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Rhein-Sieg-Kreis

Katholische Kirche und Juden im Erzbistum Köln am Ende der Weimarer Republik - Vortrag

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Ein Blick auf die Büchertische in den Buchhandlungen zeigt: Die anhaltende Diskussion über das Verhältnis von Judentum und katholischer Kirche im 19. und 20. Jahrhundert wird oft dominiert von den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft. Insbesondere die Haltung der katholischen Bischöfe gegenüber der systematischen Ausgrenzung und Verfolgung der Juden im sogenannten „Dritten Reich“ ist ein umstrittenes Thema. Eine breitangelegte, amtlich organisierte Protestfront gegen die antisemitische Politik des NS-Regimes hat es nicht beziehungsweise nur in sehr geringem Umfang gegeben.

Über diese Tatsache lässt sich kaum diskutieren, wohl aber über die Frage, wie sie zu bewerten und zu erklären ist. Kürzlich hat der Mainzer Historiker Michael Kißener empfohlen, diese „Beziehungsgeschichte“ um eine gegenseitige „Wahrnehmungsgeschichte“ zu erweitern. Sie müsste konsequenterweise schon weit vor 1933 beginnen.

Der Vortrag möchte vor diesem Hintergrund die Beziehungen zwischen Juden und Führungsgestalten der katholischen Kirche im Erzbistum Köln zum Ende der Weimarer Republik - einer Phase, in der auch hier bei uns im Rheinland das Konzert antisemitischer Stimmen lauter wurde - beleuchten. Für einen regional begrenzten Raum soll damit ein kleiner Beitrag zum besseren Verständnis dieses vielschichtigen Verhältnisses geliefert werden.

Der Vortrag wird von Keywan Klaus Münster gehalten. Er hat in Bonn Geschichte, Politikwissenschaft und Sozialwissenschaft studiert und arbeitet als wissenschaftlicher Referent beim Landschaftsverband Rheinland. Zurzeit promoviert er über „Karl Joseph Kardinal Schulte (1871 – 1941). Seelsorge und Politik.“

Der Vortrag findet am Sonntag, 14. Juli 2019, in der Zeit von 14:45 Uhr bis 16:15 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstr. 9, 51570 Windeck-Rosbach. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Das gesamte aktuelle Veranstaltungsprogramm ist im Kreisarchiv unter der Rufnummer 02241/13-2928, per Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1 in 53721 Siegburg erhältlich.

Kontakt:
Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises (Kreishaus)
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Tel.: 02241 / 13-2928
Fax: 02241 / 13-2179
E-Mail: gedenkstaetterhein-sieg-kreisde
Internet: www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette

BIS VORAUSSICHTLICH HERBST 2019 IST DIE GEDENKSTÄTTE (MUSEUMSGEBÄUDE) WEGEN SANIERUNGSARBEITEN GESCHLOSSEN. DIE VERANSTALTUNGSREIHE IST HIERVON NICHT BETROFFEN UND FINDET WIE ANGEKÜNDIGT STATT.

28.05.2019/239

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