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Rhein-Sieg-Kreis

Klimastabile und reich strukturierte Wälder ein Ziel

Landschaftsplan Nr. 7 „Siegburg-Troisdorf-Sankt Augustin“ wird neu aufgestellt

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Wälder fördern, Bachtäler erhalten, Feldlerche, Kiebitz, Rebhuhn und Insekten ausreichend Lebensraum geben, die Natur in ehemaligen Abgrabungsbereichen schützen – all dies soll mit dem neu zu erarbeitenden Landschaftsplan Nr. 7 „Siegburg-Troisdorf-Sankt Augustin“ erreicht werden.    

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Kreistag den Weg für das Beteiligungsverfahren zum Landschaftsplan Nr. 7 „Siegburg-Troisdorf-Sankt Augustin“ freigemacht. Jetzt kann die Kreisverwaltung in einen intensiven Dialog mit den Kommunen, Verbänden, Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern eintreten. So kann in den kommenden zwei Jahren gemeinsam ein neuer, zukunftsorientierter Landschaftsplan erarbeitet werden.  

Der bisher rechtskräftige Plan stammt noch aus dem Jahr 1991. Der aktuelle Planentwurf sieht einige bedeutende Änderungen zum Schutz und zur Förderung von Arten und Lebensräumen vor.

Vor allem die ehemaligen Abgrabungsbereiche zwischen Troisdorf und Bergheim und in der Nähe des Flugplatzes Hangelar, wie auch weitere Bachtäler wie das des Wolfsbachs, des Pleisbachs oder Auels- und Jabachs sollen unter besonderen Schutz gestellt werden.  

Ziel ist die Schaffung eines übergreifenden Verbundes aus ökologisch wertvollen Biotopen, von der Wahner Heide über den Lohmarer Wald bis nach Kaldauen oder von der Sieg bis nach Troisdorf. Damit soll auch der in den letzten Jahrzehnten deutlich verschlechterten Situation von Arten der offenen Feldflur wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn, aber auch die der Insekten, entgegengewirkt werden.

Die Auswirkungen der Klimaveränderung stellen Nutzerinnen und Nutzer wie Naturschützerinnen und Naturschützer gleichermaßen vor erhebliche Herausforderungen; dies gilt gerade auch für die Wälder. Hier will der Landschaftsplan die Entwicklung hin zu klimastabilen und reich strukturierten Wäldern fördern.

Ebenso wird eine Kräftigung der Natur an den städtischen Randzonen angestrebt. Schließlich nehmen der Siedlungsdruck und die Erholungsnutzung zu. Dies führt zu Störungen und Belastungen der dortigen Natur, deren Schutz der neue Landschaftsplan verbessern möchte.

Die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Kommunen und anderer Träger öffentlicher Belange wird voraussichtlich Mitte Januar 2020 eingeleitet. Dann werden die Planentwürfe mit Text und Karten für alle Interessierten im Internet abrufbar sein. Außerdem sind Termine zur Beratung in den Kommunen geplant. Das Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein-Sieg-Kreises wird dazu gesondert informieren.

18.12.2019/529

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