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Rhein-Sieg-Kreis

Fortsetzung der Aktionstage 2019 „Gemeinsam gegen die Herkulesstaude“

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Nach dem ersten erfolgreichen Aktionstag Anfang April werden die Gemeinschaftsaktionen zur Bekämpfung der Herkulesstaude am 27. April und 11. Mai 2019 jeweils ab 10.00 Uhr in Eitorf, Hennef und Windeck fortgeführt.

Dabei weisen die Umweltbeauftragten der Kommunen den verschiedenen Vereinen und Freiwilligengruppen erneut Flächen zu. Die dort wachsenden jungen Stauden werden mit Spaten und anderem geeigneten Werkzeug unterirdisch abgestochen. Dadurch stirbt die Staude ab.

Neben geeignetem Werkzeug ist - selbst bei bedecktem Himmel - auch eine die gesamte Haut bedeckende Kleidung unbedingt erforderlich, da der Saft der Pflanzen in Verbindung mit Sonnenlicht zu schweren Hautschäden führen kann.

Seit Beginn des Frühlings setzt das Umweltamt des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam mit den Kommunen Eitorf, Hennef und Windeck erstmals auf spezielle Aktionstage zur Bekämpfung der Herkulesstaude entlang der Sieg. So sollen weitere Ehrenamtliche für das Projekt gewonnen und die Stauden möglichst effizient eingedämmt werden. Dabei arbeiten eine Fachfirma und ehrenamtlich Tätige Hand in Hand. Während sich das Unternehmen um die naturschutzrechtlich besonders bedeutsamen Flächen in den Siegauen kümmert, ergänzen die Freiwilligen diese Arbeiten auf den restlichen Flächen. An Wegen in stark besuchten Naherholungsgebieten sorgen die Kommunen und die Bezirksregierung dafür, dass sich die Besucherinnen und Besucher nicht an den großen Blättern der Pflanze verletzen.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Kommunen
» Gemeinde Eitorf: Josef Freiburg (Tel.: 02243-89156) E-Mail: josef-matthias.freiburgeitorfde
» Stadt Hennef: Johannes Oppermann (Tel.: 02242-888314) E-Mail: j.oppermannhennefde
» Stadt Lohmar: Dr. Manuela Giannetti (Tel.: 02206-2143) E-Mail: manuela.giannettit-onlinede
» Stadt Sankt Augustin: Birgit Dannefelser (Tel.: 02241-243426) E-Mail: birgit.dannefelsersankt-augustinde
» Stadt Siegburg: Thomas Schmitz (Tel.: 02241-102350) E-Mail: thomas.schmitzsiegburgde
» Stadt Troisdorf: Dr. Hans-Bernd Bendl (Tel.: 02241-900710) E-Mail: bendlhtroisdorfde
» Gemeinde Windeck: Mark Fröhling (Tel.: 02292-601160) E-Mail: mark.froehlinggemeinde-windeckde

Herkulesstaude
Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) stammt aus dem Westkaukasus und kommt seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland vor. Die Pflanze wurde wegen ihrer imposanten Erscheinung in Gärten kultiviert und wegen des Blütenreichtums als Trachtpflanze für die Bienenweide von Imkern empfohlen.
Die Herkulesstaude ist eine zwei- bis fünfjährige Staude; das heißt, nach der Keimung im Frühjahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten, spätestens im fünften Jahr bildet sie Blüten und stirbt nach der Samenreife ab. Eine Pflanze bildet durchschnittlich 20.000 (bis zu über 100.000!) Samen, die mehrere Jahre keimfähig sind. Im Überschwemmungsbereich von Fließgewässern werden die schwimmfähigen Samen durch das Wasser verbreitet.
Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen (sog. Furocumarine), die in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden der Haut führen können. Bei Arbeiten an der HHerkulesstaude ist daher unbedingt auf eine vollständige Bedeckung der Haut zu achten, außerdem sind Handschuhe und Schutzbrille zu tragen. Sollte der Pflanzensaft dennoch auf die Haut gelangen, muss er sofort mit viel Wasser und Seife abgewaschen werden. Die betroffene Hautpartie soll für mindestens 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt und in der Folgezeit mit Sonnencreme geschützt werden.

24.04.2019/189

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