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Rhein-Sieg-Kreis

Vortrag anlässlich des 27. Januar: Jüdische Psychiatriepatienten im Rheinland während des Nationalsozialismus

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – „Jüdische Psychiatriepatienten im Rheinland während der Zeit des Nationalsozialismus“ lautet der Vortrag von Frank Sparing, den dieser am Sonntag, 27. Januar 2019, anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und des internationalen Holocaustgedenktages halten wird. Die Veranstaltung findet von 14.45 Uhr bis 16.30 Uhr in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, statt.

An den Vortrag schließt sich der Film „Diagnose: Jude“ an, in den Dr. Riccarda Henkel, Wissenschaftliche Archivarin am Archiv des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Brauweiler, einführen wird.

In seinem Vortrag beleuchtet Frank Sparing die Situation der 2.500 bis 5.000 jüdischen Patientinnen und Patienten in den psychiatrischen Anstalten. Als Juden und psychisch Kranke oder Behinderte wurden sie gleich doppelt diskriminiert; sie zählten zu den ersten Opfern der „Euthanasie“-Patientenmorde. Außerdem wird der Verlauf der „Sonderaktion“ zur Tötung jüdischer Psychiatriepatienten in der Rheinprovinz im Februar 1941, wie auch die Konzentration der verbliebenen Patienten in der jüdischen Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn bei Koblenz, beleuchtet. Sie wurden 1942 in die Vernichtungslager im Osten abtransportiert.

Der Film „Diagnose: Jude“ entstand für den Einsatz im Schulunterricht. Damit ermöglicht die Regisseurin Barbara Lipinska einen sensiblen, visuellen Zugang zu dem LVR-Projekt „Geschichte der NS-Euthanasie im Rheinland“.  

Der Eintritt zur Gedenkveranstaltung ist kostenfrei.

14.01.2019/018

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