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Rhein-Sieg-Kreis

Mehr Feldhasen für den Rhein-Sieg-Kreis!

Rhein-Sieg-Kreis (ar) – In ganz Deutschland zählen sie zu den bedrohten Tieren. In Nordrhein-Westfalen gelten sie seit 1999 als gefährdete Wildtiere und auch im Rhein-Sieg-Kreis sind sie selten geworden: Die Feldhasen.

Ursache sind vor allem die dichte Besiedelung und die intensive Landwirtschaft. Beides schränkt die Lebensräume der Tiere immer weiter ein. Viele Hasen werden außerdem von Autos überfahren oder auf der Jagd erschossen.

Weniger als 10 Hasen sind im Rhein-Sieg-Kreis im Durchschnitt auf 100 Hektar Fläche zu finden – um die 30 sollten es sein. „Landwirtinnen und Landwirte helfen dem sogenannten Niederwild – und dazu zählt auch der Feldhase – indem sie die Bereiche um ihre Felder herum nur sehr zurückhaltend nutzen“, erklärt Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises. Und auch die Erholungssuchenden sollten diese Saumstreifen bei Spaziergängen meiden, denn so können sich Rebhühner, Hasen und auch Vögel in Ruhe um ihre Nachkommen kümmern. Wie gut das funktionieren kann, beweist die Ausgleichsmaßnahme zur Ortsumgehung Niederkassel in Niederkassel-Uckendorf. Die Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises holte alle Beteiligten ins Boot und gemeinsam wurde eine gute Lösung im Sinne des Naturschutzes erarbeitet.

Doch auch jede und jeder Einzelne kann etwas zum Schutz der Feldhasen tun:

Wenn Hasen in der Nähe sind, sollten Hunde unbedingt an der Leine gehalten werden – vor allen Dingen in der Nähe typischer Verstecke wie Hecken. Und wenn sich dann noch Raps, Knospen, Heckenfrüchte oder Kräutern bei der Nahrungssuche finden, stehen die Chancen für mehr Feldhasen in unserer Region gut.

Weitere Fragen zum Artenschutz beantworten gerne die Fachleute am Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises unter der Rufnummer 02241/13-2200. Tipps und Informationen finden Interessierte auch unter www.rhein-sieg-kreis-de/artenschutztipps.

22.06.2018/293

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