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Rhein-Sieg-Kreis

Rückgang der Treibhausgas-Emissionen im Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis (ar) – Im Rhein-Sieg-Kreis werden pro Person im Durchschnitt 7,85 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) im Jahr produziert. Diesen Wert weist die aktuelle Energie- und CO2-Bilanz im Durchschnitt für die Jahre 2011 bis 2015 aus. Erfreulich, denn der Rhein-Sieg-Kreis liegt damit unter dem deutschlandweiten Durchschnitt von 9,6 Tonnen pro Einwohner und Jahr im gleichen Zeitraum.

Die Bilanz fasst den Energieverbrauch und den daraus resultierenden Ausstoß von Treibhausgasen zusammen, die beispielsweise beim Heizen, Kochen oder Autofahren entstehen. Die verbrauchte Energie von Verkehrsmitteln wie Busse, Bahnen oder Schiffen, aus der Wirtschaft, Landwirtschaft und Industrie wird ebenfalls bilanziert und auf den pro-Kopf-Ausstoß umgerechnet.

„Der Trend geht in die richtige Richtung“, kommentiert Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt-und Naturschutz das Ergebnis. „Allerdings ist eine weitere deutliche und zügige Minderung des Treibhausgasausstoßes erforderlich, um einen wesentlichen Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels zu leisten.“ Zu dem guten Bilanzwert im Rhein-Sieg-Kreis trägt maßgeblich der verhältnismäßig geringe Anteil an energieintensiven Gewerbe- und Industriebetrieben (wie Anlagen mit Stahl- oder Aluminiumproduktion oder auch andere produzierende Gewerbebetriebe) bei. Die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen hat in den letzten Jahren auch deutlich zugelegt, befindet sich aber mit etwa 6 % im Vergleich zu Gesamtdeutschland (31,5 %) weiterhin auf niedrigem Niveau. Ein gegensätzlicher Trend wird jedoch im Verkehrssektor deutlich. Hier erhöht sich sogar der Energieverbrauch von 2011 auf 2015 um knapp 4 %.

Der ausführliche Bilanzbericht ist auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises abrufbar (www.rhein-sieg-kreis.de, Suchbegriff „CO2-Bilanz 2018“). Ein gedrucktes Exemplar kann bei Bedarf beim Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises angefordert werden, Telefon: 02241/13-3381.

Energie- und CO2-Bilanz
Der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen ist eine wichtige Messlatte für den Klimaschutz. In die Bilanz fließen unter anderen Daten zu den Energieverbräuchen (beispielsweise Strom- und Erdgas), zugelassene Kraftfahrzeuge oder die Anzahl der Feuerstätten in Gebäuden ein. Viele Daten liegen erst mit mehrjähriger Verzögerung vor, so dass aktuell eine Erhebung bis zum Jahr 2015 möglich war.
Für die Bilanz des Rhein-Sieg-Kreises wurde das Verursacherprinzip zugrunde gelegt. Dabei werden alle durch die Einwohner und Erwerbstätigen verbrauchten Energiemengen berücksichtigt – auch solche, die außerhalb der Kreisgrenze anfallen (beispielsweise andernorts verfahrene Treibstoffe).
Ferner wird für die Ermittlung der ausgestoßenen Treibhausgase der Lebenszyklus betrachtet (engl. Life Cycle Analysis, LCA). Dabei wird nicht nur die reine verbrauchte Energie berücksichtigt, sondern auch die Vorkette, also etwa die für die Gewinnung und den Transport von Kraftstoffen aufgewendete Energie.
Die Angabe der Treibhausgase erfolgt immer in der Einheit „Tonnen CO2-Äquivalente“. Die unterschiedliche Treibhaus-Wirkung verschiedener Gase wird dabei berücksichtigt.


19.10.2018/522

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