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Rhein-Sieg-Kreis

Jahresbericht des Rhein-Sieg-Kreises: Elterngeld liegt nach wie vor im Trend

Rhein-Sieg-Kreis (we) – Immer wieder stehen Paare vor der Frage, ob sie es sich finanziell leisten können, eine Familie zu gründen oder ein weiteres Kind zu bekommen und damit zumindest für eine gewisse Zeit auf ein Gehalt zu verzichten.

Um ihnen die Entscheidung für ein Kind durch eine wirtschaftliche Absicherung zu erleichtern, und damit den demographischen Wandel der Überalterung innerhalb der Gesellschaft aufzuhalten, wurde 2007 das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) geschaffen.

Und so steht seit dem 1. Januar 2008 im Sozialamt des Rhein-Sieg-Kreises die Elterngeldkasse Interessierten mit Rat und Tat zur Seite. Frischgebackene Mütter und Väter bekommen hier Informationen rund um die Zahlung des Elterngeldes. Auch erfahren sowohl Eltern als auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dort alles Wissenswerte zur Elternzeit. Denn berufstätige Elternteile können sich zur Betreuung des Nachwuchses in den ersten drei Lebensjahren des Kindes freistellen lassen. Entsprechende Anträge können dann direkt vor Ort gestellt werden. 

Das BEEG wurde im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Mütter und Väter angepasst. So konnte zum Beispiel durch die Einführung vom Elterngeld Plus und einem Partnerbonus - neben dem bisherigen Elterngeld - die weitere Flexibilität der Eltern im Berufsleben erreicht werden. Dadurch ist es seit 2015 möglich, den bestehenden Anspruchszeitraum deutlich zu verlängern. Dazu kommt, dass beim Elterngeld Plus eine Teilzeitbeschäftigung die Höhe der Unterstützung oft nicht beeinflusst. Dadurch kehren Eltern häufig schneller in ihren Beruf zurück.

Diese gesamte Entwicklung führte dazu, dass das Elterngeld im Rhein-Sieg-Kreis zu einem Erfolgsmodell wurde. Die Antragszahlen verdeutlichen den Trend. Durch immer mehr geborene Babys erhöhte sich im Laufe der Jahre die Anzahl der Anträge von 5.800 im Jahre 2008 auf mittlerweile fast 8.000 im Jahre 2020. 

Das vergangene Jahr brachte dann noch einmal Veränderungen in den Arbeitsalltag der 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich um all die Anträge kümmern und innerhalb von durchschnittlich 19 Kalendertagen abschließend bearbeiten. Denn aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen finanziellen Einbußen vieler „junger“ Eltern, wurden besondere Regelungen eingeführt, die bis auf Weiteres gelten. Dadurch soll ein Ausgleich für ihren finanziellen Schaden geschaffen werden.

12.2.2021/072

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