Inhalt anspringen
Rhein-Sieg-Kreis

Gehasst und geliebt – und manchmal gefährlich: Gewitter

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Je mehr die Temperaturen bei uns im Rhein-Sieg-Kreis steigen, desto höher wird auch wieder die Gefahr von Gewittern. Manche Menschen sind von dem Naturschauspiel fasziniert, andere fürchten es. Das Amt für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises rät, vor allem Blitze nicht zu unterschätzen. „Die alte Weisheit ‚Vor Eichen sollst du weichen – Buchen sollst du suchen‘ sollte man keinesfalls beherzigen“, sagt Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg.

Wer in der freien Natur von einem Gewitter überrascht wird, sollte möglichst Abstand von Bäumen halten. Blitze schlagen gerne in hohe, alleinstehende Bäume ein. „Über den Boden wird die Spannung dann weitergeleitet und das kann tödlich enden“, so Engstenberg weiter. Um einem Blitz möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, sollte man die Beine so eng wie möglich zusammenhalten und in die Hocke gehen.

Schlägt ein Blitz direkt in den Körper ein, so hat man kaum eine Chance: bis zu 100 Millionen Volt und mehrere 10.000 Ampere können innerhalb von 0,02 Sekunden auf einen Menschen einwirken. „Wer Zeuge eines solchen Ereignisses wird, sollte sofort Erste Hilfe leisten und den Rettungsdienst informieren“, so der Leiter der Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises, Martin Bertram. „Da ein Blitzschlag zu Herz- und Atemstillstand führen kann, sind Sofortmaßnahmen für das Opfer lebenswichtig.“

Bewusstlose Blitzopfer sollten in die stabile Seitenlage gebracht und die Atmung kontrolliert werden. „Sollten Sofortmaßnahmen, wie eine Herzdruckmassage notwendig sein, leiten die Disponentinnen und Disponenten der Rettungsleitstelle die Ersthelferinnen und -helfer telefonisch an. So wird die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt“, so Bertram.

Am sichersten ist man bei Gewittern nach wie vor in Gebäuden oder auch im Auto. Gebäude schützen durch ihre Konstruktion vor gefährlichen Überspannungen. Öffentliche Gebäude sind zudem üblicherweise mit Blitzschutzanlagen ausgestattet. Autos wirken durch die Karosserie wie ein faradayscher Käfig.

2.6.2020/222

Seite teilen

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet. Mehr Infos ...