Mit erneuerbarer Energie in die Zukunft !

Können wir tatsächlich davon ausgehen, in der Zukunft nachhaltig ausreichend mit Energie versorgt zu sein? Ist das Preisniveau berechenbar? Wie sieht es dabei mit dem Erhalt unseres Klimas und der Umweltverträglichkeit aus? Welche Alternativen zu Öl und Erdgas gibt es und welche Potenziale an regenerativen Energien schlummern im Kreisgebiet? Mit seinem Projekt „EnergieRegion Rhein-Sieg“ hat der Rhein-Sieg-Kreis die Themen „Erneuerbare Energien“ und „Energieeffizienz“ zu Top-Themen für die weitere Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung gemacht.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien, der mit einem beschleunigten Ausstieg aus der Kernernergie noch an Dynamik gewinnen wird, findet überwiegend in der Fläche statt. Ausreichend verfügbare, preislich berechenbare und klimaerhaltende Energieversorgung ist zudem ein Standort- und Umweltfaktor von zentraler Bedeutung. Zugleich ist damit auch die Wachstumsstärke des Wirtschaftsstandortes Rhein-Sieg-Kreis auf das engste verknüpft.

Klimaschutz, hohe Energiepreise sowie Fragen der Importabhängigkeit und Versorgungssicherheit veranlassen ein Umdenken in unserer Energieversorgung bei Unternehmen und privaten Haushalten.
Dabei werden heimische erneuerbare Energien für die künftige Energieversorgung eine weitaus größere Rolle spielen als bisher. Von grundlegender Bedeutung ist es daher, eine nachhaltige Ausbaustrategie zu entwerfen, um verfügbare Ressourcen heimischer erneuerbarer Energien identifizieren und nutzen zu können.
Die erneuerbaren Energiepotenziale sind:

  • Solarenergie, als Solarthermie vor allem bei der Warmwasserzubereitung eingesetzt sowie als Fotovoltaik zur Umwandlung in elektrische Energie und Einspeisung des erzeugten Stromes ins Stromnetz,
  • Oberflächennahe Geothermie (Erdwärme) zur direkten Nutzung zum Heizen und Kühlen von Gebäuden, vor allem im Bereich der Naubauten einsetzbar (meist als Wärmepumpenheizung),
  • Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus organischen Abfällen zur Wärme- und Kälteerzeugung oder zur Biogaserzeugung,
  • Windkraft zur Stromerzeugung,
  • Wasserkraft zur Stromerzeugung.

Und so könnte es in ferner Zukunft im Rhein-Sieg-Kreis aussehen: Solar- bzw. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern von Schulen und Verwaltungsgebäuden, Heizen mit Erdwärme im Kreishaus und in allen Rathäusern in Kombination mit kleinen Blockheizkraftwerken zur Wärme- und Stromversorgung der privaten Haushalte, Windparks an geeigneten Standorten.

Ein Beleg für die zeitgemäße Klimapolitik des Kreises ist das Solardachkataster im Rhein-Sieg-Kreis, das zugleich das größte in Deutschland ist. Seit April 2010 können Hausbesitzer und Gewerbetreibende im Rhein-Sieg-Kreis schnell und kostenlos unter www.rhein-sieg-solar.de herausfinden, ob das Dach ihres Wohn- oder Betriebsgebäudes dafür geeignet ist, Solarenergie zu gewinnen. Die interaktive Karten- und Luftbilddarstellung mit einer Farbskala von rot über orange bis gelb lässt sofort erkennen, welche Dächer im Kreisgebiet in welchem Maße für eine Fotovoltaikanlage (zur Stromgewinnung) oder für eine Solarthermieanlage (zur Gewinnung von warmem Wasser) nutzbar sind. Darüber hinaus sind im Solardachkataster für jedes erfasste Dach mittels Wirtschaftlichkeitsrechnung konkrete Werte und Informationen zur Fotovoltaiknutzung abrufbar. Wie viele Quadratmeter an Modulen können sinnvoll installiert wurden? Welcher jährliche Stromertrag ist zu erwarten und wie hoch kann das jährliche Einsparpotenzial an CO2 sein? Diese und viele andere Fragen lassen sich auf der Internetseite direkt und unbürokratisch klären. Das Solardachkataster liefert somit eine komfortable Erstinformation für interessierte Bürger, Unternehmer und das regionale Handwerk. Würden alle wirtschaftlich nutzbaren Fotovoltaikanlagen installiert, entspräche das einem Investitionsvolumen von mehr als drei Milliarden Euro. Dies allein zeigt, welches wirtschaftliche Potential in den erneuerbaren Energien für die heimischen Unternehmen, insbesondere das Handwerk, steckt.
Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein zentrales Element einer erfolgreichen Energiewende.

Informationen zur kreiseigenen Gebäudesanierung erhalten Sie hier.