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Rhein-Sieg-Kreis

Naturnahe Umgestaltung der Teiche im Derenbachtal

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Am Rande des Derenbachtales bei Ruppichteroth-Winterscheid lebt in einer Teichanlage die größte Grasfrosch-Population des Kreises mit einer überregionalen Bedeutung. Eigentümer dieser Anlage ist der Rhein-Sieg-Kreis. 

Im kommenden Winter werden die zur Anlage gehörenden drei Teiche im Sinne des Arten- und Biotopschutzes umgestaltet. Dafür müssen schon Anfang August die Teiche abgelassen werden. Projektleiterin Elke Säglitz vom Amt für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises erklärt: „Zu diesem Zeitpunkt haben die jungen Frösche und Kröten das Wasser bereits verlassen und der Schlamm kann bis zum Beginn der Umbauarbeiten austrocknen. Einige Tage nach dem Ablassen wird um die Teiche vorübergehend ein Amphibienzaun aufgestellt, der verhindern soll, dass Kleintiere wie Grasfrösche und Ringelnattern in das Baufeld gelangen. Vorhandene, nicht flugfähige Kleintiere, die sich innerhalb dieser Umzäunung befinden, werden im Laufe der Monate August und September gefangen und umgesetzt.“

Anfang Oktober dieses Jahres werden dann voraussichtlich die eigentlichen Umbauarbeiten beginnen und bis Mitte Februar 2021 abgeschlossen sein. Wenn die Grasfrösche dann im nächsten Frühjahr die Teiche zum Ablaichen aufsuchen, werden sie drei neu gestaltete Teiche vorfinden. 

Dafür werden die vorhandenen Holzbretter und Betonabdichtungen, die bisher als Ufersicherung dienten, entfernt. Instabile Dämme werden beseitigt und neu aufgebaut, um den Tieren langfristig einen Lebensraum zu erhalten. Ausgedehnte Flachwasserzonen dienen bald als Laichplatz für Amphibien; vor allem den Grasfröschen, Erdkröten und Wasserfröschen. Die naturnahe Anlage bietet dann Lebensraum für zahlreiche Insekten wie zum Beispiel die Plattbauchlibelle, Vierfleck-Libelle und Heidelibelle und wird eine typische Uferbepflanzung aufweisen. So werden hier unter anderem Froschlöffel, Schilf und Rohrkolben wachsen. Auch wird es einige tiefere Bereiche geben, so dass die Gewässer selbst bei längerer Trockenheit nicht austrocknen und im Winter die Tiere vor Frost geschützt überwintern können. 

Damit in Zukunft der Bach ausreichend Platz für seine natürliche Entwicklung hat, werden die neuen Teiche weiter als bisher vom ihm entfernt angelegt. Bestehende Abstürze innerhalb des Baches werden beseitigt. Dadurch wird der Lebensraum des Feuersalamanders verbessert. Und auch das Umfeld der Teiche wird verändert und zu einer artenreichen, bunten Wiesenfläche umgestaltet, in der Schmetterlinge wie das Schachbrett, der C-Falter, der Kleine und Große Fuchs und viele andere Insekten leben können.

Die Neugestaltung der Teichanlage wird mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und unter Beteiligung des Landes NRW gefördert.

6.8.2020/321

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