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Rhein-Sieg-Kreis

Vortrag über die Autorin Irmgard Keun: „Leben und Schreiben im 'Dritten Reich' und im Exil“

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe bietet die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ am Sonntag, 6. September 2020, Interessierten einen Vortrag über die in der Zeit des Nationalsozialismus lebende Autorin Irmgard Keun mit dem Titel „Leben und Schreiben im 'Dritten Reich' und im Exil“ an. Prof. Dr. Jürgen Egyptien wird im Stadtmuseum Siegburg, Markt 46, referieren. Beginn ist um 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Referent aus Aachen ist Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Professor mit Lehrstuhl für „Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere Deutsche Literaturgeschichte“ der RWTH Aachen.

Bereits durch ihre ersten beiden Romane „Gilgi – eine von uns“ (1931) und „Das kunstseidene Mädchen“ (1932) war der Schriftstellerin Irmgard Keun ein grandioser Einstieg in die Literatur gelungen. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten geriet sie jedoch in den Fokus der Zensur und versuchte sich noch mehr als drei Jahre als Autorin im 'Dritten Reich' zu behaupten, bevor sie ins Exil ging. Dort erschien 1937 ihr Roman „Nach Mitternacht“, der wie kein zweiter die Veränderungen der Mentalität und der Verhaltensweisen der Menschen unter dem neuen Regime wiedergab und in teils grotesken Szenen auf den Punkt brachte. Irmgard Keun entwarf in ihrem Buch ein umfassendes und eindrucksvolles Panorama an Figuren. Daher wird gerade dieses Meisterwerk im Mittelpunkt der Ausführungen stehen.

Das gesamte aktuelle Programm ist bei der Geschäftsstelle der Gedenkstätte im Kreisarchiv unter der Rufnummer 02241/13-2928, per Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1 in 53721 Siegburg erhältlich. Es kann außerdem auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette abgerufen werden.

Beim Besuch der Veranstaltung sind die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten. Daher ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend. Vor Ort werden die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst, damit die Rückverfolgung im Falle eines Infektionsausbruches gewährleistet ist. Die Teilnehmerlisten werden dann für vier Wochen beim Archiv des Rhein-Sieg-Kreises aufbewahrt und anschließend vernichtet.

21.8.2020/344

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