, ggf. mit Umwandlung von Strom in Gas, Mehrgenerationenhäuser oder Wanderbusse.

Die Ergebnisse werden nun aufbereitet und in der begleitenden Lenkungsgruppe diskutiert. Als nächste Schritte werden die besonderen Schwerpunktthemen der Region in vertiefende Gesprächsrunden mit Experten weiter ausgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk der LEADER-Strategie wird auf den Entwicklungsperspektiven für Jugendliche liegen. Fest eingeplant ist deshalb ein gesonderter Jugendworkshop, in dem die Wünsche und Handlungsmöglichkeiten aus Sicht der jungen Menschen gezielt beleuchtet werden. Bei der Ergebniswerkstatt Ende des Jahres sind dann wiederum alle Interessierten eingeladen, die konkreten Inhalte der Strategie zu diskutieren.

Zum Abschluss zog der Ruppichterother Bürgermeister Mario Loskill ein ganz persönliches Fazit. Nach seinem Empfinden der Veranstaltung hatte er die Abkürzung LEADER kurzerhand neu definiert, nämlich: Lebendig – Engagiert – Aktiv – Dynamisch – Ernsthaft – Regional. Der Kreativität waren bei der Werkstatt also keine Grenzen gesetzt.
 

Zeitungsartikel


"LEADER"-Wettbewerb
Projekt soll den Aufschwung bringen
29.01.2015, General-Anzeiger

Sieben Kommunen wollen EU-Fördermittel für ländliche Entwicklung nutzen

Bergischer Rhein-Sieg-Kreis will LEADER-Region werden
SU&BN kontakt, Ausgabe Nov/Dez 2014

Viele Bewerber für viel Geld
Leader-Region „Vom Bergischen zur Sieg“
24.09.2014, Rhein-Sieg-Anzeiger