Inhalt anspringen
Rhein-Sieg-Kreis

Bovine Virusdiarrhoe bei Rindern: keine freiwillige Impfung mehr

Rhein-Sieg-Kreis (db) – Rinder im Rhein-Sieg-Kreis dürfen ab Februar 2022 nicht mehr freiwillig gegen die Krankheit Bovine Virusdiarrhoe (BVD) geimpft werden.  Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hat jetzt eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Die Infektionskrankheit wird seit 2011 bekämpft, inzwischen sind die BVD-Fälle erheblich zurückgegangen. Das Land NRW möchte jetzt den Status „frei von BVD in Bezug auf gehaltene Rinder“ erlangen und hat deswegen bei der Europäischen Kommission einen entsprechenden Antrag gestellt. Dieser Antrag hat aber nur dann eine Chance auf grünes Licht, wenn freiwillige Impfungen verboten sind.

Im Übrigen gelten für geimpfte Tiere auch Verbringungsbeschränkungen. Rinder dürfen in Betrieben, die in einem BVD-freien Mitgliedstaat oder Gebiet liegen, nur dann untergebracht werden, wenn sie nicht gegen BVD geimpft wurden.

BVD ist eine weltweit verbreitete Virusinfektion, die bei Rindern in der Regel zu milden Krankheitssymptomen wie Diarrhoe, Fieber oder Schleimhautveränderungen in der Maulhöhle führt. Bei einigen Virusstämmen kann es aber auch zu schweren Erkrankungen kommen, die mit einer hohen Sterblichkeit und der Gefahr von Fehlgeburten und Missbildungen bei Kälbern einhergehen.

25.01.2022/039

Seite teilen

Erläuterungen und Hinweise

Wir verwenden auf rhein-sieg-kreis.de ausschließlich funktionale Cookies. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.