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Rhein-Sieg-Kreis

Rheinischer Kunstpreis 2018 für Andreas Bausch

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Seit gestern (3. Dezember 2018) steht fest: Andreas Bausch ist der neue Preisträger des Kunstpreises des Rhein-Sieg-Kreises. Im Sommer dieses Jahres hatte der Rhein-Sieg-Kreis zum inzwischen neunten Mal den Rheinischen Kunstpreis ausgeschrieben. Nach einer ganztägigen Sitzung entschied sich die Jury unter Vorsitz von Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn, nun einvernehmlich für den in Köln lebenden Künstler.

In der Begründung heißt es:

Andreas Bausch (geb. 1966) arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der Malerei und hat für sich sehr eigenständige und nachhaltige Positionen entwickelt. Dabei scheut er sich nicht, über das Herangehen an alte Motive wie die Landschaft zu neuen Lösungen zu kommen, die mit überraschenden Elementen arbeiten und immer wieder die Malerei selbst thematisieren. In seinen jüngsten Arbeiten entwickelt er eine Technik, die die Malerei in Bewegung und Spuren auflöst, die sowohl das Element der Zeit und des Prozesses in sich tragen. Und dabei gelingt es ihm, den Spannungsbogen zwischen der sichtbaren Welt und einer Auflösung bis zur reinen Farbmalerei zu schlagen, ohne dass der Betrachter sich zwischen den beiden Welten entscheiden muss. Andreas Bauschs Landschaften sind gleichermaßen Landschaften und konkrete Malerei. Die Gefahr einer Ästhetisierung seiner Malerei unterläuft er, indem er immer wieder Brüche und unvorhergesehene Objekte wie Schrift oder viereckige Sonnen in seine Gemälde integriert.

Die Jury war nicht nur von der Qualität seiner künstlerischen Arbeit überzeugt, sondern auch von der Konsequenz, mit der er seit Jahren seinen eigenständigen Weg neben dem Mainstream verfolgt und weiterentwickelt.

Der Rheinische Kunstpreis zählt inzwischen zu den begehrtesten Auszeichnungen für bildende Künstlerinnen und Künstler im Rheinland. 383 Künstlerinnen und Künstler bewarben sich bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 2. Oktober 2018 um die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der bildenden Kunst.

Die Ausstellung zu Ehren des neuen Preisträgers – samt Katalog ebenfalls Teil des Preises - wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 im LVR-LandesMuseum Bonn zu sehen sein. Eine Preisübergabe im Kreisgebiet mit Impressionen des Werkes von Andreas Bausch ist für Anfang 2019 geplant.

„Eckdaten“ zum Rheinischen Kunstpreis

Teilnahmeberechtigt waren Künstlerinnen und Künstler, die im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland oder in den südlich davon gelegenen Gebietskörperschaften Kreis Ahrweiler, Landkreis Neuwied, Kreis Altenkirchen (Ww.), Landkreis Mayen-Koblenz, Stadt Koblenz, Westerwaldkreis sowie Rhein-Lahn-Kreis und Rhein-Hunsrück-Kreis wohnen oder dort geboren sind. Ebenfalls mitmachen konnten Künstlerinnen und Künstler aus dem mit dem Rhein-Sieg-Kreis partnerschaftlich verbundenen Kreis Bołeslawiec (Bunzlau) in Polen.

Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger:
2002 Sonia Knopp, Köln
2004 Gabriele Pütz, Bad Honnef
2006 Yun Lee, Düsseldorf
2008 Christoph Pöggeler, Düsseldorf
2010 Elger Esser, Düsseldorf
2012 Ulrike Rosenbach, Nettersheim-Roderath
2014 Zipora Rafaelov, Düsseldorf
2016 Masoud Sadedin, Troisdorf

Die Zusammensetzung der Jury:
•        Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises
•        Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-Landesmuseums Bonn
•        Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Direktor des Rheinischen Landesmuseums Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland a. D.
•        Prof. Dr. Christoph Schaden, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
•        Dr. Gundula Caspary, Leiterin des Stadtmuseums Siegburg
•        Renate Goretzki, Referentin für Kunst und Kultur des Katholisch-Sozialen Instituts Siegburg
•        Michael Solf, CDU-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
•        Veronika Herchenbach-Herweg, SPD-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
•        Edgar Hauer, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises
•        Dagmar Ziegner, FDP-Fraktion im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises

Das Ausschreibungsgebiet im Einzelnen:
Um den Rheinischen Kunstpreis konnte sich bewerben, wer
•        im Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland oder
•        in den südlich davon gelegenen Gebietskörperschaften
         Kreis Ahrweiler,
         Kreis Neuwied,
         Kreis Altenkirchen (Ww.),
         Kreis Mayen-Koblenz,
         Stadt Koblenz
         Westerwaldkreis
         Rhein-Lahn-Kreis
         Rhein-Hunsrück-Kreis oder
•        in der europäischen Partnerregion des Rhein-Sieg-Kreises
         Kreis Bolesławiec (Polen)
geboren ist oder dort wohnt.

04.12.2018/593

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