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Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis hält an LeadCity-Angeboten fest: mehr Busangebote, flexible Mobilität, mehr Fahrgäste

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Die Rückmeldungen der Fahrgäste haben bestätigt: die im Rahmen des Bundesförderprojektes „Leadcity Bonn“ verbesserten Busangebote zwischen der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wurden bis zum Beginn der Corana-Krise sehr gut angenommen.

Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis handelt es sich dabei um Taktverdichtungen der Linien 845, 855, 856 und 857, also im Wesentlichen aus dem Raum Swisttal und Wachtberg nach Bonn. Im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis wurde das Angebot der Buslinien 520, SB55, 537, 540, 550, 551, 552, 640 sowie der Stadtbahnlinie 66 ausgebaut. Das betrifft hauptsächlich Niederkassel, Troisdorf und Sankt Augustin.

Bereits zwei Monate, nachdem die Angebote 2019 verbessert werden konnten, fuhren augenscheinlich mehr Fahrgäste Bus und Bahn. Prozentual wurden im Vergleich zu Fahrgasterhebungen aus den Jahren 2017/18 zwischen 19 und 143 Prozent mehr Fahrgäste gezählt. Beispielsweise stieg die Fahrgastzahl auf der Linie 856 von Bad Godesberg über Ließem und Niederbachem nach Oedingen an einem normalen Werktag von 1.352 auf 2.068 Fahrgäste. Dies geht aus den Unterlagen des Referats für Wirtschaftsförderung und strategische Kreisentwicklung hervor, die dem Kreistag am 23. Juni 2020 vorlagen.

Jetzt hat der Kreistag beschlossen, dieses umfangreiche Paket der Angebotsverbesserungen fortzuführen, auch wenn die finanzielle Förderung durch den Bund entfallen sollte. Wichtig dabei ist, dass sich die Fahrgastzahlen im ÖPNV wieder erholen. Ursprünglich sollte die Leadcity-Förderung Ende 2020 enden. Zurzeit finden noch Abstimmungsgespräche zwischen der Bundesstadt Bonn und dem Fördergeber über eine weitere finanzielle Unterstützung in 2021 statt.  Hiervon soll auch der Rhein-Sieg-Kreis profitieren.

Ebenfalls wird das Leadcity-Projekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ im Rhein-Sieg-Kreis und in Bonn unter dem griffigen Slogan JOBWÄRTS einfach.besser.pendeln weiter aufgebaut. Hierbei geht es um maßgeschneiderte Angebote für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Hier besteht die Möglichkeit die Mobilität der Mitarbeitenden analysieren zu lassen sowie Alternativen zur Autonutzung gemeinsam zu entwickeln. Für weitere Informationen können sich interessierte Unternehmen zum Beispiel im Internet unter JOBWÄRTS melden.

Beide Programme sind mit dem Ziel gestartet, die Stickoxidbelastung zu verringern. Gleichzeitig tragen sie zum Klimaschutz bei. Auch können sie angesichts der anstehenden Großbaustellen in der Region bei der Verringerung der zu befürchtenden Verkehrsstaus Region helfen.

Im ländlichen Raum sollen zwei neue Schnellbuslinien auf den Achsen Hennef – Uckerath – Asbach sowie Siegburg – Seelscheid – Much eingeführt werden.

Im gesamten rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis soll ein Fahrradmietsystem in Zusammenarbeit mit der RSVG und den Städten und Gemeinden eingeführt werden. Im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis betreibt die RVK bereits ein Pedelec-Mietsystem. Eine besondere Herausforderung wird dann noch die organisatorische Verknüpfung mit dem Fahrradmietsystem der Stadt Bonn.

Die Gesamtkosten für diese umfangreichen Maßnahmen werden voraussichtlich über 6 Millionen Euro betragen und müssen vom Kreis sowie den betroffenen Städten und Gemeinden aufgebracht werden.

„Ich freue mich über die Beschlüsse des Kreistages. Bessere Angebote bei Bus und Bahn und die stärkere Einbindung des Fahrrades bieten den Menschen weitere Möglichkeiten, umweltverträglich von A nach B zu kommen. Im Zusammenklang mit Home-Office und mobile working haben wir eine gute Chance den motorisierten Individualverkehr zu verringern“, stellte Landrat Sebastian Schuster fest.

22.06.2020/264

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