Sicher leben im Rhein-Sieg-Kreis
Als Landrat des Rhein-Sieg-Kreises bin ich auch Leiter der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg mit ihren rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Doppelfunktion garantiert die effiziente Zusammenarbeit der Kreispolizei Rhein-Sieg mit anderen Behörden und Institutionen in meinem Zuständigkeitsbereich.
Wer schon einmal einen Einbruch erlebt hat oder überfallen wurde, fühlt sich nie mehr sicher. Aber auch Menschen, die eine solche Erfahrung nicht machen mussten, haben oft Angst an bestimmten (öffentlichen) Plätzen oder in bestimmten Situationen. Wer sich, in welcher Form auch immer, vor Kriminalität fürchtet, dessen Lebensqualität ist empfindlich eingeschränkt.
Innere Sicherheit ist ein Thema, das in der Öffentlichkeit immer wieder diskutiert wird. Kriminalität wird als Bedrohung empfunden.
Der Rhein-Sieg-Kreis gehört zu den sichersten Regionen in Nordrhein-Westfalen. Die Gefahr, hier Opfer einer Straftat zu werden, liegt um 24% niedriger als im Landesdurchschnitt - doch für diejenigen, die zum Opfer geworden sind, ist dies eine eher abstrakte Zahl.

Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg hat stets oberste Priorität. Dies prägt auch die Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis und anderen Behörden und Institutionen des Kreises. Wir haben die Polizeipräsenz in den Städten und Gemeinden unseres Kreises kontinuierlich erhöht. 2008 wurde die Polizei behördenintern neu strukturiert: An die Stelle der bisher rein regionalen Aufteilung der polizeilichen Arbeit sind die nach ihren jeweiligen Kernaufgaben organisierten Direktionen getreten. Diese Bündelung von Fachkompetenz wirkt sich positiv auf die regionale Vernetzung und damit auf die Sicherheit in unserem Kreis aus. (s. Info-Kasten am Ende des Textes).
Um die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Institutionen zu optimieren, hat die Kreispolizeibehörde im Rhein-Sieg-Kreis eine Kommunale Sicherheitskonferenz ins Leben gerufen. Auf der Basis von Verkehrsunfallstatistiken, Kriminalitätsauswertungsberichten, aktuellen Zahlen aus dem polizeilichen Einsatzgeschehen, aber auch aus Erfahrungswerten und Informationen aus den Ämtern der Kommunalverwaltungen unseres Kreises erarbeitet die Polizeibehörde im Rahmen der Kommunalen Sicherheitskonferenz gemeinsam mit den Kommunen Handlungsfelder und gemeinsame Ansatzpunkte, um bekannte Kriminalitätsschwerpunkte mit Hilfe aller Beteiligten zu verbessern. Notwendige organisatorische Maßnahmen effizient zu koordinieren, ist Sinn und Zweck dieser Zusammenarbeit.
Zum sicheren Leben im Rhein-Sieg-Kreis gehört, dass die Bürgerinnen und Bürger sich sicher fühlen - und dass sie wirklich sicher sind. Darum sind eine starke Polizeipräsenz - das heißt, eine große Anzahl von Polizeiwachen und Bezirksbeamten und eine orts- und bürgernahe Polizei zur Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls vor allem in Angsträumen – sowie effektive Prävention unabdingbar. Die Vermeidung von Kriminalität und die konsequente Verfolgung von Straftätern unter Heranziehung modernster Methoden – wie zum Beispiel die weitere intensive Nutzung der DNA-Analyse, die sich als „das“ Beweismittel des 21. Jahrhunderts bewährt hat - ist dabei die Grundlage für den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Straftätern. Offene Videoüberwachung an Kriminalitätsbrennpunkten - unter strikter Beachtung des Datenschutzes – ist ein weiteres Element zur Steigerung der objektiven wie auch subjektiven Sicherheit.
