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Rhein-Sieg-Kreis

Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Zu der gut nachgefragten und immer wieder aufs Neue mit   interessanten Details bereicherten Führung über den jüdischen Friedhof, mit Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt, lädt die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe 2022 nach der Sommerpause ein.

Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits Ende des 12. Jh. eine jüdische Gemeinde. Nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit siedelte sie sich zum Ende des 17. Jh. in der Holzgasse wieder an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden. Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen fast 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar. Obwohl er vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.
Bei dem Rundgang sollen sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch einzelne Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorgestellt werden.

Die Führung findet am Sonntag, 4. September 2022, zu zwei Terminen statt: von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr und von 15:15 Uhr bis 16:15 Uhr. Treffpunkt ist der jüdische Friedhof Siegburg, vor dem Eingang an der Heinrichstraße, 53721 Siegburg. Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Eine Voranmeldung ist im Kreisarchiv unter Telefon 02241/13-2928 oder per E-Mail: gedenkstaetterhein-sieg-kreisde erforderlich; die jeweils maximale Teilnehmerzahl pro Gruppe ist auf 20 Personen beschränkt.

2.8.2022/368

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