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Rhein-Sieg-Kreis

Bundesverdienstmedaille für Hans Theodor Heck aus Lohmar

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde jetzt Hans Theodor Heck aus Lohmar für seinen Einsatz für die Gemeinschaft ausgezeichnet.

„Herr Hans Theodor – Theo - Heck hat durch sein jahrelanges Engagement im sozialen Bereich vor allem bei der Betreuung von Flüchtlingen auszeichnungswürdige Verdienste erworben“, heißt es in der amtlichen Ordensbegründung.

Doch schon vorher hat sich der ursprünglich aus Linz am Rhein stammende Theo Heck für seine Heimatstadt Lohmar in verschiedenen Bereichen engagiert. „Schon seit vielen Jahren sind Sie sehr umtriebig. Dafür haben Sie schon mehrere Würdigungen und Auszeichnungen erhalten“, betonte die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert in ihrer Laudatio im Ratssaal der Stadt Lohmar. So erhielt Theo Heck 2010 die Auszeichnung „Ein Lohmarer“ des örtlichen Karnevalsvereins, im darauffolgenden Jahr von der Stadt Lohmar die Würdigung „Ehrenamt des Monats“ und im Jahr 2014 wurde er zum Internationalen Tag der Migranten im Auswärtigen Amt für sein schon 20-jähriges ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit geehrt.

Durch seine empathische Art hat Theo Heck, der bis zu seinem Ruhestand 2013 bei der Stadt Lohmar im Hausdienst beschäftigt und als „Allrounder“ in der Stadtverwaltung im Einsatz war, bis heute einen besonderen Zugang auch zu ausländischen Familien in schwierigen Situationen gefunden. Dank seines Netzwerks und seiner praktischen Fähigkeiten fand er Wohnraum für die Familien, begleitete sie bei Arztbesuchen und vermittelte, wenn es beim Schulbesuch der Kinder mal Probleme gab.

2017 bestellte das Amtsgericht Theo Heck als ehrenamtlichen Vormund für einen minderjährigen unbegleiteten Flüchtling, den er mit viel persönlichem Einsatz auf seinem Weg in die Gesellschaft begleitete.

Zudem ist Theo Heck seit 2001 Mitglied des „Heimat- und Kulturvereins Breidt e.V.“ in Lohmar. Seit 2010 gehört er dort dem Vorstand an und übt die Funktion des Geschäftsführers aus. Frühlingsfest, Stadtfest, Kirmes, Weihnachtsmarkt oder Karnevalsfeiern sind ohne sein Organisationstalent in der jetzigen Form fast undenkbar. Auch integriert er Flüchtlinge in das Vereinsleben und vermittelte einem syrischen Flüchtling eine Hausmeisterstelle. Zudem sorgte Theo Heck dafür, dass der Festplatz des Ortes eine Bühne bekam.

Zahlreiche weitere Aufgaben übernimmt Theo Heck: Seit Jahren fährt er bei Klassenfahrten die Schulkinder zu ihren Unterkünften und bleibt dort mehrere Tage als Begleitperson. Für die Aktion „Lohmar fegt los“ gelang es ihm immer wieder, Flüchtlinge zur Mithilfe zu gewinnen. Im Jahr 2006 wurde die „BürgerStiftungLohmar“ gegründet, die Theo Heck seitdem ebenfalls tatkräftig unterstützt, besonders bei der Weihnachtsbaumwunschaktion und bei der Bescherung. Für die Weihnachtsfeier holt er die Kinder aus Flüchtlingsfamilien oder von bedürftigen Eltern ab und hilft bei der Verteilung der Geschenke.

Als passionierter Jäger hat er seit 1998 die ehrenamtliche Aufgabe des Wildschadenschätzers inne. Ebenso betreut er seit 2003 als Landschaftswart den größten Bezirk des Rhein-Sieg-Kreises.

Auch kommunalpolitisch bringt sich Theo Heck ein: seit 2014 ist er für die CDU Ratsmitglied der Stadt Lohmar.

In ihrer Laudatio betonte die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert die besonders engagierte und zupackende Persönlichkeit Theo Hecks, der sich nicht scheut, dauerhaft persönliche Bedürfnisse hinter das Wohl von Mitmenschen zu stellen: „Sie haben stets zum Wohl der Mitmenschen, die es nicht leicht haben, Ihr breites Wissen, Ihre Erfahrungen und Ihre guten und vielfältigen Kontakte eingesetzt. Für Sie zählt allein der Mensch, weder Partei, noch Amt, noch Funktion“, mit diesen Worten überreichte die stellvertretende Landrätin Notburga Kunert an Theo Heck die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten Armin Laschet und der Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

„Geht nicht, gibt es nicht, lasst uns anfangen“, mit diesem Wahlspruch sei er unter den Kollegen bekannt gewesen, bekannte Theo Heck die Motivation für sein ehrenamtliches Engagement.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung. Er wurde 1951 als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den amtierenden Bundespräsidenten verliehen – bis heute rund 248.400 Mal.

Den Verdienstorden gibt es in acht verschiedenen Stufen. Als Erstauszeichnung wird im Allgemeinen die Verdienstmedaille oder das Verdienstkreuz am Bande verliehen. Als weitere Ausführungen folgen das Verdienstkreuz 1. Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz und die Sonderstufe des Großkreuzes.

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  • Morich

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