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Rhein-Sieg-Kreis

Im Ernstfall gut vorbereitet: Erfolgreiche Tierseuchenübung zur Afrikanischen Schweinepest

Rhein-Sieg-Kreis (rl) - Um im Falle eines Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sofort einsatzfähig zu sein, hat der Rhein-Sieg-Kreis mit sechs anderen Kreisen (Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis, Kreis Siegen-Wittgenstein, Ennepe-Ruhr-Kreis, Kreis Olpe, Märkischer Kreis) jetzt eine Tierseuchenübung in der Wahner Heide in Troisdorf durchgeführt. Alle sieben Landkreise sind in einem „Tierseuchenverbund“ organisiert.

Das Besondere an der Übung war, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Veterinärämtern, Vertreterinnen und Vertreter der Land- und Forstwirtschaft, der Jägerschaft und der Bundeswehr – insgesamt 40 Personen - mit Schutzanzügen und Gummistiefeln bekleidet ins Gelände gingen und intensiv nach verendeten Wildschweinen suchten.

„Die gefundenen Kadaver mussten unter strengen Sicherheitsauflagen geborgen werden, ohne den ASP-Erreger im Ernstfall weiter zu verbreiten“, sagte Kreisveterinär Dr. Johannes Westarp. „Denn das Virus im Blut von verendeten infizierten Tieren kann mehrere Monate überleben. So tragen die Wildschweinkadaver maßgeblich zur Ausbreitung der Seuche bei.“

Die erfolgreiche Kooperation der Akteure hier zeigte deutlich, dass die Region für den Ernstfall gewappnet ist.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Erreger dieser meist tödlichen Krankheit, die sowohl Wild- als auch Hausschweine befallen kann, ist das „African Swine Fever Virus“ (ASFV), welches ursprünglich in den afrikanischen Ländern heimisch war. Vermutlich durch Reisende oder Warenverkehr gelangte das Virus 2007 über Georgien und den Kaukasus in mehrere europäische Länder.

30.09.2019/408

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