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Rhein-Sieg-Kreis

Bundesverdienstkreuz am Bande an Wally Feiden aus Bad Honnef

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde jetzt Wally Feiden aus Bad Honnef für ihr Engagement vor allem im kommunalpolitischen Bereich ausgezeichnet.

„Liebe Wally, schon seit vielen Jahren bist Du sehr umtriebig. Dafür hast Du schon mehrere Würdigungen und Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 2014 erhieltest Du die Dr. Johann-Christian Eberle Medaille für mehr als 20jährige Zugehörigkeit zum Verwaltungsrat und zu weiteren Sparkassen Ausschüssen. Im gleichen Jahr wurde Dir als Bürgermeisterin a.D. die Ehrenbürgerschaft und der Ehrenring der Stadt Bad Honnef verliehen. Eine Auszeichnung, die bis dato nur an drei Personen verliehen wurde. Die Sozialdemokraten widmeten Dir mit der Pflanzung eines Rotahorns auf der Insel Grafenwerth ein Denkmal zu Lebzeiten“, würdigte Landrat Sebastian Schuster die Lebensleistung von Wally Feiden in seiner Laudatio, im Ratssaal der Stadt Bad Honnef. Die Bad Honneferin sei eine besonders engagierte und zupackende Persönlichkeit, die sich nicht scheue, dauerhaft ihre Bedürfnisse hinter das Wohl von Mitmenschen anzustellen. „Das verschafft Dir eine allseitige Beliebtheit und erklärt Dich zugleich: ansprechbar für Jung und Alt, für Einheimische und Zugereiste und immer bereit, Hilfestellung zu leisten“, so Landrat Sebastian Schuster.   

Geboren in Bockau/Kreis Neumarkt in Schlesien, lebt Wally Feiden schon lange in Bad Honnef im Rhein-Sieg-Kreis. Aus eigener Betroffenheit, als Mutter von zwei Kindern, setzte sie sich schon seit 1976 für die Kindertagesbetreuung ein: so wurde lange vor der gesetzlichen Betreuungsregelung bereits im Bad Honnefer Stadtteil Aegidienberg auch der Bedarf für unter Dreijährige berücksichtigt. In Privaträumen und später in einem öffentlichen Gebäude organisierte sie Krabbelgruppen mit Kleinkindern. Auch die Gründung eines Jugendtreffs in Aegidienberg ging maßgeblich auf ihren Einsatz zurück. „Die Bereiche Kinderbetreuung und Jugendarbeit wurden zu ihren zentralen politischen Themen“, heißt es in der amtlichen Ordensbegründung. 

1978 trat Wally Feiden in die SPD ein. Seitdem bekleidete sie zahlreiche Ämter bis hin zur ersten weiblichen Bürgermeisterin in Bad Honnef: Mitglied des Bezirksausschusses für Aegidienberg im Stadtrat von Bad Honnef, Sachkundige Bürgerin, Vorstandsmitglied der SPD. Von 1983-2004 wirkte sie in verschiedenen städtischen Ausschüssen mit, wurde zur Stadträtin und später zur SPD-Fraktionsvorsitzenden gewählt. Sie war Vorsitzende des Personalausschusses, und des Ausschusses für den Stadtbezirk Aegidienberg. Zudem war sie im Fraktionsvorstand und im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse aktiv. 1994 kam die Tätigkeit als erste stellvertretende Bürgermeisterin hinzu. 2004 wurde sie als erste Frau in das Amt der hauptamtlichen Bürgermeisterin gewählt, welches sie bis 2014 bekleidete. Da Wally Feiden die Altersgrenze für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister noch vor der Kommunalwahl 2009 erreichte, wurde die Wahl um ein Jahr vorgezogen.

Von 1995 bis heute ist sie zudem im Stiftungswesen engagiert. Im April 2015 wurde Wally Feiden als private Stifterin sowohl Mitglied in der Stiftungsversammlung als auch Mitglied im Stiftungsrat der Bürgerstiftung Bad Honnef.      

Zudem übte sie von 1989 bis 2000 das Amt der Jugendschöffin am Amts- und Landgericht Bonn aus. 

Seit dem Flüchtlingszuzug 2015 setzt sich Wally Feiden in der Flüchtlingshilfe ein. Sie gab selber Deutschkurse. Noch heute koordiniert sie als Ehrenamtskoordinatorin für Aegidienberg Paten, den Patenstammtisch, das Internationale Café, ist ein Sprachrohr zwischen Verwaltung und Ehrenamt und hilft da, wo sie gebraucht wird.

„Du, liebe Wally, bist ein ´lebendiges Vorbild´. Dafür möchte ich Dir auch persönlich danken. Dieser Orden ist die Würdigung Deiner Leistungen und Verdienste, auf die Du mit Recht stolz sein darfst“, mit diesen Worten überreichte Landrat Sebastian Schuster an Wally Feiden die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten Armin Laschet und der Regierungspräsidentin Gisela Walsken.               

Wally Feiden freute sich, dass sie diesen Ehrentag mit so vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern und der Familie feiern konnte. Zu ihrem Wirken sagte sie: „Keiner schafft das allein, immer braucht man Partner. Das macht mich glücklich, dass wir gemeinsam so viel für unsere Gesellschaft tun konnten.” Sie dankte ihrer Familie und sagte zum Schluss: „Ich habe alles gern getan.”  

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute rund 248.400 Mal.

Den Verdienstorden gibt es in acht verschiedenen Stufen. Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.

17.2.2020/63

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  • Stadt Bad Honnef

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