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Rhein-Sieg-Kreis

Siegburg: Unfallhäufungsstelle wird entschärft - Ampel soll Einmündungen B 56n / L 332 sicherer machen

Rhein-Sieg-Kreis (an) – Seit einiger Zeit schon beschäftigen sich die zuständigen Behörden mit der Verkehrssituation an den beiden Einmündungen von der sogenannten Siegburger Nordumgehung (B 56n) auf die Schnellstraße zwischen Siegburg und Troisdorf (L 332). Es kommt dort immer wieder zu Verkehrsunfällen, zum Teil auch mit Verletzten. In der Unfallkommission des Rhein-Sieg-Kreises wird der Knoten als Unfallhäufungsstelle geführt.

Die Verantwortlichen hatten bereits Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel sollte eine geänderte Verkehrsführung Abhilfe schaffen. Eine nachhaltige Verbesserung ist bislang aber nicht eingetreten.

Deswegen hat die Unfallkommission jetzt zunächst die Einrichtung einer vorläufigen Ampelregelung beschlossen. Als zuständiger Straßenbaulastträger hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW bereits mit der Einrichtung der Anlage begonnen, danach erfolgt die Programmierung. Die Ampel soll in den Sommerferien in Betrieb gehen.

„Die Sicherheit der Teilnehmenden am Straßenverkehr hat hier die höchste Priorität“, betont Harald Pütz, der Leiter des Straßenverkehrsamtes im Rhein-Sieg-Kreis. „Deswegen war es umso wichtiger, eine Lösung zu finden, die kurzfristig umgesetzt werden kann.“ Pütz ist zugleich auch Vorsitzender der Unfallkommission des Rhein-Sieg-Kreises: „Neben der Reduzierung der Unfälle versprechen wir uns auch eine sicherere Führung für die Radfahrerinnen und Radfahrer.“

Bevorzugt und angestrebt war und ist grundsätzlich der Bau von zwei Kreisverkehrsplätzen, um die komplexen Fahrbeziehungen zu trennen und damit die Konflikte auszuräumen. „Wir werden jetzt erleben, dass es lange Rückstaus gibt und dann wissen, dass nur Kreisverkehrsanlagen wirklich eine Lösung darstellen“, bleibt Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn skeptisch. „Es ist schade, dass wir die notwendigen Kreisverkehre nicht sofort durchsetzen konnten.“

Die Unfallkommission des Rhein-Sieg-Kreises

Die Unfallkommission analysiert die Unfallhäufungspunkte und bespricht, ob durch straßenbau- und/oder verkehrsrechtliche, beziehungsweise technische Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden kann.

Ziel ist es, eine Unfallhäufungsstelle zu entschärfen und den vorhandenen Verkehrsraum dauerhaft sicherer zu machen. Die getroffenen Entscheidungen sind bindend und werden aus dem Gedanken der Verkehrssicherheit umgesetzt.

Die Unfallkommission tritt zeitnah nach Bekanntwerden einer Unfallhäufungsstelle zusammen. Bei tödlichen Verkehrsunfällen wird umgehend ein Ortstermin vereinbart, bei dem geprüft wird, ob und gegebenenfalls welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Dafür ist eine genaue Ursachenforschung erforderlich.

Mitglieder der Unfallkommission sind das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises, Vertreter der beteiligten Kommunen, der jeweilige Straßenbaulastträger, die Polizeibehörden und die Bezirksregierung Köln.

14.05.2019/214

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