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Rhein-Sieg-Kreis

Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“: Programm für das 2. Halbjahr 2018 liegt vor

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Orte sind verwoben mit den Erlebnissen der Menschen, die diese Orte schufen, oder aber dort verweilten. Orte stehen exemplarisch für menschliches Leben, legen Zeugnis ab von Geschichte. Orte vermitteln einen Eindruck, „um was es geht“.

Solche Orte stellt auch die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ mit dem jetzt vorliegenden Programm für das 2. Halbjahr 2018 vor.

Der ehemalige Luftschutzbunker unter dem Garten des Instituts für Geschichtswissenschaft an der Universität Bonn ist bisher nur wenigen Menschen bekannt. Im März 2018 eröffnete hier eine Sonderausstellung zur Rolle der Universität Bonn in Zeiten des Nationalsozialismus. Nach umfangreichen Recherchen der Historikerinnen und Historiker ist klar: die Universität hat teilweise eine unrühmliche Rolle gespielt. In Archiven und Privatsammlungen wurde nach entsprechenden Exponaten geforscht. Dabei beförderten die Studierenden spannende Dinge zu Tage. Dazu gehören alte Studentenausweise aus der Zeit des Nationalsozialismus oder ein Operationsbuch der Chirurgischen Klinik aus der Zeit von 1933 bis 1936. Eine Führung durch die Sonderausstellung im ehemaligen Luftschutzbunker findet am 21. September 2018 unter Leitung von Julia Reuschenbach M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn und Projektleiterin, statt.

Anlässlich des „Europäischen Tags der jüdischen Kultur“ wird es am Sonntag, 2. September 2018 um 15.00 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg geben. Um 19.00 Uhr findet in Kooperation mit der Stadt Siegburg ein Klezmerkonzert im Forum des Stadtmuseums Siegburg statt. Valeriya SHISHKOVA & DI VANDERER, Dresden, werden unter dem Titel „A teyl vun dir, a teyl vun mir – Eine Hälfte von Dir, eine Hälfte von mir“ jiddische Lieder und Klezmer zu Gehör bringen.

Am 9. November2018 findet anlässlich des 80. Jahrestags der Novemberpogrome 1938 eine Gedenkstunde in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in Windeck-Rosbach statt sowie in Kooperation mit der evangelischen Kirche Rosbach ein Klezmerkonzert mit der Gruppe SAITENSPRUNG, Windeck/Waldbröl, in der Evangelischen Kirche in Rosbach.     

Der Aufarbeitung der NS-Medizinverbrechen im Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises widmet sich der Rhein-Sieg-Kreis seit Herbst 2017 gemeinsam mit dem Landschaftsverband Rheinland und der Universität Bonn als Projektpartner. Das Forschungsprojekt wird begleitet durch eine Vortragsreihe Sie bereitet insbesondere die Themen „´Euthanasie´ und die deutsche Gesellschaft“, „NS-Medizinverbrechen im Westen“, „Widerstand gegen NS-Medizinverbrechen und der Widerstand im Rheinland“ sowie „NS-Medizinverbrechen im deutschen Südwesten – Erträge und Desiderate der Forschung“ und „Der ‚Rhein-Sieg-Kreis‘ im Nationalsozialismus – Strukturen, Behörden und Parteiinstanzen“ auf.

Darüber hinaus beinhaltet das Programm neben weiteren Highlights wieder die klassischen, seit vielen Jahren etablierten Programmpunkte wie u. a. den Besuch der Kölner Synagoge

Auf die einzelnen Veranstaltungen wird das Kreisarchiv jeweils gesondert aufmerksam machen. Teilweise sind die Teilnehmerzahlen begrenzt, beziehungsweise es ist eine persönliche Anmeldung erforderlich.

Das aktuelle Programm ist bei der Geschäftsstelle der Gedenkstätte im Kreisarchiv unter der Rufnummer 02241 / 13-2929, per E-Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, erhältlich. Es kann außerdem auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Kontakt:

Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“

c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises (Kreishaus)
Kaiser-Wilhelm-Platz 1

53721 Siegburg

Tel.: 02241 / 13-2928
Fax: 02241 / 13-2179
E-Mail: gedenkstaetterhein-sieg-kreisde

Internet: www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette

Bis voraussichtlich Mitte 2019 ist die Gedenkstätte (Museumsgebäude) wegen Sanierungsarbeiten und Neukonzeption der Dauerausstellung geschlossen. Die Veranstaltungsreihe ist hiervon nicht betroffen und findet wie angekündigt statt.

29.06.2018/307

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