Inhalt anspringen
Rhein-Sieg-Kreis

Verbreitet, aber oft verschwiegen – Volkskrankheit Depression

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Im Schnitt hat jeder fünfte Deutsche schon Erfahrungen mit Depressionen gemacht. Damit ist es eine Volkskrankheit – und wird nach wie vor oft verschwiegen. Um das Verständnis für das Thema bei Betroffenen, aber auch bei der Öffentlichkeit zu verbessern, hat das Bündnis für Depression Bonn/Rhein-Sieg erneut einen Informationsabend veranstaltet.

„Viele Erkrankte verschweigen ihr Leiden“, sagt der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Rainer Meilicke. „Darunter leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihr Umfeld, ihre Arbeitssituation und die Behandlung.“

Im Kinopolis in Bad Godesberg wurde der Dokumentarfilm „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“ gezeigt. Für den Film wurden zwei an Depression erkrankte Frauen und eine dreiköpfige Familie ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Anhand der Protagonisten sind sowohl die verschiedenen Verlaufsformen der Krankheit zu sehen als auch die unterschiedlichen Lebensphasen, in denen die Erkrankung auftritt.

Im Anschluss an den Film hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, einer Expertenrunde ihre Fragen rund um die Krankheit Depression zu stellen.

Neben dem Regisseur des Films und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Axel Schmidt, standen der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Rainer Meilicke, der Chefarzt für Psychiatrie an der LVR Klinik in Bonn, Professor Dr. Peter Hornung, Dr. Wiebke Pape, Fachärztin für Traumafolgestörungen der Rheinklinik in Bad Honnef sowie Stefan Körber von einer Angehörigenselbsthilfegruppe der Stadt Hennef den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort.

Der Infoabend wurde gemeinsam vom Bündnis gegen Depression Bonn/Rhein-Sieg, der Selbsthilfe Kontaktstelle Rhein-Sieg und der AOK Rheinland/Hamburg veranstaltet.

Interessierte erhielten von der Deutschen DepressionsLiga e.V. und Selbsthilfegruppen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis Hilfe bei der Suche nach Beratungsmöglichkeiten oder anderen Unterstützungsangeboten.
Depression ist eine schwerwiegende Erkrankung, die aber gut behandelbar ist.

Im Rhein-Sieg-Kreis können von Depression betroffene Menschen und ihre Angehörigen bei Haus-, Fachärzten, Psychologen, Therapeuten, Fachkliniken und auch bei folgenden Einrichtungen Beratung und Hilfe bekommen:

in den Sozialpsychiatrischen Zentren
- ASB in Siegburg: 02241 / 938191-0 oder über spza-s-beu
- AWO in Eitorf: 02243 / 84758-0 oder über spzawo-bnsude
- Diakonie in Troisdorf: 02241 / 806013 oder über spz@diakonie-sieg-  rhein.de
- SKF in Meckenheim: 02225 / 99976-0 oder über spzskm-rhein-siegde

bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis: Landgrafenstraße 1, 53842 Troisdorf, Telefon: 02241 / 94 99 99; selbsthilfe-rhein-siegparitaet-nrworg

beim Bündnis gegen Depression Bonn/Rhein-Sieg unter http://bonn-gegen-depression.de/

beim Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises unter gesundheitsamtrhein-sieg-kreisde und

im Gesundheitsportal des Rhein-Sieg-Kreises unter https://www.rsk-gesundheitsportal.de/

26.09.2018/467

Seite teilen

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...