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Rhein-Sieg-Kreis

Wieder Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Es findet wieder eine Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg statt!

Am Mittwoch, 8. Juli 2020, von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr, wird Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt bei einem Rundgang über das Gelände sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch einzelne Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorstellen. Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung (Mütze, Kappe, Hut) zu tragen.

Angesichts der Corona-Pandemie ist eine namentliche Voranmeldung zu dem Termin beim Kreisarchiv entweder telefonisch über 02241/13-2928 oder per E-Mail über gedenkstaetterhein-sieg-kreisde erforderlich; während der Führung besteht die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 20 Personen begrenzt.

Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit, siedelte sie sich zum Ende des 17. Jahrhunderts in der Holzgasse wieder an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden. Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen fast 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar. Obwohl er vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.

22.06.2020/263

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