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Rhein-Sieg-Kreis

Weitere Bekämpfung der Herkulesstaude – Wichtige Information an private Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken an der Sieg

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Der Frühling ist da! Jung und Alt freut sich darüber, dass die Natur wieder aufs Neue erwacht.

Auch die Herkulesstaude beginnt aufgrund der ersten warmen Tage des Jahres schon jetzt zu keimen. Die Natur hat den Beginn der Saison also schon eingeläutet und macht die Entfernung der noch jungen Pflanzen notwendig.

Die Bekämpfung der Herkulesstaude im Rhein-Sieg-Kreis wird nach einem mit dem Umweltministerium und der Bezirksregierung abgestimmten Konzept durchgeführt. Einerseits werden in naturschutzfachlich besonders wertvollen Bereichen die Pflanzen durch eine Fachfirma beseitigt. Andererseits wird auf das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger gesetzt, um die umfangreichen Bestände der giftigen Pflanze einzudämmen. Der Einsatz des Ehrenamtes wird dabei von den jeweiligen Umweltbeauftragten der Kommunen und von Vera Overrödder, die vom Rhein-Sieg-Kreis beauftragte überkommunale Koordinatorin des Ehrenamtes, unterstützt und abgestimmt. Aktionstage des Ehrenamtes sind am 06. und 27. April 2019, jeweils ab 10.00 Uhr geplant.

Die flussbegleitenden Flächen mit den Vorkommen der Herkulesstaude liegen zum Großteil in öffentlichem Eigentum. Teilweise müssen in den kommenden Wochen aber auch private Flächen zur Bekämpfung der Herkulesstaude betreten oder mit leichtem Gerät befahren werden, um eine lückenlose und effiziente Bekämpfung der Herkulesstaude entlang der Sieg zu gewährleisten. Bei allen Maßnahmen wird mit größtmöglicher Sorgfalt auf den Flächen vorgegangen. In Anbetracht des Umfangs der betroffenen Eigentumsflächen ist es nicht möglich, die Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter unmittelbar über die anstehenden Arbeiten zu informieren. Hierfür wird um Verständnis gebeten.  Bitte unterstützen Sie die Helferinnen und Helfer soweit als möglich bei ihrer wichtigen Tätigkeit!

Denn Ziel aller Beteiligten ist es, zu erreichen, dass die Herkulesstauden auch in diesem Jahr keine Samen produzieren können und somit die weitere Ausbreitung der Pflanze vermindert wird.

Bei Fragen oder Interesse an der Bekämpfung der Herkulesstaude an der Sieg wenden Sie sich bitte vorrangig an die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Kommunen (siehe Infobox). Anfragen können Sie auch per E-Mail an den Rhein-Sieg-Kreis richten: herkulesstaude.rskgmailcom.  

Weitere Informationen: http://www.rhein-sieg-kreis.de/herkulesstaude.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Kommunen
» Gemeinde Eitorf: Josef Freiburg (Tel.: 02243-89156) E-Mail: josef-matthias.freiburgeitorfde
» Stadt Hennef: Johannes Oppermann (Tel.: 02242-888314) E-Mail: j.oppermannhennefde
» Stadt Lohmar: Dr. Manuela Giannetti (Tel.: 02206-2143) E-Mail: manuela.giannettit-onlinede
» Stadt Sankt Augustin: Birgit Dannefelser (Tel.: 02241-243426) E-Mail: birgit.dannefelsersankt-augustinde
» Stadt Siegburg: Thomas Schmitz (Tel.: 02241-102350) E-Mail: thomas.schmitzsiegburgde
» Stadt Troisdorf: Dr. Hans-Bernd Bendl (Tel.: 02241-900710) E-Mail: bendlhtroisdorfde
» Gemeinde Windeck: Mark Fröhling (Tel.: 02292-601160) E-Mail: mark.froehlinggemeinde-windeckde

Herkulesstaude
Die Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) stammt aus dem Westkaukasus und kommt seit Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland vor. Die Pflanze wurde wegen ihrer imposanten Erscheinung in Gärten kultiviert und wegen des Blütenreichtums als Trachtpflanze für die Bienenweide von Imkern empfohlen.
Die Herkulesstaude ist eine zwei- bis fünfjährige Staude; das heißt, nach der Keimung im Frühjahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten, spätestens im fünften Jahr bildet sie Blüten und stirbt nach der Samenreife ab. Eine Pflanze bildet durchschnittlich 20.000 (bis zu über 100.000!) Samen, die mehrere Jahre keimfähig sind. Im Überschwemmungsbereich von Fließgewässern werden die schwimmfähigen Samen durch das Wasser verbreitet.
Der Saft aller Pflanzenteile enthält photosensibilisierende Substanzen (sog. Furocumarine), die in Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden der Haut führen können. Bei Arbeiten an der HHerkulesstaude ist daher unbedingt auf eine vollständige Bedeckung der Haut zu achten, außerdem sind Handschuhe und Schutzbrille zu tragen. Sollte der Pflanzensaft dennoch auf die Haut gelangen, muss er sofort mit viel Wasser und Seife abgewaschen werden. Die betroffene Hautpartie soll für mindestens 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt und in der Folgezeit mit Sonnencreme geschützt werden.

20.03.2019/132

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