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Rhein-Sieg-Kreis

Ein Grund zu feiern, vor allem für Jugendliche – 10 Jahre Übergangsmanagement Schule-Beruf Bonn/Rhein-Sieg

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Sie waren ihrer Zeit voraus! Vor 10 Jahren haben sich Akteure im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn als Verantwortungsgemeinschaft zusammengeschlossen, um sich Bildungsbiografien Jugendlicher an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf genauer anzusehen. Diese Arbeit wurde lange vor der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ aufgenommen.

„Jugendliche sollen durch zielgerichtete und aufeinander abgestimmte Maßnahmen möglichst früh auf die berufliche Orientierung vorbereitet werden. Auf diese Weise steigen die Chancen auf einen passenden Studien- oder Ausbildungsplatz.“, sagt der Schuldezernent des Rhein-Sieg-Kreises, Thomas Wagner. „Von einem erfolgreichen Start ins Berufsleben profitieren hauptsächlich die jungen Menschen, aber auch die Wirtschaft und damit die gesamte Gesellschaft.“

Bereits seit Beginn der Kooperation sind neben dem Rhein-Sieg-Kreis und der Stadt Bonn auch die IHK Bonn/Rhein-Sieg, die Handwerkskammer zu Köln, die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, die Agentur für Arbeit, die Jobcenter Rhein-Sieg und Bonn sowie der DGB Köln-Bonn beteiligt. Sie alle setzen sich dafür ein, dass möglichst alle freien Ausbildungsplätze mit dafür geeigneten jungen Frauen und Männern besetzt werden können.

Die Aufgaben des Netzwerkes sind im Verlauf der vergangenen 10 Jahre stetig angewachsen, sie haben sich aber auch verändert. Zu Beginn lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Förderung von Jugendlichen mit intensiverem Unterstützungsbedarf. Durch die Teilnahme an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ erweiterte sich das Spektrum.

Das Land NRW übernimmt einen Anteil der für die Kommunalen Koordinierungsstellen entstehenden Personalkosten. An den Schulen übernehmen Lehrkräfte an den Schulen die Aufgaben von Studien- und Berufskoordinatorinnen und -koordinatoren und sichern so den Ausbau des Netzwerks in die Schulen hinein. Seit dem Schuljahr 2016/17 sind alle Schulformen der staatlichen Schulen verpflichtend mit im KAoA-Boot.

„In der Region hat man die Bedeutung des Übergangsmanagements sehr früh erkannt und gemeinsam mit den Netzwerkpartnern verlässliche Strukturen geschaffen, auf die wir mit dem Start von KAoA hervorragend aufbauen konnten“, sagt der Leiter des Bonner Schulamtes, Hubert Zelmanski.

Manfred Kusserow, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit und ebenfalls Gründungsmitglied ergänzt:  „ ich halte die langjährig gewachsene vertrauensvolle Zusammenarbeit für einen großen Vorteil. Dazu gehört auch, dass die Arbeitsagentur als der zentrale Marktplatz für die Ausbildungssuche in der Region anerkannt ist. Dadurch können wir Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in der Region gut erkennen und für unsere gemeinsame Arbeit auswerten.“

Auch Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, schätzt ebenso wie die Kammern die Arbeit im Netzwerk: „Nur wenn Handlungsstrategien gemeinsam entwickelt werden, lässt sich ein so komplexes und entscheidendes Thema wie die Berufsfindung junger Menschen vor Ort voranbringen. Dazu müssen Schulen und Unternehmen noch frühzeitiger zusammenarbeiten.“ Dabei verbleibt jeder der Akteure in seiner Verantwortlichkeit und seinen rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten.

Einig sind sich die „Übergangsmanager“ der ersten Stunde und die heute Aktiven, die sich zum 10-jährigen Bestehen trafen, in der Einschätzung, dass das gemeinsame Vorhaben ein „großer Tanker“ war und ist. Umso größer ist die Freude, nach 10 Jahren feststellen zu können, dass es sich gelohnt hat, die Aufgaben gemeinsam anzugehen. Das wäre im Alleingang nicht möglich gewesen.

Thomas Wagner und Hubert Zelmanski hoben die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hervor: „Die gemeinsame Verantwortung für eine erfolgreiche berufliche Zukunft unserer Jugendlichen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis hat uns zusammengeschweißt. Dieses kollegiale und vertrauensvolle Miteinander über all die Jahre ist ein Beispiel dafür, wie es in einer Region zusammen gehen kann.“

Besondere Meilensteine des Netzwerks waren die Schaffung eines gemeinsamen Online-Portals für die Berufsfelderkundungsplätze, das Firmen und Schülerinnen beziehungsweise Schüler unter www.bo-brs.de zusammenführt. Zudem wurden die Firmenkontakte für die Studien- und Berufsorientierungslehrkräfte ausgeweitet, die Hochschulen zum Thema Studienorientierung einbezogen sowie die Eltern als Zielgruppe hinzugewonnen. Außerdem gibt es unter dem großen Dach des Übergangsmanagements Angebote für Migranten sowie für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf.

03.12.2018/589

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