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Rhein-Sieg-Kreis

Mit dem Halbjahresprogramm der Gedenkstätte in das Neue Jahr 2023 starten

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Das attraktive Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2023 der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ liegt vor.

Den Auftakt, am 27. Januar 2023, dem „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ an dem an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945 erinnert wird, machen Henrik Küper und Nils Suchetzki mit der Lesung „Adressat unbekannt“- Vom Verrat einer Freundschaft. Diese basiert auf dem 1938 veröffentlichten gleichnamigen Roman von Kathrine Kressmann Taylor. Der Roman hat einen fiktiven Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden zum Inhalt. Die beiden Protagonisten hatten sich in Deutschland kennengelernt und gemeinsam in San Francisco / Kalifornien eine Kunstgalerie eröffnet. Die Lesung findet von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Evangelischen Auferstehungskirche, Annostraße 14, 53721 Siegburg, statt und ist kostenfrei.   

2023 fällt Purim, das jüdische Freudenfest, auf den 6. bis 7. März 2023. „Ist Purim der jüdische Karneval? Wann rufen wir ´Schalom´ und wann ´Alaaf´?“ Diese und andere  Fragen suchen nach religiösen oder eher nach karnevalistischen Antworten. Diese versucht Aaron Knappstein aus Köln zu geben. Knappstein ist freier Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums Köln und seit 2018 Präsident der Kölsche Kippa Köpp e.V. vun 2017. Seinem Vortrag können Interessierte am 26. Februar 2023, um 14.45 Uhr, in der Evangelischen Salvatorkirche, Kirchplatz 8, 51570 Windeck-Rosbach, lauschen. Und am 6. März wird an „Purim, das fröhlichste jüdische Fest – und ein Wechselbad der Gefühle“ mit einem kulinarischen Genuss sowie einem die Speisen, Rituale und die Tradition erläuternden Vortrag gedacht. Referentinnen sind Kreisarchivarin Dr. Claudia Maria Arndt und Pfarrerin Annette Hirzel.  

Wer immer wieder auch mit offenen Augen im Rhein-Sieg-Kreis unterwegs ist, dem werden bestimme Bauwerke auffallen. Sei es zu Fuß auf dem Siegsteig, mit dem Auto auf der Autobahn, als Kirchgänger in Sankt Augustin-Mülldorf oder als Kinobesucher in Hennef – überall findet man sie, die baulichen Hinterlassenschaften des „Dritten Reiches“. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie ihre architektonische Formensprache den Vorgaben der Reichskulturkammer anpassen mussten. Dr. Elisabeth Knauer aus Hennef arbeitet schon seit über zehn Jahren zur Architektur des 20. Jahrhunderts im Rhein-Sieg-Kreis. In ihrem Vortrag am 18. Juni 2023, ab 14.45 Uhr, in der Evangelischen Salvatorkirche in Windeck-Rosbach, wird die promovierte Kunsthistorikerin den stilistischen Vorgaben wie der Nutzungsgeschichte der Bauwerke nachgehen.

Beliebtes, wie die Führungen über den jüdischen Friedhof in Siegburg, Bewährtes und Neues wechseln sich in dem informativ-unterhaltsamen Halbjahresprogramm ab. Auf die einzelnen Veranstaltungen der Gedenkstätte wird jeweils gesondert hingewiesen. Die Teilnehmerzahlen sind teilweise begrenzt, weshalb in diesem Fall eine persönliche Anmeldung erforderlich ist.

Das komplette Programm ist beim Kreisarchiv unter der Rufnummer 02241/13-2928, per E-Mail an gedenkstaetterhein-sieg-kreisde oder unter der Postanschrift Kaiser-Wilhelm-Platz 1 in 53721 Siegburg erhältlich. Es kann außerdem auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette abgerufen werden.

23.12.2022/640

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