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Rhein-Sieg-Kreis

Verbraucherschutz: Lebensmittelüberwachungsamt untersucht Fleisch auf Trichine

Labor für zwei weitere Jahre sichergestellt

Rhein-Sieg-Kreis (ps) – Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises wird für zwei weitere Jahre sein Labor für die Untersuchung von Haus- und Wildtieren auf Trichinen bereitstellen können. Hierfür muss regelmäßig ein sogenannter Ringversuch des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) absolviert werden, der erneut erfolgreich bestanden wurde.

Im Laufe des Ringversuchs wurden von den Mitarbeitenden des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes insgesamt vier Proben mit korrektem Ergebnis untersucht. Diese kamen vorher jeweils mit einer abgezählten Menge an Trichinenlarven vermischt oder aber unbehandelt von Berlin nach Siegburg, der Status der Proben war den Untersuchenden unbekannt.

Der Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch, das mit Trichinen infiziert ist, kann beim Menschen schwere Erkrankungen verursachen. Daher unterliegen nicht nur Haus- und Wildschweine einer Untersuchungspflicht und werden kontrolliert. Auch andere Tierarten, deren Fleisch als Nahrungsmittel dient und die für die parasitär lebenden Würmer als Zwischenwirt infrage kommen, müssen ordnungsgemäß untersucht werden.

Routineuntersuchungen im Kreis erfolgen zweimal wöchentlich

Bei den Untersuchungen werden insbesondere Fleischproben von allen im Rhein-Sieg-Kreis geschlachteten oder erlegten Haus- und Wildschweinen sowie vereinzelt Dachsen kontrolliert. Hier ist allein der qualitative Nachweis ausschlaggebend, d.h. ob die Probe Trichinenlarven enthält oder nicht. Im Jahr 2020 wurden 1.720 geschlachtete Hausschweine, 4.005 erlegte Wildschweine und acht Dachse im Labor des Veterinäramtes auf Trichinen untersucht. Dabei wurden keine infizierten Proben festgestellt.

Die für die Untersuchung auf Trichinen benötigte Akkreditierung des Labors wird im europäischen Hygienerecht gefordert. Neben der erfolgreichen Absolvierung eines Ringversuchs beweisen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um Abteilungsleiter Dr. Simon Eimer auch regelmäßig in unangekündigten Kontrollen durch externe Prüferinnen und Prüfer (sogenannten Audits), dass die Vorgaben aus Brüssel eingehalten werden.

„Durch den erfolgreichen Abschluss des Ringversuches kann das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Sieg-Kreises sowohl den hier ansässigen Schlachtbetrieben als auch den Jägern in der Region die Untersuchung auf Trichinen bei geschlachteten Tieren und erlegtem Wild weiterhin auf dem bewiesenermaßen hohen Qualitätsniveau anbieten“, betont Dr. Simon Eimer. „Gerade in Zeiten, in denen handwerkliche Betriebe mit den großen Schlachthöfen konkurrieren müssen und Jäger vor dem Hintergrund der drohenden Tierseuchen, wie der Afrikanischen Schweinepest, vorsorgend mehr Wildschweine erlegen, können wir hier ortsnah die zwingend erforderliche Untersuchung durchführen und dadurch die Arbeitsabläufe für viele Bürgerinnen und Bürger vereinfachen.“

Durch ein Netz von sieben dezentralen Abgabestellen für Proben in Siegburg, Much, Eitorf, Lohmar, Königswinter, Meckenheim und Bornheim wird das gesamte Kreisgebiet abgedeckt und somit der Aufwand für die Antragstellenden auf ein Minimum reduziert. Die nächstgelegene Untersuchungseinrichtung befindet sich in Bergisch-Gladbach.

13.10.2021/548

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