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Rhein-Sieg-Kreis

Alltag und Verkehr: Mobilität junger Familien in Hennef und Eitorf

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Wie sieht die Mobilität junger Familien im Alltag heute aus? Wie kann diese in Zukunft mit innovativen Ideen und Ansätzen unterstützt werden? Kann man Alltagsroutinen verändern, ohne dass solche Veränderungen als Verzicht empfunden werden?

Diesen Fragestellungen gehen jetzt der Rhein-Sieg-Kreis und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) in einer Fallstudie nach; diese wird mit Geldern des EU-Förderprojekts „INCLUSION“ finanziert. Hierüber informierte die Verwaltung im jüngsten Ausschuss für Planung und Verkehr des Rhein-Sieg-Kreises.

Der Alltag junger Familien ist – vor allem im ländlichen Raum – in der Regel durch die Kombination einzelner Wege und Zwecke geprägt. Morgens geht es zur KITA, danach zur Arbeit, nachmittags werden zum Beispiel die Fahrwege Abholung des Kindes aus der KITA und Einkaufen im nahegelegenen Supermarkt kombiniert; das ist aber nur ein Ausschnitt der täglichen Fahrwege als Ausdruck der Mobilität junger Familien. „Uns interessiert zunächst, wie die Wege zurückgelegt, ob und wie hierfür verschiedene Verkehrsmittel miteinander kombiniert werden und wo Verbesserungspotential besteht, verdeutlicht Dr. André Berbuir, Fachbereichsleiter Verkehr und Mobilität des Rhein-Sieg-Kreises, den Ansatz der Studie.

„Wir freuen uns, dass der VRS an den Rhein-Sieg-Kreis mit dem Angebot herangetreten ist, diese Fallstudie durchzuführen“, so Dr. André Berbuir.     

Gemeinsam mit dem VRS konnten zwei unterschiedliche Untersuchungsgebiete gefunden werden: das große Neubaugebiet in Hennef „Im Siegbogen“ sowie das mittelgroße Neubaugebiet in Eitorf „Am Blumenhof“. Diese Wohngebiete wurden ausgesucht, da hier eine hohe Anzahl junger Familien wohnt bzw. gerade baut. Beide Gebiete werden untersucht hinsichtlich Nähe und Wegenutzung zu Infrastrukturen wie Kindergarten, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten sowie des Anschlusses an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Die Kommunen Hennef und Eitorf sind in das Projekt miteinbezogen.

In einem ersten Schritt erfolgen Befragungen zum Mobilitätsverhalten,  zu Wünschen und Bedürfnissen. Daraus sollen konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Familien entwickelt werden. Dies könnten zum Beispiel sein: Sharing-Projekte, Mobilitätscheck für Schulwege, bessere Fahrradabstellmöglichkeiten, E-Bike-Einsatz, Lastenräder und vieles mehr.

14.06.2018/268

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