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Rhein-Sieg-Kreis

Stadtrundgang in Siegburg: Auf den Spuren ehemaligen jüdischen Lebens am Markt und in der Bahnhofstraße

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Schriftliche Zeugnisse beweisen, dass bereits seit dem 13. Jahrhundert in Siegburg eine jüdische Gemeinde existierte. Zum Ende des 17. Jahrhunderts siedelte sie sich nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit dort wieder an. 

Wer mehr über die damaligen jüdischen Einrichtungen und Geschäfte dort erfahren möchte, der sollte unbedingt an der Führung teilnehmen und sich auf die Spurensuche ehemaligen jüdischen Lebens begeben. 

Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt wird die Veranstaltung mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Juden in Siegburg starten und den Rundgang vom Stadtmuseum aus über den Marktplatz in die Bahnhofstraße führen. In dieser Straße gab es bis in die Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Geschäfte, so zum Beispiel die Herrenbekleidungsgeschäfte der Familien Vohs und Wagner, die Läden der Kaufmannsfamilie Przedecki, des Kaufmanns Magnus Nachmann und der Familie Oestreicher. Auch konnte man damals dort schon in zwei Kaufhäusern einkaufen: Rhela (Inhaber Fraustätter) und Alsberg (Inhaber Cohen). 

Die Lebensgeschichten der Handelstreibenden und auch weitere Schicksale werden bei der Führung vorgestellt. Mit Hilfe von historischem Bildmaterial können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Vergangenheit zurückversetzen lassen.  

Viele Juden sind dem blinden Rassenwahn des nationalsozialistischen Terrors zum Opfer gefallen und in der Schoah ermordet worden. Daher können wir heute nur noch auf wenige Spuren des ehemaligen jüdischen Lebens in Siegburg blicken. Dieser Rundgang möchte einige davon wieder aufleben lassen.

Die Führung startet am Freitag, 28. August 2020, um 15.00 Uhr und wird etwa eine Stunde dauern. Treffpunkt ist vor dem Stadtmuseum, Markt 46 in Siegburg. Die maximale Teilnehmerzahl liegt bei 20 Personen. Der Eintritt ist frei. Eine namentliche Anmeldung beim Kreisarchiv ist unbedingt erforderlich und kann telefonisch unter der Nummer 02241/13-2928 oder per E-Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde erfolgen. 

Das gesamte aktuelle Programm ist bei der Geschäftsstelle der Gedenkstätte im Kreisarchiv unter der Rufnummer 02241/13-2928, per Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1 in 53721 Siegburg erhältlich. Es kann außerdem auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette abgerufen werden.

Beim Besuch der Veranstaltung sind die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten. Daher ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend. Es werden die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher erfasst, damit die Rückverfolgung im Falle eines Infektionsausbruches gewährleistet ist. Die Teilnehmerlisten werden dann für vier Wochen beim Archiv des Rhein-Sieg-Kreises aufbewahrt und anschließend vernichtet.

20.8.2020/342

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