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Rhein-Sieg aktuell

Demontage der Erinnerung. Der Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe nach 1945

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – „Demontage der Erinnerung. Der Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe nach 1945“ lautet der Vortrag von Peter Seibert am Sonntag, 31. Mai 2026, von 14.45 Uhr bis 16.156 Uhr, in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach. Der kostenlose Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe 2026 der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ statt.  

In einem erschreckenden Ausmaß wurden in den beiden deutschen Nachkriegsstaaten die nach den Verwüstungen der NS-Zeit noch erhalten gebliebenen baulichen Überreste der jüdischen Geschichte zerstört. Die Gründe dafür reichen von nicht entschuldbarer Gedankenlosigkeit, Respektlosigkeit gegenüber den Ermordeten und Vertriebenen bis zu offenem Antisemitismus.
Peter Seibert beschreibt diesen Umgang mit dem deutsch-jüdischen Kulturerbe – ein Umgang, der zugleich die Erinnerung an das Leben der Juden in Deutschland wie an die Verbrechen an ihnen demontiert.

Der Referent, Peter Seibert, ist Emeritus für Mediengeschichte der Literatur an der Universität Kassel und war Professor für Sozialgeschichte der Literatur an der Universität Siegen. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Demontage der Erinnerung. Der Umgang mit dem jüdischen Kulturerbe nach 1945“. Seibert lebt in Bonn.

Hinweis:
Von März bis November 2026 ist die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, in 51570 Windeck-Rosbach, an den ersten und dritten Sonntagen im Monat (außer an christlichen und jüdischen Feiertagen) von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet und zusätzlich an Sonntagen, an denen Vortragsveranstaltungen stattfinden: 17.05., 31.05., 07.06., 21.06., 28.06., 05.07. 19.07., 02.08., 16.08., 06.09., 20.09., 18.10., 01.11. und 15.11.. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten sind Gruppenführungen (ab 10 Personen) nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Ab 01.04.2026 gelten für die Gedenkstätte neue Eintrittspreise. Das sind 5 Euro pro Person, sowie 2 Euro für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren. Ermäßigter Eintritt beträgt 3,50 Euro, etwa für Rentnerinnen und Rentner, Studierende, Auszubildende und Menschen mit Behinderung; jeweils mit Vorlage eines gültigen Ausweises. Für Mitglieder des Fördervereins ist der Eintritt frei.

Bei Gruppen von 10 bis 20 Personen, nach Voranmeldung, kostet die Führung 45 Euro zuzüglich 3,50 Euro pro Person. Bei Führung für Schulklassen entfällt die Gebühr für die Führung. Es gilt nur der Beitrag von 2 Euro pro Schülerin oder Schüler.

12.05.2026/131

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