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Rhein-Sieg-Kreis

Vortrag in der Gedenkstätte am 27. Januar: „`Dachau war unser Glück`“ – Leben und Flucht der Familie Hess

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020 wird Wolfgang Eilmes über „‘Dachau war unser Glück‘ – Leben und Flucht der Familie Hess: aus der Wilhelmstraße in Ruppichteroth über Holland nach Ecuador und New York“ referieren.

Die Veranstaltung in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, am Montag, 27. Januar 2020, von 16.15 Uhr bis 17.45, ist kostenfrei. 

Grundlage des Vortrages sind der persönliche Kontakt des Referenten Wolfgang Eilmes zum heute 88-jährigen Walter Hess, den dieser 2018 erstmals in seiner New Yorker Wohnung auf Manhattan treffen konnte sowie neuere Recherchen, der Film und das Buch „We Were So Beloved“ von Manfred Kirchheimer wie auch das Buch von Walter Hess „A Refugee’s Journey“.

Unterlegt mit zahlreichen Bildern wird die Geschichte der Ruppichterother Familie Hess aufgezeigt: vom Leben als Landwirte und Viehhändler, Mitbürgerinnen und Mitbürger, Mitbegründende der Synagoge und als Vereinsmitglieder in Ruppichteroth bis zu ihren Erlebnissen im Rahmen der „Reichspogromnacht“, die Inhaftierung des Vaters in Dachau, die Vorbereitungen der Flucht, die Flucht nach Ecuador bis hin zur kompletten Neustrukturierung des Lebens der damaligen fünfköpfigen Familie im New Yorker Stadtteil Washington Heights.

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 1945 – vor 75 Jahren – wurden die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Auschwitz steht wie kein anderes KZ als Symbol für den millionenfachen Mord des NS-Regimes vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Deshalb wurde der Tag der Befreiung im Jahr 1996 zum ersten Mal als nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Er soll, wie es der damalige Bundespräsident Herzog in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag ausdrückte, als zentraler Gedenktag „aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden lassen“. 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar in einer Resolution offiziell zum internationalen Holocaustgedenktag.

Kontakt:
Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
c/o Archiv des Rhein-Sieg-Kreises (Kreishaus)
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
53721 Siegburg
Tel.: 02241 / 13-2928
E-Mail: gedenkstaetterhein-sieg-kreisde
Internet: www.rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette

Bis voraussichtlich Anfang 2020 ist die Gedenkstätte (Museumsgebäude) wegen Sanierungsarbeiten und Neukonzeption der Dauerausstellung geschlossen. Die Veranstaltungsreihe ist hiervon nicht betroffen und findet wie angekündigt statt.

8.1.2020/7

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