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Rhein-Sieg-Kreis

Jiddische Lieder und Klezmer „Mir gejen zusamen“ am 4. September im Stadtmuseum

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Valeriya Shishkova und Di Vanderer gelten als überzeugende Interpreten des jiddischen Liedes. Jetzt geben sie am Sonntag, 4. September 2022, ab 19:00 Uhr, ein Konzert mit dem Titel „Mir gejen zusamen“ im Forum des Stadtmuseums Siegburg, Markt 46, 53721 Siegburg.

Die in Moskau geborene und in Dresden lebende Valeriya Shishkova hat sich in den vergangenen Jahren zu einer herausragenden Interpretin jiddischer Lieder entwickelt. Durch die intensive Begegnung mit jiddischer Musik und Kultur entdeckte sie immer mehr einen wichtigen Teil ihrer eigenen Identität.
Valeriya Shishkova & Di Vanderer spielen sowohl traditionelle jiddische Lieder und Klezmer als auch zeitgenössische Kompositionen nach Texten klassischer und moderner jiddischer Autoren. Begleitet werden sie dabei von Sergey Trembitskiy auf Klavier und Flöte sowie von Gennadiy Nepomnjaschiy auf Klarinette. Zu ihrem Repertoire gehören auch eigene Kompositionen nach Gedichten der israelischen Dichtern Lev Berinsky und Michoel Felsenbaum. Beide Autoren gehören zu den wenigen und möglicherweise letzten Autoren gehören, die nicht in Hebräisch, sondern in ihrer jiddischen Muttersprache schreiben.
Valeriya Shishkova besitzt die Gabe, Lieder mit einer großen und ergreifenden Emotionalität so spürbar und mit Herzblut zu gestalten, dass sich wohl niemand im Raum diesem besonderen Zauber entziehen kann.
Der Dresdner Musikwissenschaftler und Journalist Peter Zacher schreibt: „Der Gesang Shishkovas nimmt für sie ein. Wie ihr gesamtes Auftreten ist ihr Singen unprätentiös und nicht auf äußeren Effekt angelegt. [...] Man hört es an der Stimme, wenn die Sängerin lächelt. Dadurch vermittelt sie eine Freundlichkeit, um die sie mancher Popstar beneiden könnte. Da sie nach eigener Aussage nur Lieder singt, die ihr gefallen, strahlt sie eine Ehrlichkeit aus, die in der zeitgenössischen Konzertpraxis selten geworden ist.“ Valeriya & Di Vanderer waren oft zu Gast bei Festivals der Jüdischen Kultur in verschieden Städten.
Die Veranstaltung wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe 2022 von der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, in Kooperation mit der Kreisstadt Siegburg,  durchgeführt.

Der Eintritt kostet 15,00 Euro bzw. ermäßigt 13,00 Euro für Mitglieder des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e. V.. Die Karten können beim Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Telefon 02241/13-2928, E-Mail gedenkstaetterhein-sieg-kreisde vorbestellt werden; es findet ein Kartenvorverkauf im Stadtmuseum Siegburg statt und es sind, falls vorhanden, Restkarten an der Abendkasse erhältlich.

1.8.2022/367

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  • Yuri Shishkov

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