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Rhein-Sieg-Kreis

Neue Rettungswache Much ist in Betrieb

Investition in die Sicherheit für den östlichen Rhein-Sieg-Kreis

Rhein-Sieg-Kreis (an) – Hochmodern und leistungsstark: Als Träger des Rettungsdienstes hat der Rhein-Sieg-Kreis in Much eine neue Rettungswache errichtet. Die Bauarbeiten haben etwa 18 Monate gedauert, Baubeginn war im August 2019. Die Gesamtkosten inklusive Grunderwerb belaufen sich auf fast vier Millionen Euro. Landrat Sebastian Schuster hat die Rettungswache zusammen mit dem Mucher Bürgermeister Norbert Büscher, Dr. Michael Rudersdorf, Dezernent für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises, und Julian Felix Müller, hauptamtlicher Vorstand des Johanniter Regionalverbandes Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen, jetzt offiziell in Betrieb genommen.

„Ich bin sehr froh, dass der Bau so gut gelungen ist und wir den zeitlichen sowie den finanziellen Rahmen eingehalten haben“, freute sich Landrat Schuster. „Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im östlichen Rhein-Sieg-Kreis ist uns das wert!“

Dem schloss sich der Mucher Bürgermeister Norbert Büscher an: „Es lohnt sich, solch eine Rettungswache hier hinzubauen“, sagte Bürgermeister Büscher. „Die Wache soll nah am Ort sein und das ist hier gewährleistet. Ein großer Dank geht an die Johanniter, die seit 2013 mit einer Interimslösung an der Zanderstraße leben mussten.“

Auch die rund 800 Quadratmeter große neue Wache wird von Mitgliedern der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. besetzt. Im Einsatz sind derzeit zwei Rettungsdienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter mit aktuell einem Rettungswagen (RTW) im 24-Stunden-Dienst und einem Reservefahrzeug. Eine Praktikantin bzw. ein Praktikant der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. soll den Dienst in der Rettungswache unterstützen.

Zum primären Ausrückebereich gehört das Mucher Gemeindegebiet mit Ausnahme von Birrenbachshöhe, Eichhof, Derscheid, Löbach und Tüschenbonnen. Diese Orte werden vor allem von der Rettungswache in Ruppichteroth abgedeckt.

Das Gebäude auf dem etwa 4.700 Quadratmeter großen Grundstück ist so konzipiert, dass die Rettungswache zukünftigen Ansprüchen und Erfordernissen des Rettungsdienstes gerecht werden kann. Beispielsweise ist im Gebäude auch eine 250 Quadratmeter große Fahrzeug- und Waschhalle untergebracht, die Platz für drei Rettungswagen bietet. So können die Einsatzkräfte auf schnellstem Weg ihr Fahrzeug erreichen. Dies ist im Hinblick auf die vorgeschriebenen Hilfsfristen sehr wichtig: Im ländlichen Raum muss ein Rettungswagen innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sein.

Auch bei den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zeigt sich der Rhein-Sieg-Kreis mit der neuen Mucher Rettungswache zukunftsweisend: Im Bereich der Gebäudetechnik verfügt die Wache über eine moderne Heizung mittels Erdsonden sowie über eine Photovoltaikanlage. Zudem kann ein Notstromaggregat im Notfall einen längeren Stromausfall überbrücken.

„Wir freuen uns sehr über dieses tolle Gebäude mit modernsten Einrichtungen“, sagte Julian Felix Müller, hauptamtlicher Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. abschließend. „Wir haben nun ausreichend Schlafräume, einen großen Aufenthaltsraum mit angeschlossener Terrasse, einen Besprechungsraum, mehrere Büros, Umkleideräume, eine Desinfektionsschleuse und natürlich die große Fahrzeughalle mit Platz für die Rettungsfahrzeuge.“

26.3.2021/145

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