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Rhein-Sieg-Kreis

Weltflüchtlingstag: Kommunales Integrationszentrum setzt auf ehrenamtliche Dolmetscherinnen und Dolmetscher

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises treibt sein Projekt „ehrenamtlicher Sprachmittlerpool“ weiter voran. „Unser Projekt ist ein wichtiger Beitrag für eine gelingende Integration“, sagt die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Antje Dinstühler, anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2018.

Ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler unterschiedlicher  Herkunft helfen geflüchteten oder zugewanderten Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, die Sprachbarriere   zu überwinden. Die Freiwilligen begleiten sie zum Beispiel zu Elterngesprächen und Terminen bei Behörden oder sind bei der Anmeldung eines Kindes im Kindergarten behilflich. Knapp 25 verschiedene Sprachen sind mittlerweile im Pool vorhanden.

„Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler werden von Einzelpersonen, Vereinen oder Institutionen hinzugezogen, um sprachliche Defizite auszugleichen und auch bei kulturellen Unterschieden zu vermitteln“, sagt Antje Dinstühler. Der Pool aus Hobby-Dolmetscherinnen und -Dolmetschern wird stetig erweitert. Das Kommunale Integrationszentrum führt zudem regelmäßige Fortbildungen für die Freiwilligen durch. So soll die Qualität des Angebotes nicht nur gehalten, sondern gesteigert werden.

Wer sich als Sprachmittlerin oder Sprachmittler engagieren möchte, kann sich an das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises wenden. Ansprechpartnerin ist Maria Zacharioudaki. Sie ist unter der Telefonnummer 02241/13-3180 oder per E-Mail an maria.zacharioudakirhein-sieg-kreisde erreichbar.

Pro Einsatz, der über das Kommunale Integrationszentrum beauftragt wurde, erhalten die Freiwilligen eine Aufwandspauschale von 25 Euro.

Kreisangehörige Kommunen, Verbände oder Institutionen können beim Kommunalen Integrationszentrum einen ehrenamtlichen Sprachmittlerdienst beantragen. Anfragen müssen mindesten 5 Werktage vor dem geplanten Termin per E-Mail eingereicht werden.

Im „Sprachmittlerpool“ helfen Freiwillige bereits seit 2015 geflüchteten und zugewanderten Menschen, sich im Alltag zurechtzufinden.

Im Jahr 2016  lag die Zahl der Asylbewerber im Rhein-Sieg-Kreis (ohne Troisdorf) bei 5.067, im Jahr 2018 liegt die Zahl der Asylbewerber bisher bei etwa 2.250.

Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises
Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit Beschluss des Kreistages und durch Förderung des Landes NRW ein Kommunales Integrationszentrum (KI) eingerichtet. Am 06.11.2014 hat das KI seine Arbeit aufgenommen. Organisatorisch ist das multiprofessionelle Team aus Sozialpädagoginnen, Verwaltungsfachkräften, Lehrerinnen und Lehrern unter Leitung von Antje Dinstühler als Stabsstelle unmittelbar an den Sozialdezernenten Dieter Schmitz angebunden. Als inzwischen etablierte Schnittstelle zwischen allen Akteuren der Integrationsarbeit im Rhein-Sieg-Kreis umfasst das Netzwerk des KI mittlerweile weit mehr als 300 Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner.
Zu den Kernaufgaben des KI gehört die Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte. Darüber hinaus richtet sich der Fokus darauf, Integration als Querschnittsaufgabe auszugestalten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Handlungsfeld bei der Interkulturellen Öffnung von Verwaltungen und Institutionen sowie der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung.
Das KI ist telefonisch unter der Rufnummer 02241/13-3066 oder per E-Mail an integrationrhein-sieg-kreisde zu erreichen. Weitere Informationen sind über das Integrationsportal (www.integrationsportal-rhein-sieg-kreis.de) abrufbar.

15.06.2018/269

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