Auch die Bürgerinnen und Bürger selbst können dabei maßgeblich mithelfen: Wer einen Einbruch oder verdächtige Personen auf Grundstücken beobachtet, einen Überfall sieht oder andere Beobachtungen macht, kann der Polizei sehr helfen, wenn er ein Kfz-Kennzeichen notiert oder direkt 110 anruft. Auch wenn der Verdacht nur vage ist – lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig, lautet das Motto der Kreispolizei. Mit Beginn der „dunklen Jahreszeit“ haben jetzt auch wieder die Langzeiteinsätze zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen begonnen. Diese Einsätze umfassen verstärkte Kontrollen, verdeckte Überwachung und Präventionsmaßnahmen. Auch hier ist die Polizei auf die Mithilfe aller angewiesen! Nur wenn alle Hand in Hand zusammenarbeiten, kann ein hohes Maß an Sicherheit erreicht werden.
| Neuorganisation der Polizei Mit über 250 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ist der Bereich „Gefahrenabwehr/Einsatz“ personell am stärksten ausgerichtet. Ihre Hauptaufgabe ist die Bewältigung von Einsätzen, die sich in der Regel aus Notrufen über „110“ ergeben; im Jahr 2007 waren mehr als 52.000 Einsätze zu verzeichnen. Die Direktion „Gefahrenabwehr/Einsatz“ sorgt von den fünf durchgängig besetzten Wachen in Troisdorf , Siegburg, Sankt Augustin, Hennef und Eitorf aus für Ihre Sicherheit. Die jeweiligen Wachleiter sind als Regionalbeauftragte Ansprechpartner und Bindeglied zwischen Polizei und allen Behörden und Institutionen in den zuständigen Wachbereichen. Außerdem gibt es nach wie vor den „Schutzmann an der Ecke“: 38 Bezirksbeamte der Kreispolizeibehörde sind und bleiben die direkten Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger im unmittelbaren Wohn- und Geschäftsbereich. Sie sind weitestgehend von Ermittlungs- und Schreibtischarbeit befreit, und ihre Aufgabe ist auch nicht das tägliche Einsatzgeschehen. Vielmehr haben sie als „Kontaktbeamte“ stets ein offenes Ohr für alle Belange ihres Bezirkes. Im Bereich der polizeilichen Kernaufgabe „Kriminalität“ verfügt die Kreispolizeibehörde über sieben Kommissariate, einen Kriminalwachdienst außerhalb der Geschäftszeiten sowie einen Einsatztrupp. In vier der sieben Kommissariate ermitteln Spezialisten unter anderem zu ungeklärten Todesfällen, in Fällen von Computerkriminalität, Raub und Wohnungseinbrüchen, Rauschgiftdelikten und „Rotlicht“-Kriminalität. Sie fahnden nach Gesuchten und untersuchen Tatortspuren mit modernster Technik. Die Bearbeitung von örtlichen bis hin zu mittelschweren Kriminalfällen obliegt dem Regionalkommissariat West (mit Standorten in Troisdorf und Sankt Augustin) und dem Regionalkommissariat Ost (mit Standorten Hennef und Eitorf). Das Kommissariat „Kriminalprävention/Opferschutz“ berät Bürger zur Verhütung von Einbrüchen und anderen Straftaten, damit Kriminalität möglichst schon im Keim erstickt werden kann. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Aufklärung zu Gefahren von Drogen, Alkohol und kriminellem Verhalten und hilft darüber hinaus belasteten Opfern nach Straftaten oder Verkehrsunfällen. Der Einsatztrupp ist – meist „in Zivil“ – in der Region unterwegs. Er konzentriert sich auf Brennpunkte der Straßenkriminalität. Sein oberstes Ziel ist es, Täter – auf „frischer Tat ertappt“ – direkt zu stellen. Weitere Infos zur Kreispolizeibehörde, zum Beispiel zur Erreichbarkeit der 38 Bezirks- bzw. Kontaktbeamten, sind unter www.polizei-rhein-sieg-kreis.de zu finden. |
