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Rhein-Sieg-Kreis

Verdienstkreuz am Bande für Karl-Martin Heringer aus Lohmar

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde jetzt Karl-Martin Heringer aus Lohmar für sein jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich, für Kinder und Jugendliche, ausgezeichnet.

Der in Materborn geborene und schon seit langem in Lohmar lebende Karl-Martin Heringer war bis zu seinem Renteneintritt 2010 als Pädagoge bei der Caritas Bonn-Rhein-Sieg tätig.

Doch schon 1980 begann sein ehrenamtliches Engagement. Karl-Martin Heringer war Mitbegründer des Trägervereins „Abenteuerspielplatz Friedrich-Wilhelms-Hütte e.V.2 und dort bis 1987 als 1. Vorsitzender tätig. Von 1999 bis 2014 hatte er die Geschäftsführung inne, und von 2014, bis zur Auflösung des Vereins 2018, wieder den ersten Vorsitz.

1981 war Karl-Martin Heringer ebenfalls einer der Mitbegründer des Fördervereins des Abenteuerspielplatzes; von 1989 bis 1998 war er Beisitzer im Vorstand. Wenn sich auch der Verein auflöste und die Finanzierung nicht mehr gesichert war, so setzte sich Karl-Martin Heringer intensiv für die Fortführung des Abenteuerspielplatzes auf Friedrich-Wilhelms-Hütte ein. Dank seines Einsatzes wurde die Katholische Jugendagentur (KJA) Bonn als neuer Träger gewonnen, so dass der Abenteuerspielplatz unverändert bestehen kann.

Der Stadtteil Friedrich-Wilhelms-Hütte ist ein sozialer Brennpunkt der Stadt Troisdorf. Täglich kommen bis zu 120 Kinder aus über 20 Nationen auf den Abenteuerspielplatz, da ihnen hier die Möglichkeit geboten wird, unter Begleitung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen zu spielen, zu arbeiten und zu lernen. Die Kinder, größtenteils aus sozialschwachen Familien, erlangen durch dieses außerordentliche Konzept soziale Kompetenzen, die ihnen durch ihr normales Umfeld oft nicht beigebracht werden. Zudem lernen sie den Umgang mit Menschen verschiedener kultureller, religiöser und ethnischer Herkunft.

In der gesamten Zeit im Vorstand des Vereins war Karl-Martin Heringer Impulsgeber vieler Projekte, die dann durch sein beispielhaftes Engagement umgesetzt werden konnten. So ist es seinem Einsatz zu verdanken, dass der Spielplatz seit 1984 ganzjährig ohne Pausen geöffnet ist. Karl-Martin Heringer führte immer wieder teils zähe Verhandlungen mit der Stadtverwaltung und Politikern, um das Bestehen des Abenteuerspielplatzes durch öffentliche Förderungen langfristig zu sichern.

Den Ruhestand seit 2010 nutzte Karl-Martin Heringer um seinen Einsatz für Kinder und Jugendliche zu verstärken: So kam die Gründung der „KinderStiftung Troisdorf“ hinzu, in der der Lohmarer als Kuratoriumsmitglied und Geschäftsführer tätig ist. Diese Stiftung ist eine nachhaltige und dauerhafte Finanzierungsmöglichkeit für die Kinder- und Jugendförderung in Troisdorf. Sie unterstützt sowohl einzelne bedürftige Familien als auch größere Projekte.

„Durch Ihren Einsatz haben Sie, Herr Heringer es erreicht, dass die Stiftung bereits wenige Jahre nach ihrer Gründung im Gemeinwesen und im Bewusstsein vieler Bürgerinnen und Bürger verankert ist.“, hob Landrat Sebastian Schuster hervor. Karl-Martin Heringer akquiriert immer wieder neue Zustifter und organisiert Benefizveranstaltungen, um der Stiftung mehr Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen. „Durch diese Arbeit konnte das Stiftungskapital auf mittlerweile 500.000,00 Euro erhöht werden. Eine tolle Leistung!“, betonte Landrat Sebastian Schuster in seiner Laudatio.

Auch ist Karl-Martin Heringer an der Organisation vieler Projekte der Stiftung führend beteiligt. Seit 2016 setzt er sich zudem ganz gezielt für eine Flüchtlingsunterkunft zum Schutz von Frauen und Kindern ein, die alleine nach Deutschland gekommen sind.

„Sie sind ein Ansporn und Vorbild für uns, unsere Gesellschaft nach bestem Wissen und und Kräften mitzugestalten und mitaufzubauen“, mit diesen Worten überreichte Landrat Sebastian Schuster Herrn Karl-Martin Heringer die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten Armin Laschet und der Regierungspräsidentin Gisela Walsken.                  

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute rund 248.400 Mal.

Den Verdienstorden gibt es in acht verschiedenen Stufen. Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.

9.12.2019/514

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