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Rhein-Sieg-Kreis

Internationaler Frauentag 8. März: Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken

Rhein-Sieg-Kreis (an) – Frauen sollen einen guten Job machen, beruflich alles geben, sich aber gleichzeitig auch um Familie und Kinder kümmern. Wenn Frauen Karriere machen wollen, müssen sie mehr Erwartungen erfüllen als ihre männlichen Kollegen. Die Folge: Eine große Mehrheit der berufstätigen Mütter fühlt sich überlastet und gestresst.

Ein Weg, den Frauen aus diesem Dilemma wählen ist, die Arbeitszeit zu verkürzen. Das aber beschneidet sie in ihrem beruflichen Weiterkommen und ihrer ökonomischen Absicherung.

„Letztendlich jedoch ist eine geschlechtergerechte Verteilung von Arbeit, Betreuung und Pflege ein Gesellschaftsthema“, sagt Brigitta Lindemann, die Gleichstellungsbeauftrage des Rhein-Sieg-Kreises. „Solange wir verhaftet bleiben in den alten Rollenmodellen wird Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Frauenthema bleiben, und die ökonomischen Risiken, wie z.B. Altersarmut, werden im erhöhten Maße von Frauen getragen werden müssen.“

Um die Mitarbeiterinnen in der Kreisverwaltung zu sensibilisieren, verteilten Brigitta Lindemann und ihre Kolleginnen aus der Gleichstellungsstelle einen Tag vor dem Weltfrauentag am 8. März zu Dienstbeginn einen Beutel Tee. Gleichzeitig gab es eine Einladung zu dem Vortrag „Working Mums – Zwischen Allmacht und Erschöpfung“ der Diplom-Psychologin Birgit Langebartels.

Die Referentin stellt eine Studie des Rheingold-Institutes vor, bei der 1.000 Frauen befragt wurden. Das Ergebnis: Überlastung und Stress. Birgit Langebartels geht der Frage nach: Was führt zu diesen Überlastungsgefühlen und wie können die Wege aus diesem Dilemma aussehen.

Von circa 1.500 Beschäftigten in der Kreisverwaltung sind rund 63 Prozent Frauen, etwa die Hälfte davon arbeiten in Teilzeit. Die Kreisverwaltung stellt sich dem Thema Vereinbarkeit und will junge Eltern bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen.

Aufgrund der vielfältigen Vereinbarkeitsmaßnahmen, die die Kreisverwaltung jetzt schon anbietet, ist sie bereits durch die Hertiestiftung „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Damit das so bleibt, will sich die Kreisverwaltung noch stärker als bisher in den Vereinbarkeitsthemen engagieren.

07.03.2019/115

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