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Rhein-Sieg-Kreis

Die Rolle der Frau in nahöstlichen Gesellschaften – Fachvortrag im Kreishaus

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Ein Vortrag der Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher im Siegburger Kreishaus ist auf große Resonanz gestoßen. Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises hatte gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises, Brigitta Lindemann, haupt- und ehrenamtlich Tätige aus der Flüchtlingsberatung dazu eingeladen. Knapp 100 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Referentin beleuchtete in ihrem Vortrag die Rolle von Frauen in nahöstlichen Gesellschaften. Dabei standen die Familienwerte in den Herkunftsregionen und auch Gewalterfahrungen von Frauen und Kindern unter den Aspekten Tradition, Religion und Rechtssystem im Mittelpunkt.

Familienwerte sind in nahöstlichen Gesellschaften meist weitaus traditioneller und auch eindeutiger definiert, als in westlichen Ländern. Prof. Christine Schirrmacher beleuchtete in diesem Zusammenhang, dass zum Beispiel die Frau gehorsamspflichtig und der Mann unterhaltspflichtig ist.

In einer sich dem Vortrag anschließenden Diskussionsrunde tauschten die Anwesenden  Erfahrungen  aus der Betreuung von geflüchteten Menschen aus. Ein Themenfeld war der Rollenkonflikt der Kinder zwischen Traditionen im Herkunftsland und dem gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland.

Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises

Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit Beschluss des Kreistages und durch Förderung des Landes NRW ein Kommunales Integrationszentrum (KI) eingerichtet. Am 06.11.2014 hat das KI seine Arbeit aufgenommen. Organisatorisch ist das multiprofessionelle Team aus Sozialpädagoginnen, Verwaltungsfachkräften, Lehrerinnen und Lehrern unter Leitung von Antje Dinstühler als Stabsstelle unmittelbar an den Sozialdezernenten Dieter Schmitz angebunden. Als inzwischen etablierte Schnittstelle zwischen allen Akteuren der Integrationsarbeit im Rhein-Sieg-Kreis  umfasst das Netzwerk des KI mittlerweile weit mehr als 300 Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner.

Zu den Kernaufgaben des KI gehört die Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Darüber hinaus richtet sich der Fokus darauf, Integration als Querschnittsaufgabe auszugestalten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Handlungsfeld bei der Interkulturellen Öffnung von Verwaltungen und Institutionen sowie der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung.

Das KI ist telefonisch unter der Rufnummer 02241/13-3066 oder per E-Mail an integrationrhein-sieg-kreisde zu erreichen. Weitere Informationen sind über das Integrationsportal (www.integrationsportal-rhein-sieg-kreis.de) abrufbar.

26.06.2018/305

Fachvortrag im Kreishaus

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