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Kunst und Kultur

Rund um den Rheinischen Kunstpreis

Es ist wieder soweit: Der Rhein-Sieg-Kreis lobt in Zusammenarbeit mit dem LVR-Landesmuseum Bonn den Rheinischen Kunstpreis aus.

Bis zum 2. Oktober 2018 können sich bildende Künstlerinnen und Künstler für die inzwischen neunte Runde bewerben! Auf die neue Preisträgerin oder den neuen Preisträger wartet ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro sowie eine Ausstellung mit Katalog im LVR-Landesmuseum.

Was einst als Kunstpreis des Rhein-Sieg-Kreises begann, hat sich zu einer überregionalen Erfolgsgeschichte entwickelt. Der Rheinische Kunstpreis zählt mittlerweile zu den begehrtesten Auszeichnungen für bildende Künstlerinnen und Künstler im Rheinland. Ob Sonia Knopp, Gabriele Pütz, Yun Lee, Christoph Pöggeler, Elger Esser, Ulrike Rosenbach, Zipora Rafaelov oder Masoud Sadedin – sie alle sind Teil der renommierten „Preisträgerliste“. Wer sich hier einreihen möchte, findet weiter unten die aktuellen Ausschreibungsunterlagen.

Wer darf mitmachen?
Teilnehmen dürfen alle Künstlerinnen und Künstler, die im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland oder – südlich davon gelegen – im Kreis Ahrweiler, Landkreis Neuwied, Kreis Altenkirchen (Ww.), Landkreis Mayen-Koblenz, der Stadt Koblenz, dem Westerwaldkreis sowie dem Rhein-Lahn-Kreis und Rhein-Hunsrück-Kreis wohnen oder dort geboren sind. Ebenfalls mitmachen dürfen Künstlerinnen und Künstler aus dem mit dem Rhein-Sieg-Kreis partnerschaftlich verbundenen Kreis Bołeslawiec (Bunzlau) in Polen.

Rückblick: Rheinischer Kunstpreis 2016 für Masoud Sadedin

Seit Dezember 2016 ist er der amtierende Kunstpreisträger: Masoud Sadedin. Nach einer ganztägigen Sitzung entschied sich die Jury unter Vorsitz von Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn, einvernehmlich für den in Troisdorf lebenden Künstler.

Im Raum
Mit dem Buch
Mit dem Zollstock II
Mit dem Tuch
Durchblick

Ihre Entscheidung fasste die Jury folgendermaßen in Worte:
„Neben den Zeichnungen, die ihn lebenslang begleiteten, sind es seine Ölgemälde, die die Jury überzeugten und die sie gleichsam neu entdecken konnten, denn Sadedin war bislang eher zurückhaltend mit Präsentationen zu seinem Werk. Dabei sind seine Gemälde mehr als sehenswert. Sadedins Thema ist der Mensch und sind die Spuren, die er hinterlässt. […]
Neben dem Realismus, der seinen Arbeiten eigen ist, entwickelt Masoud Sadedin aber auch eine sehr prägnante Farbmalerei, die die Darstellung aus dem realen Bereich heraus zu reiner Malerei werden lässt. Hierin offenbaren sich seine sichtbare Lust an der Malerei, der lockere Pinselduktus und das ausgefeilte Spiel mit Valeurs. Die Konstruktionen von Räumen in seinen Gemälden geben den dargestellten Personen Struktur und Halt und stellen gleichzeitig die Sicherheit von Raum auch wieder in Frage.
Es sind Themen aus seiner eigenen Lebensgeschichte, die ihn beeinflussen. Masoud Sadedin mag keine Kunst, die andere belehrt oder – wie die politische Kunst – den Zeitgeist bedient. Für ihn ist Kunst das Mittel zum Begreifen und damit zeitlos.“

Das entnommene Motiv aus der Alltäglichkeit verwandelt sich zu einem Moment der Malerei.

Über sein Werk sagt der Künstler selbst: „Ich versuche in meinen Werken gewisse Stimmungen menschlicher Situationen darzustellen. Die Umgebung soll die Atmosphäre des Gesamtwerks bzw. den Ausdruck der Dargestellten unterstützen. Die Personen selbst sind meist in einer einfachen Haltung wiedergegeben. Trotzdem sorgt der Malprozess für eine Bildstimmung, in der eine andere Realität, eine verfremdete Realität spürbar wird. Das entnommene Motiv aus der Alltäglichkeit verwandelt sich zu einem Moment der Malerei.“

361 Künstlerinnen und Künstler hatten sich um die Auszeichnung für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst beworben. Masoud Sadedin, im Iran geboren, ist der achte Preisträger des Rheinischen Kunstpreises des Rhein-Sieg-Kreises. In einer Einzelausstellung mit dem Titel „Vertraut wie fremd“ präsentiert er noch bis Ende September 2018 seine Werke im LVR-Landesmuseum Bonn.

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