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Rhein-Sieg-Kreis

Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises: Natur pur bei Ansitz oder Jagd erleben - Jägerprüfung nach wie vor attraktiv

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Wie aus dem aktuellen Jahresbericht des Kreisordnungsamtes hervorgeht, wurden in 2018 mit 1.339 Jagdscheinen 253 mehr Scheine als im Vorjahr erteilt. Nur wer einen gültigen Jagdschein mit sich führt, darf in abgegrenzten Jagdbezirken die Jagd ausüben. Voraussetzung für den Jagdschein ist die erfolgreich bestandene Jägerprüfung.

Welche Schalenwildarten suhlen? Wann ist ein Rothirsch ein Hirsch der Klasse I?

Diese und viele Fragen mehr beinhaltet die Jägerprüfung. Nicht umsonst wird sie das „Grüne Abitur“ genannt: über den Zeitraum eines halben Jahres beinhaltet der wöchentliche „Stundenplan“ der angehenden Jungjäger zwei Mal in der Woche Theorie-Unterricht sowie an Wochenenden Exkursionen und Schießunterricht. Ob hiernach alle notwendigen Kenntnisse für eine erfolgreiche Jägerprüfung vorhanden sind, muss im Rahmen einer theoretisch-schriftlichen Prüfung, einer Schießprüfung jeweils auf dem Kugel– und dem Schrotschießstand sowie einer mündlich-praktischen Prüfung mit Prüfung der Waffenhandhabung unter Beweis gestellt werden.     

Die Prüfung bestanden im Rhein-Sieg-Kreis im vergangenen Jahr 56 Frauen und Männer. Für 17 von ihnen war dies bereits der zweite „Anlauf“ in Form einer Nachprüfung. Sieben Prüflinge bestanden die Jägerprüfung leider endgültig nicht und können – bei fortbestehendem Interesse – in späteren Jahren erneut einen Anlauf zur Ablegung des „Grünen Abiturs“ unternehmen.

Die zukünftigen Jägerinnen und Jäger sind mit solidem Wissen rund um Tierarten, Wildbiologie, Naturschutz, Wildhege, Jagdbetrieb,  Sicherheitsbestim-mungen, Jagdhundwesen, Wildkrankheiten, Waffentechnik, Führung von Jagd- und Faustfeuerwaffen, Jagdrecht, Einzelbestimmungen des Waffenrechts, Tierschutzrecht, Natur- und Landschaftsrecht, Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienischen Erfordernisse sowie Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets ausgestattet.

Damit steht einer verantwortungsbewussten Jagdausübung durch, auch im Sinne des Tier- und Artenschutzes, handelnde Jungjägerinnen und Jungjäger nichts entgegen.

25.02.2019/097

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